Dean Martin

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Wandgemälde in Dean Martins Geburtsstadt Steubenville

Dean Martin (* 7. Juni 1917 als Dino Crocetti in Steubenville, Ohio; † 25. Dezember 1995 in Beverly Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Sänger, Schauspieler und Entertainer italienischer Abstammung. Martin begründete seine internationale Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine zehnjährige Zusammenarbeit mit dem Komiker Jerry Lewis. Nach der Auflösung von Martin & Lewis gehörte er zusammen mit Frank Sinatra, Sammy Davis, Jr. und anderen über Jahre dem sogenannten Rat Pack an. Er trat bis in die 1980er-Jahre regelmäßig in Las Vegas auf, drehte über 50 Spielfilme und war langjähriger Gastgeber einer eigenen Fernsehshow. Sie machte Martin zeitweise zum bestverdienenden Entertainer der Welt.

Kindheit und frühe Jahre[Bearbeiten]

Martins Vater war der im italienischen Montesilvano geborene Landarbeiter[1] Gaetano „Guy“ Crocetti (1894–1967).[2] 1913 wanderte Gaetano, wie schon einige Jahre zuvor sein Bruder Giuseppe, nach Amerika aus. Er ließ sich in Steubenville nieder und eröffnete dort einen Friseursalon. Martins Mutter war die in Ohio geborene italienischstämmige Angela „Angelina“ Barr (1897–1966).[3] Gaetano Crocetti, der sich ab 1914 Guy Crocetti nannte, heiratete die 16-jährige Barr im Oktober 1914.[4] Eineinhalb Jahre später wurde mit Guglielmo (später William oder Bill genannt; 1916–1968) ihr erstes Kind geboren, ein weiteres Jahr später kam am 7. Juni 1917 Dino als zweiter Sohn verfrüht zur Welt. Dino sprach nach eigenen Angaben bis zu seinem fünften Lebensjahr nur Italienisch.[4][5] Er tat sich in der Schule mit dem als zweite Sprache gelernten Englisch zunächst schwer[6] und verließ nach der 10. Klasse die die High School.[7] Die Schwierigkeiten mit der englischen Sprache hielten nach Aussage seiner Tochter Deana bis in die 1940er-Jahre hinein an.[8]

Als Teenager half Martin zur Zeit der Prohibition vorübergehend beim Alkoholschmuggel.[9] In den folgenden Jahren versuchte er sich in den verschiedensten Jobs, darunter als Arbeiter in den Stahlwerken Steubenvilles. Zeitweise trat er unter dem Namen „Kid Crochet“ als Preisboxer im Weltergewicht an;[9] dabei verdiente er nach eigenen Angaben bis zu zehn Dollar pro Kampf.[10] In einem Casino seiner Heimatstadt arbeitete er sich zeitweise als Dealer (Croupier) in legalen und illegalen Spielcasinos.[11] Er sang am Croupiertisch öfter laut vor sich hin und kam letztlich auf die Idee, mit dem Singen Geld zu verdienen.

Crocetti - Martini - Martin: Wiederholte Namenswechsel[Bearbeiten]

Martins Taufname lautet Dino Crocetti.[12] Den zweiten Vornamen Paul erhielt er nach seiner Erstkommunion im Jahr 1928.[13]

In den ersten Jahren seiner Karriere trat Martin noch unter seinem Geburtsnamen Dino Crocetti auf. Anlässlich eines Engagements in Cleveland nahm er im November 1939 auf Rat eines Bandleaders den Künstlernamen Dino Martini an, der nicht – wie gelegentlich vermutet oder angedeutet[14] – an den gleichnamigen Cocktail, sondern an den seinerzeit populären italienischen Operntenor Nino Martini erinnern sollte.[15][16] Im November des folgenden Jahres wurde daraus auf Betreiben des Bandleaders Samuel „Sammy“ Watkins die amerikanisierte Version Dean Martin, die er bereits vor der Geburt seines ersten Kindes 1942 auch amtlich zu seinem Namen machte.[17]

Karrierestationen[Bearbeiten]

Die Anfänge: Clubsänger[Bearbeiten]

Martin begann seine Karriere in der Unterhaltungsbranche als Sänger. 1934 stand er erstmals öffentlich auf einer Bühne: Bei einer Veranstaltung in Craig Beach, Ohio,[18] sang er, begleitet vom George Williams Orchestra, italienische Standards wie „Oh, Marie!“[15] In den folgenden Jahren schlossen sich zahlreiche weitere Auftritte bei Tanzabenden und in Nachtclubs an, die er parallel zu seiner Beschäftigung in einem Spielkasino absolvierte. Bei einer dieser Veranstaltungen war Bandleader Glenn Miller unter den Gästen; einigen Quellen zufolge war Miller unzufrieden und sagte über Martin: „Der schafft's nie“.[15][19]

Im November 1939 hatte Martin ein erstes reguläres Engagement, das ihm ein wöchentliches Honorar von 40 US-$ einbrachte.[16] Seit Herbst 1940 stand er, nunmehr unter dem Namen Dean Martin, bei dem Sammy Watkins Orchestra unter Vertrag, dessen Sänger er war. Martin spielte mit Watkins vor allem in Cleveland, unternahm aber auch Tourneen entlang der US-amerikanischen Ostküste. Watkins sah in Martin einen neuen Frank Sinatra und bewarb ihn unter anderem als „neuen Stern am Gesangshimmel“.[20] Martin wurde zunehmend populär. Sein Gehalt vervielfachte sich von 35 US-$ pro Woche im Jahr 1941 auf 150 US-$ wöchentlich zwei Jahre später.[21]

Im Herbst 1943 trennte sich Martin von Sammy Watkins. Als Gegenleistung für die Vertragsaufhebung trat er Watkins 10 Prozent der Bruttoeinnahmen der folgenden sieben Jahre ab.[22] Seinen ersten Auftritt ohne Watkins gab Martin im September 1943 im Riobamba in New York. Während die Presse ihn als der New Yorker Konkurrenz nicht gewachsen ansah,[23] fielen die Publikumsreaktionen positiv aus, und Martins Engagement wurde mehrfach verlängert. Zunehmend verbesserten sich auch die Kritiken. Dorothy Kilgallen etwa sah in ihm bald eine „ernsthafte Bedrohung für Frank Sinatra“.[24] Martin, der in den folgenden Jahren wechselnde Engagements hatte, war 1944 hoch verschuldet, nachdem er einen Großteil seiner Einnahmen an Agenturen und Manager abgetreten hatte.[25] 1946 erklärte er sich für zahlungsunfähig und absolvierte ein bis Ende 1947 dauerndes Insolvenzverfahren.[26]

Martin & Lewis[Bearbeiten]

Martins langjähriger Bühnenpartner Jerry Lewis

Das erfolgreichste Comedy-Duo des Jahrzehnts[Bearbeiten]

Der Durchbruch als Künstler ergab sich für Martin aus einer Zusammenarbeit mit dem neun Jahre jüngeren Komiker Jerry Lewis. Lewis, dessen Eltern schon im Showbusiness waren,[27] trat seit 1939 in diversen Clubs mit dem „Pantomimikry“ genannten Record Act auf, bei dem er vor dem Publikum Schallplatten bekannter Künstler abspielte und dabei Grimassen zog. Der Record Act war zu jener Zeit eine gängige Nummer unter Comedians, die kein eigenes Material hatten.[28]

Zum „Gründungsmythos von Martin & Lewis“[29] gehört die von beiden Entertainern verbreitete[29][30] und in der Literatur vielfach übernommene[31] Darstellung, dass sie sich bei einem Engagement im „500 Club“ in Atlantic City (New Jersey) zufällig kennengelernt und ihr später weltberühmtes Programm dort erstmals aufgeführt hätten. Tatsächlich hatten sich Martin und Lewis bereits im Herbst 1944 in privatem Umfeld kennengelernt. Beide gastierten zu dieser Zeit wiederholt in den gleichen Clubs, erschienen aber nicht gemeinsam auf der Bühne. Im März 1946 kam es im New Yorker „Havanna-Madrid Club“ am Broadway zu einem ersten gemeinsamen Auftritt. Nach dem regulären Ende einer Show, in der beide mit eigenen Programmen aufgetreten waren, kamen sie noch einmal gemeinsam auf die Bühne und improvisierten als „außerprogrammmäßige Zugabe“[32] „eine hemmungslose Klamauknummer“,[33] das außergewöhnlichen Beifall beim Publikum fand.[32] Martin und Lewis wiederholten die Auftritte noch einige Male, ohne die Absicht, daraus eine reguläre Nummer zu machen. Als jeder von ihnen wenig später eigene Engagements in getrennten Clubs annahm, gerieten die gemeinsamen Auftritte zunächst in Vergessenheit.

Ab Anfang Juli 1946 hatte Lewis ein Engagement im „500 Club“ in Atlantik City, der formal „Skinny“ D'Amato gehörte und von Beobachtern dem Umfeld der organisierten Kriminalität zugeordnet wird.[34] Ab dem 25. Juli 1946 trat auch Martin im „500 Club“ auf. Wie es zu einer Verpflichtung Martins kam, wird unterschiedlich dargestellt. In seiner Autobiografie von 1982 erklärte Lewis, er habe Skinny D'Amato gebeten, Martin anstelle des angeblich unbeliebten Clubsängers Jack Randall zu engagieren.[35] Andere behaupten, Martins damaliger Manager habe ihm das Engagement verschafft und zugleich darum gebeten, Lewis' vor dem Ablauf stehenden Vertrag zu verlängern.[36]

Im „500 Club“ bauten sie auf dem auf, was sie einige Monate zuvor bereits bei ihren Zusatzauftritten im Havanna-Madrid aufgeführt hatten. Lewis unterband Martins Versuche, zu singen, indem er beispielsweise das Saallicht ausschaltete oder Lärm produzierte; beide bezogen das Publikum in ihre Handlungen mit ein.[37] Die Reaktionen des Publikums und die Kritiken in der Presse waren überschwänglich. Martin und Lewis „entfesselten Lachstürme und stahlen allen anderen die Show“.[38] Zu dieser Zeit übernahm Abner „Abby“ Greshler das Management von Martin & Lewis.[39] Als PR-Agent wurde George Evans verpflichtet, der einige Jahre zuvor bereits wesentlich zum Hype um Frank Sinatra beigetragen hatte.[40] Unter Greshlers Management wurden Martin & Lewis bald eines der erfolgreichsten Comedy-Duos aller Zeiten. Sie spielten in den bekanntesten Nachtclubs der USA, unter ihnen das Copacabana in New York, das Chez Paree in Chicago und das Slapsy Maxie's in Los Angeles, und in kurzer Zeit vervielfachte sich die Einnahmen. Ihre Wochengage betrug anfänglich 750 US-$, verdoppelte sich im Laufe des folgenden Jahres und war bis Anfang 1948 auf 3.000 US-$ angestiegen. Zu dieser Zeit betrug das durchschnittliche Jahreseinkommen 1.400 $. 1949 erhielten sie im Flamingo in Las Vegas bereits 15.000 $.[41]

Martin & Lewis war in erster Linie ein Live-Act, der landesweit auf Bühnen in Nachtclubs aufgeführt wurde. Nach einiger Zeit erhielten beide eigene Radio-Shows und Fernsehsendungen wie der Colgate Comedy Hour und ab 1949 wurde das Format auf das Medium Spielfilm übertragen. Bis 1956 entstanden 16 abendfüllende Filme, die die bekannte Rollenverteilung zwischen Martin und Lewis übernahmen.

Die Martin-&-Lewis-Filme[Bearbeiten]

Seine ersten 16 Spielfilme drehte Martin zusammen mit Jerry Lewis. In ihrem ersten Werk My Friend Irma hatten beide nur Nebenrollen – sie spielten die Inhaber eines Fruchtsaftstandes – , allerdings waren sie die einzigen, die gute Kritiken erhielten.[42] Darauf aufbauend, konzipierte der Produzent Hal Wallis für Paramount Pictures eine Reihe von Spielfilmen, die unmittelbar auf Martin und Lewis zugeschnitten waren. Er übernahm das bewährte Showkonzept der beiden und übertrug es auf abendfüllende Filme. Martins Gesang und Lewis' Klamauk wurde dabei in unterschiedliche Rahmenhandlungen eingebettet, darunter das Militär (Krach mit der Kompanie, Originaltitel „At War With The Army“, 1951, und Schrecken der Division/„Jumping Jacks“, 1952), die Marine (Seemann, paß auf/„Sailor beware“, 1952), das Showbusiness (Der Prügelknabe/„The Stooge“, 1951), die Zirkuswelt (Im Zirkus der drei Manegen/„Three Ring Circus“, 1954) und den Geheimdienst (Der Agentenschreck/„Artists and Models“, 1955). Mit Wo Männer noch Männer sind („Pardners“, 1956) entstand schließlich auch ein Western. Alle Martin-und-Lewis-Filme hatten das Nebeneinander „eines friedlichen Halbidioten und eines smarten Schönlings“[43][44] zum Gegenstand. Sie thematisierten Männerfreundschaften zwischen sehr unterschiedlichen Charakteren, die durch verschiedene Zwischenfälle auf die Probe gestellt und schließlich doch bestätigt wurden.

Charakterisierung: Sex und Slapstick[Bearbeiten]

Das Bühnenprogramm von Martin & Lewis und später auch die gemeinsamen Filme waren von dem Gegensatz des smarten Dean Martin zum kindischen Jerry Lewis geprägt. Jerry Lewis beschrieb ihr Programm rückblickend als „ein Leierkastenmann und ein Affe“.[45] War Lewis' Rolle anfänglich auf infantilen Klamauk ausgerichtet, baute er seine Rolle im Laufe der Zeit zum „jammernden, unterwürfigen Trottel“[46] aus, der das Gegenstück - die Inversion - zum coolen, selbstsicheren Martin war.[47] Zugleich verstärkte Lewis' Rolle den Eindruck von Martins Coolness.[48] Andere Untersuchungen gingen weiter und vermuteten eine latente homosexuelle Beziehung zwischen Martin und Lewis.[49]

Trennung[Bearbeiten]

1956 trennten sich Martin und Lewis nach zehnjähriger Zusammenarbeit. Bereits seit 1953 hatte es wiederholt Spannungen zwischen beiden Partnern gegeben. Einer der Auslöser war Martins Eindruck, Lewis würde die gemeinsamen Auftritte und Filme dominieren; Martins Sohn Ricci spricht von der Übernahme der künstlerischen Kontrolle durch Lewis, die diktatorische Qualitäten erreicht hätte.[50] Lewis wiederum hielt seinen Partner für überempfindlich und sprach ihm jegliches Interesse an der Weiterentwicklung ihres Acts ab.[51] Während Lewis die Beziehung zwischen ihm und Martin für eine Freundschaft hielt, sah Martin sie als bloße Geschäftsbeziehung an.[50] Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine persönliche Aversion, die dazu führte, dass beide während der Dreharbeiten zu ihren letzten zwei Filmen nicht mehr miteinander sprachen. Am 18. Juni 1956 verkündeten sie gemeinsam die Trennung des Teams. Um bestehende Verträge zu erfüllen, gaben sie in den nächsten Wochen noch mehrere Auftritte. Die letzte gemeinsame Vorstellung fand am 24. Juli 1956 im 500 Club in Atlantic City statt, in dem zehn Jahre zuvor die gemeinsame Karriere begonnen hatte. In den folgenden Monaten trugen beide eine Kontroverse über die Medien aus, in die auch Martins zweite Ehefrau einbezogen wurde[52][50] und die erst im Frühjahr 1957 endete.

Martin kommentierte die Zeit mit Lewis rückblickend wie folgt: „Die klügste Entscheidung meines Lebens war es, mich mit Jerry zusammenzutun. Die zweitklügste war es, mich von ihm zu trennen“.[53]

Martin und Lewis hatten in den folgenden Jahren kaum Kontakt. 1957, 1960 und 1968 kam es zu kurzen, zumeist zufälligen Zusammentreffen.[54] Erst im September 1976 waren beide wieder gemeinsam öffentlich zu sehen. Anlässlich eines von Lewis moderierten Telethon zugunsten von Muskeldystrophie-Patienten in Las Vegas brachte Frank Sinatra, der als Gast eingeladen war, unangekündigt Dean Martin auf die Bühne. Beide improvisierten einen kurzen Smalltalk, brachten aber keine gemeinsame Nummer.[55] 1989 kam es noch einmal zu einem gemeinsamen Auftritt, als Lewis seinem ehemaligen Filmpartner auf der Bühne zu dessen 72. Geburtstag gratulierte.[56]

Dean Martin als Solokünstler[Bearbeiten]

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Jerry Lewis konzentrierte sich Martin auf seine Bühnenarbeit, die ihn auch in die amerikanische Provinz führte. Der Neuanfang war schwierig, seine Erfolge beim Publikum und den Kritiken waren begrenzt.[50] Kritiker verglichen ihn mit Lewis, dessen Filme und Schallplatten sofort erfolgreich waren, und meinten, ohne Lewis sei Martin allenfalls ein durchschnittlicher Entertainer „mit wenig Humor und begrenztem Charme.“[57]

Entertainer[Bearbeiten]

Casinos und Nachtclubs[Bearbeiten]
Riviera Casino in Las Vegas

Im März 1957 trat Dean Martin erstmals als Solokünstler in Las Vegas auf; seine Gage belief sich auf 25.000 US-$ pro Woche. Seine 38-minütige Show im Sands Hotel wurde vom Publikum und von den Kritiken begeistert aufgenommen.[58][59] Er war der Grundstein für eine mehr als drei Jahrzehnte dauernde Bühnenpräsenz in Las Vegas. waren seine Shows fester Bestandteil des Entertainments in den Spielcasinos. Von März 1957 bis in die späten 1960er-Jahre hinein war Martin bei seinen Las-Vegas-Auftritten exklusiv an das Sands Hotel gebunden, mit dem mit dem unter anderem auch Frank Sinatra verbunden war. Seine wöchentliche Gage belief sich anfänglich auf 25.000 US-$;[57] im Laufe der Jahre wurde sie vervielfacht. 1969 wechselte Martin zum Riviera Las Vegas, an dem er zuvor zehn Prozent der Anteile übernommen hatte. Die Verbindung zum „Riv“ endete im März 1972.[60] Ab 1973 trat er schließlich regelmäßig im MGM Grand Hotel auf. Martin gastierte üblicherweise zweimal jährlich für jeweils sechs Wochen in Las Vegas.[57] In dieser Zeit gab er zumeist zwei, teilweise auch drei Shows pro Abend. In die Sands-Ära 1960er-Jahren fielen die legendär gewordenen Auftritte des Rat Pack, an denen Frank Sinatra, Sammy Davis Jr., Peter Lawford und Joey Bishop teilnahmen.

