Teufelskrallen

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Teufelskrallen
Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum), Illustration

Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum), Illustration

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Unterfamilie: Campanuloideae
Glockenblumengewächse
Gattung: Teufelskrallen
Wissenschaftlicher Name
Phyteuma
L.

Teufelskrallen (Phyteuma) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Der deutsche Trivialname Teufelskralle bezieht sich auf die Form der Einzelblüten.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phyteuma-Arten wachsen als krautige Pflanzen.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für alle Phyteuma-Arten gilt, dass die Blüten in dichtem, endständigem Blütenstand von Hüllblättern umgeben sind. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die Krone ist schmalröhrig. Es werden Kapselfrüchte gebildet.

Die kleinen Einzelblüten sind zu einem auffälligen Blütenstand vereinigt, um die Schauwirkung auf Insekten zu verstärken, ein blütenbiologischer Effekt.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Phyteuma ist auf Europa und das nordwestliche Afrika beschränkt und bevorzugt in Gebirgen in Höhenlagen oberhalb von 600 Metern anzutreffen.

Zwerg-Teufelskralle (Phyteuma confusum)
Steirische Teufelskralle (Phyteuma persicifolium)
Schwarzwurzelblättrige Teufelskralle (Phyteuma scorzonerifolium)
Phyteuma ×adulterinum, Naturhybride von Phyteuma nigrum und Phyteuma spicatum

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Phyteuma wurde durch Carl von Linné aufgestellt. Der botanische Gattungsname Phyteuma stammt vom griechischen Wort Phyteuo für Pflanze. Ein Synonym für Phyteuma L. ist Rapunculus Mill.[1]

Einige Arten wie die Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum) zerfallen bei einigen Autoren in viele Unterarten. Bei allen blau- (bzw. schwarzviolett-)kronigen Arten kommen gelegentlich auch Individuen mit weißer Krone vor.

Es gibt etwa 26 Arten und Naturhybriden:[1]

Nicht mehr zur Gattung Phyteuma gehört die Schopfige Teufelskralle (Phyteuma comosum L.), jetzt die einzige Art der Gattung Physoplexis Schur, Physoplexis comosa (L.) Schur.

Überhaupt nicht nahe verwandt ist die Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens DC. ex Meisn.). Sie gehört zu den Sesamgewächsen (Pedaliaceae).

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Rafaël Govaerts (Hrsg.): Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 7. August 2015

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Erkennen und bestimmen (= Steinbachs Naturführer). Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3.
  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Eugen Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Teufelskrallen (Phyteuma) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien