DMAX

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Dieser Artikel hat den Fernsehsender zum Thema. Für weitere Bedeutungen siehe Dmax.
DMAX
Senderlogo
DMAX BLACK.svg
Allgemeine Informationen
Empfang: Analog: Kabel
Digital: DVB-C, DVB-S, IPTV, DVB-T
Sitz: München, Deutschland
Eigentümer: Discovery Communications
Auflösung: 576i (SDTV)
1080i (HDTV) (DMAX HD)
Geschäftsführer: Susanne Aigner-Drews
Sendebeginn: 1. September 2006
Rechtsform: Privatrechtlich
Programmtyp: Vollprogramm[1]
Marktanteil: 0,8 % (2013)[2]
Website: www.dmax.de
Liste von Fernsehsendern
Logo von DMAX HD seit dem 1. Mai 2012

DMAX ist ein privater Fernsehsender, der vornehmlich auf männliche Zuschauer ausgerichtete Reportagen, Dokumentationen, Real-Life-Programme und Lifestylemagazine ausstrahlt. Er ist aber als Vollprogramm zugelassen[3] und strahlt daher auch montags bis freitags um ca. 23:10 Uhr und 0:10 Uhr die zweiminütige Nachrichtensendung Der Tag aus. Der Sender wird über Satellit (Astra DVB-S), IPTV und Kabelfernsehen verbreitet und ist über diese Verbreitungswege derzeit für 70 % der Haushalte empfangbar. Zusätzlich wird DMAX über die P2PTV-Programme Zattoo, Nello Wilmaa und Teleboy (derzeit nur in der Schweiz) ausgestrahlt. Die terrestrische Verbreitung über DVB-T wurde 2009 eingestellt, im Raum München war der Sender von September 2013 bis Dezember 2014 wieder per DVB-T zu empfangen.

Geschichte[Bearbeiten]

DMAX ist Nachfolger des Fernsehsenders XXP, der im Januar 2006 zu 98 % vom US-Medienkonzern Discovery Communications übernommen wurde. Die restlichen zwei Prozent blieben bei den ehemaligen Hauptgesellschaftern dctp und Spiegel TV. Am 1. September 2006 ging XXP dann in dem neuen Sender DMAX auf. 2007 verkauften die Spiegel TV GmbH und Alexander Kluges DCTP Entwicklungsgesellschaft für TV-Programm ihre verbliebenen Anteile von jeweils 1 % an die Discovery Content Verwaltungs GmbH, sodass der amerikanische Discovery Channel den Sender DMAX inzwischen komplett übernommen hat. Der Sendername DMAX ist keine Abkürzung, sondern ein Kunstname. Die einzelnen Buchstaben haben keine Bedeutung.

Seit dem 8. Januar 2008 wird eine englischsprachige Version von DMAX in den Pay-TV-Paketen von Sky Digital und Virgin Media in Großbritannien und Irland vermarktet. Dabei wurden zeitnah DMAX +1, DMAX +1.5 und DMAX +2 erschaffen, die das Hauptprogramm zeitversetzt ausstrahlen. Seit Februar 2010 ist der Sender nicht mehr über MonA TV empfangbar. Im Gegensatz zur deutschen Version von DMAX ist der englischsprachige Sender auf eine weibliche Zielgruppe ausgerichtet.

DMAX sendet seit dem 29. Februar 2012 in einem neuen Design. Nun ist in den Trailern am Anfang und am Ende ein DMAX-3D-Logo zu sehen.[4] Seit dem 1. Mai 2012 wird DMAX HD über die grundverschlüsselte Plattform HD+ von SES Astra ausgestrahlt,[5] jedoch erst am 1. August 2012 erfolgte die Ausstrahlung in nativem HD.[6] Seit 15. Januar 2013 sendet DMAX HD auch in den modernisierten Netzen von Unitymedia.[7]

Marktanteile[Bearbeiten]