Neben seinen Engagements in Las Vegas ging Martin auch landesweit auf Tournee. Er gab Gastspiele in der Cal Neva Lodge, an der Frank Sinatra einen Anteil hielt, in der Villa Venice in Chicago und in zahlreichen anderen Nachtclubs. Auftritte im Ausland waren dagegen sehr selten. Nachdem eine Tournee durch Großbritannien und Frankreich 1953 in einem Eklat geendet hatte,[61] vermied Martin Engagements in Europa nach Möglichkeit.[62] 1984 spielte Martin erstmals seit langem wieder in London und im Moulin Rouge in Paris.[63]

Im März 1988 startete Martin zusammen mit Frank Sinatra und Sammy Davis jr. nochmals eine gemeinsame Konzerttournee („Together Again“). Vorgesehen waren 40 Shows in 29 amerikanischen und kanadischen Städten;[64] Sponsor war American Express. Sinatra ließ die Tour organisieren. Ursprüngliche Planungen hatten eine Reise mit einem Sonderzug einschließlich eigenem Waggon für die Bar vorgesehen;[65] diese Idee ließ sich allerdings nicht umsetzen. Martin machte nur zögerlich mit und zeigte seinen Widerwillen sowohl hinter als auch auf der Bühne deutlich. Bekannt wurde eine Szene aus einem Konzert in Oakland, bei der er eine Zigarette ins Publikum warf und sagte: „I wanna go home“.[65] Letztlich schied er bereits nach einer Woche aus. Dem war ein Streit mit Sinatra über Martins angeblich mangelhafte Gesangsdarbietung vorausgegangen; in der Öffentlichkeit wurden allerdings gesundheitliche Schwierigkeiten Martins als Grund für sein Ausscheiden angegeben.[66] Liza Minnelli ersetzte ihn.[67] Im April stand er bereits wieder auf der Bühne des Bally’s Las Vegas. Dort gab er am 29. Juli 1991 in gesundheitlich stark angeschlagenem Zustand sein letztes Konzert.[68]

Martins Zielgruppe waren in erster Linie männliche Casino-Besucher. In einem Interview sagte Martin: „Ich spiele nicht für Frauen, sondern für Männer. Hinter jeder schönen Frau steht ein Mann, der die Rechnung bezahlt. Der kommt nicht wieder, wenn ich sein Mädchen anmache.“[69] Martin änderte das Programm seiner Shows bis zuletzt nicht.[70] Bei seinen letzten Auftritten wurde Martin von Kritikern als veraltet und „unhip“ bezeichnet.[71]

Der Drunk Act[Bearbeiten]
Aus Pennies From Heaven wurde Bourbon From Heaven: Dean Martins Drunk Act

Eine Besonderheit Martins war der „Drunk Act“, der ab 1958 zu einem prägenden Merkmal seiner Bühnenauftritte wurde. Martin spielte dabei einen angetrunkenen Entertainer, der mit eingeschränkter Wahrnehmung versuchte, durch die Show zu führen. Die Idee zu diesem Konzept stammte von dem Texter Ed Simmons.[72] Er war eine Reaktion darauf, dass Martin nach der Trennung von Jerry Lewis zunächst mit mäßigem Erfolg in kleinen Clubs sang. Der Drunk Act war der Versuch, Martins Bühnenauftritten einen besonderen Charakter zu verleihen und ihn so aus der Masse anderer Sänger hervorzuheben.[73] Die Rolle knüpfte an die Auftritte des Entertainers Joe E. Lewis an, der sie in ähnlicher Weise bereits seit den 1930er Jahren auf Bühnen gezeigt hatte. Martin nahm bei seinen Shows vielfach ausdrücklich Bezug auf Lewis und zitierte ihn wie folgt:

Remember the great words of Joe E. Lewis: He said you're not drunk as long as you can lay on the floor without holding on.”

Erinnern wir uns an die großen Worte von Joe E. Lewis: Man ist nicht betrunken, solange man noch am Boden liegen kann, ohne sich festhalten zu müssen.“[74]

Bereits zu Beginn seiner Shows wurde Dean Martins angebliche Alkoholisierung thematisiert. Vielfach wurde er als direkt von der Bar kommend angekündigt („And now the star of our show: Direct from the bar: Dean Martin“). Zum „Drunk Act“ Martins gehörten ein unsicherer Gang und eine Orientierungslosigkeit – so fragte Martin zu Beginn einer Show gelegentlich seinen Pianisten: „Which way is the audience?“ („In welcher Richtung ist das Publikum?“) –, ferner eine undeutliche Aussprache, Verständigungsschwierigkeiten mit Bühnenpartnern bzw. dem Orchester sowie das Vergessen von Liedtexten, was dazu führte, dass Martin seine Lieder oft schon nach kurzer Zeit abbrach oder vorzeitig mit Witzen zum Ende brachte („Throw-Aways“).[75] Scheinbar komplizierte Liedtexte veränderte Martin; so wurde aus George Gershwins Standard Embraceable You bei Martin Braceembable you, andere Lieder erhielten vollständig neue Texte – aus When You’re Smiling machte Martin häufig When You're Drinking.[76] Martin griff dabei vielfach auf Texte zurück, die Sammy Cahn für ihn zielgerichtet verändert hatte. Nach eigenen Worten „hasste“ er „Typen, die ernsthaft singen“[77] und forderte Zuschauer, die ihn ernsthaft singen hören wollten, auf, doch lieber ein Album zu kaufen.

Martin kultivierte den Drunk Act auch im Privaten. Das ging so weit, dass er einen seiner Privatwagen, einen Stutz Blackhawk, mit dem KFZ-Kennzeichen DRUNKY zuließ.[78] Auf der Bühne kommentierte er seinen angeblichen Alkoholkonsum gelegentlich humorvoll („Oh, ich trinke nicht mehr. Ich trinke aber auch nicht weniger!“).

Schauspielerkollegen und Geschäftspartner bestätigten, dass Martin in den 1960er- und 1970er-Jahren auf der Bühne nie wirklich betrunken gewesen sei.[31] Er sei immer zuverlässig gewesen, habe seine Einsätze gekannt und die Show beherrscht. Es sei vorgekommen, dass Sinatra bei einem Auftritt betrunken war. In diesen Fällen habe Martin spontan die Führung übernommen und die Show zu Ende gebracht.[79] Im Geschäftsleben ging Martin erkennbar auf Distanz zu seiner Rolle. Im Hinblick auf die für den produzierenden Sender sehr teure Dean-Martin-Show fragte er einen Journalisten: „Würde NBC so viel Geld für einen Betrunkenen ausgeben?“[80]

Schauspieler[Bearbeiten]

Martins Partner in Rio Bravo: John Wayne

1949 begann Martins Engagement als Schauspieler, mit er dem neben der Gesangs- und der Bühnenkarriere ein drittes Standbein etablierte.

