The King of Comedy

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Filmdaten
Deutscher Titel The King of Comedy
Originaltitel The King of Comedy
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache englisch
Erscheinungsjahr 1982
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Martin Scorsese
Drehbuch Paul D. Zimmerman
Produktion Arnon Milchan
Musik u. a. Harold Arlen
Ray Charles
Chrissie Hynde
Bob James
Van Morrison
Kamera Fred Schuler
Schnitt Thelma Schoonmaker
Besetzung

The King of Comedy ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Martin Scorsese aus dem Jahr 1982.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rupert Pupkin ist ein Möchtegern-Komiker in New York. Sein größtes Vorbild ist der umschwärmte Jerry Langford, in dessen regelmäßiger Fernsehshow Pupkin gerne als Gast auftreten würde, um aus dem Stand heraus einen Durchbruch als Entertainer zu erzielen. Um Langfords Aufmerksamkeit zu erregen, hilft Pupkin eines Tages diesem, vor einer Meute belagernder Fans zu fliehen. Als Langford in Pupkin einen nicht minder nervenden Fan wittert, verweist er ihn an seine Sekretärin. Fast täglich belagert Pupkin ab da die Produktionsfirma Langfords, jedoch ohne Erfolg. Seine Obsession verwandelt sich schließlich in ein intensives Stalking, bis er gemeinsam mit seiner Freundin Masha Langford entführt, um auf diese Weise zu einem Auftritt in dessen Fernsehshow zu kommen.

Aus Angst, Langford könne ernsthaft in Gefahr geraten, willigt die Produktionsfirma ein und ermöglicht Pupkin einen einmaligen Auftritt. Nachdem die Sendung im Fernsehen ausgestrahlt wird und sich Langford zwischenzeitlich selbst befreit, wird Pupkin von der Polizei verhaftet. Im Gefängnis verfasst er eine Autobiografie und erlangt am Ende doch den selbst ersehnten Ruhm. Weniger durch seine Witze, als vielmehr aufgrund der Umstände seines Auftritts.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The King of Comedy wurde an der Kinokasse einer der erfolglosesten Filme Martin Scorseses. Er wurde jedoch von den Kritikern gelobt, die ihn für einen seiner besten Filme hielten. Scorsese wollte ursprünglich Johnny Carson für die Rolle des Jerry Langford besetzen. Als weitere Alternativen waren Frank Sinatra und Dean Martin im Gespräch, bevor schließlich Jerry Lewis für die Rolle besetzt wurde. In dem Film treten einige Stars auf, die sich selbst spielen: Comedian Ed Herlihy, Musiker Lou Brown sowie Tony Randall und Victor Borge. Martin Scorsese selbst spielt einen Fernsehregisseur.

Deutsche Fassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1983 in den Ateliers der Berliner Synchron GmbH unter Wenzel Lüdecke in Berlin.[1]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Rupert Pupkin Robert De Niro Christian Brückner
Jerry Langford Jerry Lewis Peer Augustinski
Rita Keane Diahnne Abbott Evelyn Maron
Masha Sandra Bernhard Liane Rudolph
Cathy Long Shelley Hack Alexandra Lange
Tony Randall Tony Randall Jürgen Thormann

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken und erreichte bei Rotten Tomatoes eine Bewertung von 91 %, basierend auf 44 Kritiken[2].

  • Lexikon des internationalen Films: Eine hintergründig erzählte Tragikomödie um die Ausbeutung von Träumen und den Widerspruch zwischen Illusion und Realität im amerikanischen Showbusiness. Vorzüglich interpretiert in den beiden gegensätzlichen Hauptrollen.[3]
  • Der Spiegel: Weil in diesem neuen, teilweise bitterbösen Film Scorseses Jerry Lewis den Talkmaster Langford spielt, ist eine Warnung nötig. Zwar steckt die Geschichte, von dem früheren Newsweek-Kritiker Paul D. Zimmerman geschrieben, voller sarkastischem Witz, eine Komödie von der üblichen Sorte ist sie aber nicht. Jerry Lewis nämlich führt eine Figur vor, die kaum zum Lachen reizt. Er ist der einsame Fernseh-Superstar, dem das ganze Showbusiness sichtlich auf die Nerven geht. Auf der Straße wird er von Fans gejagt, und nachts sitzt er mürrisch und allein in seiner Wohnung vorm Fernseher. Scorsese, der präzise Beobachter amerikanischer Wahn-Entgleisungen, ist sich allerdings zu schade für das sentimentale Klischee von der Einsamkeit der Männer an der Spitze. Am Beispiel Pupkin-De Niro zeigt er, daß die Einsamkeit ganz unten genauso groß ist.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film nahm am Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1983 teil, wurde bei der Preisvergabe jedoch nicht berücksichtigt. 1984 wurde er in fünf Kategorien für den BAFTA Award nominiert, jedoch lediglich Paul D. Zimmerman erhielt ihn für sein Drehbuch. Die Vereinigung der Londoner Filmkritiker wählte ihn 1984 zum Film des Jahres.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Bräutigam: Lexikon der Film- und Fernsehsynchronisation. Mehr als 2000 Filme und Serien mit ihren deutschen Synchronsprechern etc.. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-289-X, S. 213
  2. The King of Comedy bei Rotten Tomatoes
  3. The King of Comedy im Lexikon des internationalen Films
  4. Arnd Schirmer: Star im Keller. In: Der Spiegel. Nr. 10, 1983, S. 211–213 (online 7. März 1983).