Marktanteil DMAX 2006–2013

2006: 0,5 %; 2007: 0,5 %; 2008: 0,6 %; 2009: 0,7 %; 2010: 0,7 %; 2011: 0,7 %; 2012: 0,7 %; 2013: 0,8 %[8]

Programm[Bearbeiten]

Der Sender bezeichnet sich selbst als „Factual (Tatsachen)-Entertainment Channel for Men“, in Deutschland als der „erste Factual-Entertainment Kanal für Männer im deutschen Free TV“ mit dem Slogan: „Fernsehen für die tollsten Menschen der Welt: Männer“. Er zeigt in seinem Programm Dokumentationen, Real-Life-Formate und Lifestylemagazine, die speziell auf ein männliches Publikum zugeschnitten sind. Dabei sollen die Themenbereiche Abenteuer und Entdeckung, Motor und Technik, Technologie, gefährliche Jobs und Reisen im Vordergrund stehen.

Der Sender erlangte eine gewisse Bekanntheit durch die Eigenproduktion der Doku-Soap Die Ludolfs – 4 Brüder auf’m Schrottplatz (2006–2010) mit einem Marktanteil von 1,1 % beim Gesamtpublikum[9]. Seit dem 16. Mai 2011 läuft zudem die international erfolgreiche Autoshow Top Gear auf DMAX.

Printausgabe[Bearbeiten]

Zum Ausbau und zur Positionierung der Marke DMAX publizierte der Münchner Sender ab dem 24. April 2013 das DMAX-Magazin. Das Heft wurde mit einer monatlichen Auflage von 100.000 Stück über die WEKA Media Publishing GmbH verlegt.[10] Das Themenspektrum reichte von Abenteuer-, Lifestyle- und Technikthemen bis hin zu außergewöhnlichen Geschichten und Insidertipps. Kernzielgruppe waren Männer zwischen 18 und 49 Jahren. Mit der Ausgabe 7/2015 wurde das Magazin vorläufig eingestellt.[11]

DMAX Onlineshop[Bearbeiten]

Der Fernsehsender betreibt seit dem 17. Juni 2013 unter der Bezeichnung DMAX Shop einen Online-Versandhandel. Zum Sortiment gehören u. a. Produkte aus den Bereichen Outdoor, Zuhause und Motor. Zudem sind DMAX-Fanartikel erhältlich.[12]

Empfang[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Benedikt Fuest: "Was laut ist und kracht, funktioniert" Susanne Aigner-Drews muss als Chefin des Münchner Männersenders DMAX den Geschmack der Zuschauer treffen. In: Welt am Sonntag, 27. Oktober 2013, Seite 44.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag in der Datenbank der KEK
  2. Zuschaueranteile. KEK-online.de, abgerufen am 3. September 2013.
  3. ZAK-Pressemitteilung 21/2012: ZAK beschließt Verlängerung der Lizenzen für RTL II und DMAX. die-medienanstalten.de, 18. Dezember 2012, abgerufen am 6. Januar 2015.
  4. 29. Februar 2012: DMAX sendet im neuen Design
  5. Männerkanal Dmax ab 1. Mai hochauflösend über HD-Plus-Plattform, abgerufen am 30. April 2012.
  6. Endlich: DMAX in HD!, abgerufen am 31. Juli 2012.
  7. Neue Sender im Kabelnetz zum 15.01.2013. unitymedia.de, archiviert vom Original am 20. Februar 2013, abgerufen am 6. Januar 2015.
  8. Marktanteile bis 2012/2013. quotenmeter.de, abgerufen am 6. Januar 2015.
  9. Angabe von quotenmeter.de
  10. Das „DMAX MAGAZIN“ ist da, 1. März 2013. Discovery Press Web Germany. Abgerufen am 6. September 2013.
  11. Discovery legt Dmax-Magazin vorerst auf Eis clap-club.de, abgerufen am 28. Juli 2015.
  12. Echte Männer tragen keine Tüten: Der „DMAX Shop“ geht online!, 4. Juni 2013. Discovery Press Web Germany. Abgerufen am 6. September 2013.