Nach der Trennung von Jerry Lewis setzte Martin seine Filmkarriere allein fort, wobei er zunächst Angebote akzeptierte, die deutlich schlechter bezahlt waren als in der Martin-and-Lewis-Ära. Sein erster Film ohne Lewis, die Joe-Pasternak-Komödie Zehntausend Schlafzimmer („Ten Thousand Bedrooms“, 1957), knüpfte an Martins frühere Rollen an und enthielt mehrere Gesangsszenen. Anders als Jerry Lewis' erstes Soloprojekt Der Held von Brooklyn („The Delicate Delinquent“), das von den Kritiken gelobt und vom Publikum geschätzt wurde, war Zehntausend Schlafzimmer ein finanzielles Fiasko[81] und hätte nach Einschätzung von Beobachtern das Ende von Martins Schauspielerkarriere bedeuten können. Auf Druck der MCA erhielt Martin danach anstelle des eigentlich vorgesehenen Tony Randall eine Rolle in Edward Dmytryks mit Marlon Brando, Montgomery Clift und Maximilian Schell „hochkarätig besetzem Kriegsdrama“[82] Die jungen Löwen, in dem er schauspielerisch überzeugte[83] und zeigte, „dass er mehr kann als nur der große Bruder von Jerry Lewis zu sein“.[82] Dieser Film wird vielfach für Martins Durchbruch als seriöser Schauspieler gehalten.[84] In den folgenden Jahren entstanden Verdammt sind sie alle und Howard Hawks' Western Rio Bravo. Sie gelten als Martins beste Filme, [85] in denen er hohe Professionalität und schauspielerische Qualitäten zeigte. Martin sah seine an der Seite von John Wayne und Ricky Nelson gespielte Rolle als alkoholkranker Hilfssheriff Dude in Rio Bravo rückwirkend als die größte Herausforderung an.

In den 1960er-Jahren drehte Martin jährlich mehrere Spielfilme, die teilweise von seinem Unternehmen Claude Productions co-produziert wurden. Viele dieser Filme waren mit Stars wie John Wayne, Robert Mitchum, Rock Hudson, Alain Delon oder Burt Lancaster hochkarätig besetzt. Martin deckte mit ihnen unterschiedliche Genres ab und zeigte seine Vielseitigkeit, erreichte aber nicht mehr das schauspielerische Niveau, das er bei Rio Bravo gezeigt hatte. Neben Musicals wie Vincente Minnellis Anruf genügt... Komme ins Haus, eine in der Kritik hoch gelobte Verfilmung des Broadway-Stücks Bells Are Ringing, und Western wie Bandolero oder Die vier Söhne der Katie Elder entstanden immer wieder Komödien, die häufig – wie beispielsweise Alles in einer Nacht[86] – als anspruchslos gemacht kritisiert wurden. Eine Ausnahme war Billy Wilders kommerziell erfolgloser Film Küss mich, Dummkopf, ein „zynischer Streifen über Starrummel“,[87] in dem Martin sich mit deutlicher Distanz selbst karikierte.[88]

Eine Sonderrolle nahmen die vier Spionagekomödien der Matt-Helm-Serie ein, die Martin von 1966 bis 1969 für Columbia Pictures drehte. In diesen parodistisch angelegten[89] Filmen stellte Martin einen im Halbruhestand befindlichen Geheimdienstagenten dar, der ein amerikanischer Gegenentwurf zum britischen James Bond ist.[90] Die Filme plakatierten und überspitzten den Einrichtungs- und Bekleidungsstil der 1960er-Jahre[91] und spielten bewusst mit Martins Image als „cooler Herzensbrecher“.[92] Martin, der jeweils neben europäischen Gaststars wie Daliah Lavi, Elke Sommer oder Senta Berger spielte, brachte Dino, Desi & Billy, die Beatband seines Sohnes Dean Paul, in einem der Filme unter[91] und ließ Witze über Frank Sinatra ins Drehbuch einbauen. Von den vier Filmen der Reihe war nur der erste erfolgreich; die Produktion eines anfänglich geplanten fünften Films wurde gar nicht erst in Angriff genommen. Martins letzter kommerziell erfolgreicher Film war Airport (1970). Nachdem er seit 1975 gar keine Filme mehr gedreht hatte, wirkte er 1981 an der erfolgreichen[93] Komödie Auf dem Highway ist die Hölle los und zwei Jahre später auch an deren missglückter Fortsetzung Auf dem Highway ist wieder die Hölle los mit, die als absoluter Tiefpunkt seiner Filmkarriere angesehen wurde.[94] Das waren Martins letzte Spielfilme.

Martin arbeitete seit den 1960er-Jahren am Set üblicherweise sehr zügig. Der jeweilige Regisseur bereitete die Szenen so für ihn vor, dass Martin „seine Auftritte ruckzuck abarbeiten konnte“ (Michael Gordon).[95] Martin ließ für jede Szene zumeist nur einen Probedurchlauf zu.[96]

Dean Martins Fähigkeiten als Schauspieler werden unterschiedlich beurteilt. Einige Kritiker meinten, Martin sei „der schlechteste und zugleich selbstbewussteste Schauspieler der Welt“.[97] Kollegen, die mit ihm gearbeitet hatten, sahen das vielfach anders. Howard Hawks, der Regisseur von Rio Bravo, hielt Martin hingegen für „einen verdammt guten Schauspieler, der allerdings ein wenig angetrieben werden muss“.[98] Schauspielerkollegen wie Anthony Franciosa[99] und Honor Blackman[100] hielten Martin entgegen seinem Ruf für sehr diszipliniert; er sei allerdings immer darum bemüht gewesen, nicht zu zeigen, wie viel Arbeit er in seine Rollen investiere.

Dean-Martin-Show[Bearbeiten]

Bereits zu Beginn der 1950er-Jahre hatten Dean Martin und Jerry Lewis durch einzelne Fernsehshows geführt. Nach der Auflösung des Teams brachte der Fernsehsender NBC 1958 ein Special mit der Bezeichnung Dean Martin Show;[101] diese Sendung erlebte allerdings zunächst nur eine Auflage.

1965 startete NBC eine neue „Dean-Martin-Show“, eine wöchentlich ausgestrahlte Fernsehshow, die sich schnell zu der Sendung mit den besten Einschaltquoten entwickelte – Untersuchungen ergaben einen Durchschnittswert von 38 Prozent[102] – und weltweit verkauft werden konnte. NBC hatte mit Martin lediglich einen Einjahresvertrag abgeschlossen, der ihm eine Gage von 40.000 US-$ für jede Sendung zusprach. Ungeachtet des Erfolgs der Sendung wollte Martin das Format zunächst nicht fortsetzen, da ihn seine Routine aus regelmäßigen Auftritten in Las Vegas, Film- und Schallplattenaufnahmen hinreichend beschäftigte.[103] Um ihn zum Weitermachen zu bewegen, versiebenfachte NBC Martins Gage für die folgenden drei Jahre auf 283.000 US-$ pro Sendung.[104] NBCs Muttergesellschaft RCA stürzte fast in den finanziellen Ruin, Martin aber wurde Rekordhalter bei Fernsehgagen. Einen auf 34 Mio US-$ dotierten Folgevertrag von 1967 kommentierte Martin mit den Worten: „God! I am not worth it.“ („Mein Gott, das bin ich nicht Wert“).[105]

Die Dean-Martin-Show wurde von Greg Garrison konzipiert, der auch die Regie führte. Martins Beitrag beschränkte sich jeweils auf einen Arbeitstag pro Woche.[103] Garrison bereitete die Show vor. Die Aufnahmen, an denen Martin nicht beteiligt war, wurden im Laufe der Woche vorproduziert; die Szenen mit Martin entstanden separat und wurden durch Schnitttechnik mit den vorbereiteten Aufnahmen zu einer Show verbunden.[105][106] Martin verzichtete nahezu vollständig auf Proben;[107]bei Bedarf sprang ein Double ein.[106] Er ließ sich seine Einsätze von Garrison erklären und improvisierte dann.[108] Das schuf den Eindruck von Spontaneität, die zu einem vom Publikum geschätzten Bestandteil der Sendung wurde.[105] Einige Gäste, die vor der Aufzeichnung mit einem Dean-Martin-Double proben mussten, fanden diese Arbeitsweise allerdings unprofessionell; die Country-Sängerin Loretta Lynn etwa bezeichnete die Arbeit an der Dean-Martin-Show als „Mess“ (Chaos) bezeichnete.[109] Musikalischer Berater war Ken Lane, der Martin seit 1957 bei Live-Auftritten und im Fernsehen begleitete. Als Ballettformation dienten die Gold Diggers (ab 1971: Die Ding-A-Ling-Sisters).[110]

Mit zunehmender Laufzeit geriet die Dean Martin Show in die Kritik. Die Presse bemängelte in den 1970er-Jahren Martins „Trinkerwitze, Mädchenwitze und Zweideutigkeiten“[111] vielfach als unzeitgemäß, sexistisch und erniedrigend.[112]

Mit Ablauf des Jahres 1974, in dem die Sendung in The Dean Martin Comedy Hour umbenannt worden war, wurde sie eingestellt. Bis 1984 brachte NBC mit geändertem Format 29 Auflagen des The Dean Martin Celebrity Roast heraus, in der komödiantische Beiträge mit Prominenten gezeigt wurden. Garrison produzierte die Show auf die gleiche Weise wie den Vorgänger: Die Beiträge der Gäste und die Martins wurden zeitlich und räumlich voneinander getrennt aufgenommen und vor der Sendung im Schnitt zusammengefügt.[113]

Sänger[Bearbeiten]

Erfolgreicher als Martins Filme waren seine Schallplatten. Von 1946 bis 1983 spielte Martin etwa 60 Alben ein, von denen 12 in den USA Gold-Status erreichten.[114]

Stil und Vorbilder[Bearbeiten]
Stilistisches Vorbild: Bing Crosby
Wollte wie Dean Martin singen können: Elvis Presley

Martin, der von sich selbst behauptete, keine Noten lesen zu können, nahm 1935 und 1936 zeitweise Gesangsunterricht. Er richtete seinen Gesang vornehmlich am Stil von Bing Crosby aus;[31] seine Vorbilder waren darüber hinaus die Mills Brothers.[11] Bis in die frühen 1950er-Jahre wurde er in der Presse immer wieder mit Bing Crosby verglichen. Eine Anmerkung, dass er inzwischen fast wie Crosby klinge, kommentierte er mit dem Hinweis, dass andere meinten, Crosby klinge fast wie Martin. Martins Gesangsstil beeinflusste einige spätere Musiker. Insbesondere Elvis Presley war ein bekennender Dean-Martin-Fan,[115] der wiederholt erklärte, er wünsche sich, wie Dean Martin singen zu können.[31]

Martin arbeitete im Laufe der Jahre mit unterschiedlichen Bands zusammen. In der Martin & Lewis-Ära griff das Team exklusiv auf das Orchester von Dick Stabile zurück, das sie im Tonstudio und im Fernsehen, vielfach aber auch auf der Bühne begleitete. Mitte der 1956 trennte sich Martin von Stabile. Bei Studioaufnahmen arbeitete er daraufhin mit dem Gus Levene Orchestra zusammen. Bei Live-Auftritten ließ sich von den Hausbands der jeweiligen Nachtclubs begleiten, in denen er auftrat; im Sands Hotel etwa war es über lange Jahre das Orchester von Antonio Morelli.[116] 1957 machte Martin Ken Lane zu seinem exklusiven Pianisten, den er bereits aus der Martin-&-Lewis-Ära kannte, als Lane im Auftrag des Filmstudios Paramount beiden Gesang- und Sprechunterricht gegeben hatte. Lane begleitete Martin bei jedem Auftritt, arrangierte das Material und stellte die Verbindung zu den unterschiedlichen Bands her. Er wurde Martins Stichwortgeber und übernahm vielfach die Rolle des „Straight Man“, also Martins seriösem Gegenspieler. Die Zusammenarbeit mit Lane dauerte bis zu Martins letztem Bühnenauftritt 1991.

Im Laufe der Jahre spielte Martin immer wieder italienische oder italienisierte Lieder ein, die er seit den 1940er-Jahren regelmäßig auf der Bühne sang und die zu seinem Markenzeichen wurden.[117] Teilweise handelte sich dabei um neu geschriebene Lieder, die vereinzelte italienische Volkabeln oder Textzeilen enthielten und in einem italienisch anmutenden Stil arrangiert waren; das galt beispielsweise für That’s Amore, Martins ersten größeren Erfolg für Capitol aus dem Jahr 1953. Andere Einspielungen Martins wie etwa Volare (1958) stellten mehr oder weniger werkgetreue Übersetzungen italienischer Lieder dar (in diesem Falle von Domenico Modugnos Lied Nel blu dipinto di blu), oder sie verwendeten lediglich bekannte Melodien italienischer Klassiker für völlig eigenständige Texte. Letzteres traf etwa auf There’s no tomorrow zu, das Martin zur Melodie des neapolitanischen Schlagers ’O sole mio sang.[118] Capitol verwendete den Italienbezug allerdings auch themenübergreifend. So ließ man Martin auf Swingin’ Down Yonder, seinem zweiten Studioalbum aus dem Jahr 1955, die „großartigen Songs der Südstaaten (...) im modernen neapolitanischen Stil“ interpretieren. Er verleihe diesen Liedern dabei „ein Flair, das so frisch und fantasievoll ist wie ein Frühstück aus texanischen Kuhbohnen und Pizza“.[119]

Entwicklung: Hits bei Capitol und Reprise[Bearbeiten]
Dean Martins erster Nummer-1-Hit: Memories are made of this

Im Juli 1946 machte Martin seine ersten kommerziellen Plattenaufnahmen. Für die Diamond Record Company spielte er, begleitet von Nat Brandwynne und dem Salonorchester des Hotels Waldorf Astoria, vier Lieder ein, die allerdings nur regional verkauft wurden.[120] Im November 1947 folgten sechs weitere Aufnahmen für Apollo Records.[121]

1948 schlossen Martin und Lewis einen Schallplattenvertrag mit Capitol Records ab. Anfänglich hatte Capitol geplant, das Comedy-Programm der Künstler als Schallplattenproduktionen herauszubringen. Eine erste gemeinsame Einspielung („That Certain Party“) war allerdings am Markt und in der Kritik erfolglos.[117] Capitol entschied sich daher dafür, Martin künftig als ernsthaften Solokünstler zu produzieren.[122] Martin blieb bis 1962 bei Capitol. Er hatte in dieser Zeit einige Erfolge mit Liedern im italienischen Stil. Sein erster Nummer-eins-Hit Memories Are Made of This,[123] der am 14. Januar 1956 den Spitzenplatz der Charts erreichte und sich dort fünf Wochen lang hielt, hatte allerdings keinen italienischen Hintergrund; er war im Folk-Stil arrangiert.

Mitten im Jahr 1962 wechselte Martin von Capitol zu dem von Frank Sinatra gegründeten Label Reprise Records. In schneller Folge entstanden mehrere Alben, die unterschiedlichen Themenbereichen zugeordnet waren. Das erste, von Neal Hefti arrangierte und produzierte Album French Style beinhaltete Lieder, die einen Bezug zu Frankreich herstellen sollen, unter ihnen Martins Interpretation von La vie en rose. Wenig später folgten das ähnlich konzipierte Album Dino Latino mit italienisierten Liedern und zwei Produktionen Country-Stil. 1964 schließlich nahm Martin noch einmal „Everybody Loves Somebody (Sometime)“ auf, ein von seinem Pianisten Ken Lane 1948 geschriebenes Lied, das 1949 von Frank Sinatra eingespielt worden war und auch Martin im gleichen Jahr bereits in einer Radiosendung von Bob Hope gesungen hatte. Martins Neuaufnahme von 1964 wurde zu seinem zweiten Nummer-1-Hit und zum ersten für Reprise Records. Sie stand am 15. August 1964 für eine Woche an der Spitze der Hot 100 und verdrängte A Hard Day's Night von den Beatles von der Spitzenposition.[124] Das Lied wurde in den folgenden Jahren zu einem Markenzeichen Martins. Er sang es regelmäßig bei seinen Bühnenauftritten. Bei der ersten Ausgabe der Dean-Martin-Show war es die Eröffnungsnummer, und auch in Martins vorletztem Spielfilm Auf dem Highway ist die Hölle los sang er einige Textzeilen des Liedes. Die Titelzeile ist auch auf Martins Grabplatte eingraviert.

Martin nahm bis 1967 regelmäßig mindestens vier Alben pro Jahr auf, ab 1968 kam nur noch ein neues Album jährlich heraus,[125] die von Jimmy Bowen und später auch von Martins Sohn Ricci produziert wurden. Stilistisch vollzog Martin in dieser Zeit den Wechsel von Swing zu Easy Listening. Der Erfolg seiner Aufnahmen ließ in den 1970er-Jahren so weit nach, dass Reprise einige Jahre lang gar keine Martin-Platten mehr auf den Markt brachte. Das 1974 aufgenommene Album Once In A While, das zahlreiche neu arrangierte Klassiker aus den 1930er-Jahren enthielt, kam erst mit vierjähriger Verzögerung 1978 heraus.[126] Martins letztes Album war die Country-Pop-Produktion Nashville Sessions. Sie wurde 1983 im Anschluss an seinen erfolgreichen Spielfilm Auf dem Highway ist die Hölle los veröffentlicht und erreichte Platz 49 in den US-Country-Charts.[127] Für das Lied Since I Met You Baby drehte Martin zudem sein einzigesMusikvideo.[128] 1985 nahm Martin mit der Single L.A. is my home letztmalig eine Schallplatte auf. Sie ist heute eine Rarität.

Frank Sinatra und „The Rat Pack“[Bearbeiten]

Freund, Bühnen- und Geschäftspartner: Frank Sinatra

Dean Martins Bekanntschaft mit Frank Sinatra reichte bis ins Jahr 1944 zurück, als Martin im New Yorker Musikklub „Rio Bamba“ für ihn einsprang. Über die berufliche Zusammenarbeit hinaus bestand zwischen beiden auch eine persönliche Beziehung. Martin für Sinatra Sympathie, während Sinatra Martin bewunderte. Bereits zu Beginn der 1950er Jahre gasteierte Sinatra mehrfach in Fernsehshows von Martin und Lewis; ab 1957 war Martin dann häufig Gast in Sinatras Fernsehshows und umgekehrt Sinatra bei ihm. Im Oktober 1958 nahmen sie bei Capitol zusammen das Album Sleep Warm auf, für das Sinatra die Orchesterleitung übernahm. Ende Januar 1959 traten die beiden erstmals für ein gemeinsames Konzertengagement in Las Vegas auf die Bühne, nachdem sie zuvor für den Film Verdammt sind sie alle (Some Came Running, 1958) auch zum ersten Mal zusammen vor der Filmkamera gestanden hatten. 1961 wechselte Martin im Gefolge Sinatras von Capitol zu dessen neu gegründeter Plattenfirma Reprise.

Ab Januar 1960 traten Martin und Sinatra regelmäßig gemeinsam mit Sammy Davis Jr., Peter Lawford und Joey Bishop auf, was ihnen die Bezeichnung „The Rat Pack“ einbrachte, in Anlehnung an den „Rat Pack“ genannten Freundeskreis der Fünfziger Jahre um Humphrey Bogart, zu dem von den Fünfen aber nur Sinatra gehört hatte. Anfänglich hatten Sinatra, Martin, Davis, Lawford und Bishop ihre Gruppe The Clan genannt, während Sinatra The Chairman (der Vorsitzende) war. Im Hinblick auf die Verwechselbarkeit mit dem Ku-Klux-Klan änderten sie den Namen allerdings bald in Rat Pack. Die gemeinsamen Auftritte nannten sie The Summit (den Gipfel). Die weitgehend improvisierten, mit vielen Witzen und Klamauk verbundenen Auftritte des „Rat Pack“ hatten in ihrem Mangel an Konventionalität und Vorhersehbarkeit strukturelle Ähnlichkeiten mit den frühen Acts von Martin & Lewis.[129]

Das Rat Pack dominierte mit ihren zahlreichen Programmen das amerikanische Showbusiness und insbesondere die Bühnen von Las Vegas ein halbes Jahrzehnt lang. Parallel zu den Konzerten entstanden gemeinsame Filme wie Frankie und seine Spießgesellen (1960), Die siegreichen Drei (1962), Vier für Texas (1963) und Sieben gegen Chicago (1964). Mitte der 1960er Jahre endeten die regelmäßigen Auftritte des „Rat Pack“, doch standen Martin, Davis und Sinatra auch in den 1970er und 1980er Jahren gelegentlich noch gemeinsam auf der Konzertbühne.

Familie und Persönliches[Bearbeiten]

Familie[Bearbeiten]

Dean Martin war dreimal verheiratet und hatte sieben leibliche Kinder. Zu seiner Familie gehörte außerdem der Schauspieler und Entertainer Leonard „Bananas“ Barr. Er war der jüngere Bruder von Martins Mutter.[130]

Ehen und Partnerschaften[Bearbeiten]

Dean Martins erste Ehefrau war Elizabeth Anne „Betty“ Martin, geb. McDonald. Die 1941 geschlossene Ehe wurde 1949 geschieden. Zwei Tage nach der Scheidung heirate Martin die im März 1927 in Florida geborene Dorothy Jane „Jeannie“ Biegger.[131] Die Ehe wurde 1973 geschieden. In dieser Zeit hatte er zahlreiche Affären, unter anderem mit der amerikanischen Schönheitskönigin Gail Renshaw,[132][133] Bing Crosbys Schwiergertochter Peggy Crosby und die Schauspielerin Phyllis Davis.[134] 1973 ging Martin die Ehe mit Catherine „Cathy“ Hawn ein, die 1976 geschieden wurde. Seit den 1980er-Jahren lebte Martin wieder mit seiner zweiten Frau Jeannie zusammen, ohne allerdings erneut die Ehe zu schließen.[31]

Kinder[Bearbeiten]

Dean Martins 1948 geborene Tochter Deana

Aus der Beziehung zu Betty McDonald gingen vier Kinder hervor: Stephen Craig (* 1942), Claudia (16. März 1944 – 2001), Barbara Gail (* 1945) und Deana (* 1945).

Martin und Biegger hatten drei gemeinsame Kinder: Dean Paul (* 17. November 1951; † 21. März 1987), Ricci James (* 1953) und Gina (* 1956). Seit 1957 lebten die vier Kinder aus erster Ehe in einem gemeinsamen Haushalt mit Martins neuer Familie in Beverly Hills; Martin hatte seit dieser Zeit für sie das alleinige Sorgerecht,[135] das zuvor bei der Mutter gelegen hatte.

Cathy Hawn brachte aus einer früheren Beziehung eine Tochter mit in die Ehe, die von Dean Martin adoptiert wurde.

Mehrere von Martins Kinder waren zeitweise ebenfalls im Showbusiness tätig:

  • Dean Paul gründete Mitte der 1960er-Jahre die Beatband Dino, Desi & Billy. Später trat er als Schauspieler auf. Seine bekannteste Rolle war die des Billy Haynes in der Fernsehserie Die Spezialisten unterwegs. Dean Paul starb 1987 bei einem Flugzeugabsturz.
  • Claudia Martin spielte seit ihrer Kindheit in zahlreichen Fernsehserien und gelegentlich auch in Spielfilmen mit.[136]
  • Deana Martin ist seit den späten 1960er-Jahren als Sängerin und Entertainerin tätig.[137]
  • Ricci Martin ist Musikproduzent und Entertainer. Er produzierte die letzten drei Studioalben seines Vaters und verfasste 2002 eine Biografie über ihn.

Persönliches[Bearbeiten]

Ungeachtet des Bildes, das er in der Öffentlichkeit abgab, galt Martin im Persönlichen als extrem verschlossen. Schon als Kind zog er sich oft zurück.[138] Spätere Weggefährten und die Mitglieder seiner Familie berichten übereinstimmend, dass er sich selbst genug[139] und an privater Kommunikation nicht interessiert gewesen sei; das habe auch für seine eigenen Kinder gegolten.[140] Enge Freunde hatte er nicht. Seine Ehefrau Jeannie meinte, auch ihr sei es nicht gelungen, hinter seine Fassade zu dringen: „Ich kenne ihn nicht“. Entweder sei er der komplizierteste Mensch der Welt oder der einfachste.[141][142]

Zu den Menschen, denen Martin nahe stand, gehörte vor allem sein langjähriger Assistent Mack „Killer“ Gray, den er in den späten 1950er-Jahren von George Raft übernommen hatte und der als sein engster Freund galt.[143][144] Daneben waren auch der Texter Sammy Cahn, der Schauspieler Stewart Granger[139] sowie Frank Sinatra zu seinem engeren Umfeld zu rechnen,[142] wobei die Beziehung vornehmlich durch Sinatra am Leben gehalten wurde. Zu Marilyn Monroe, mit der er 1962 an dem unvollendeten Film Something's Gotta Give zusammenarbeitete, fühlte er sich ungeachtet professioneller Differenzen persönlich hingezogen. Er bezeichnete sie nach ihrem Tod als „wunderbares Mädchen“[145] und weigerte sich, sich an Spekulationen über ihren Lebensstil und die Todesursachen zu beteiligen.

Hobbies: Golf und Autos[Bearbeiten]

Martin war bereits seit den 1930er-Jahren passionierter Golfspieler. Beim Golf erholte er sich von den Anstrengungen seiner Engagements. In den 1970er-Jahren hielt er sich nahezu täglich in seinem Golfclub auf. Sein Handicap lag zeitweise bei sieben, fiel aber in den 1980er-Jahren auf 26 zurück.[146]

Martin war ein Autoliebhaber. Zu seiner Sammlung gehörten diverse amerikanische und europäische Cabriolets, darunter ein in nur wenigen Exemplaren hergestellter Dual-Ghia, der auch als Requisite in dem Spielfilm Küss mich, Dummkopf diente,[147] ferner ein Jaguar E-Type, ein Ferrari 365 „Daytona“ und mehrere Stutz Blackhawk.[148]

Unternehmer[Bearbeiten]

Nach der Trennung von Jerry Lewis begann Martin, Einnahmequellen zu erschließen, die nicht von einem unmittelbaren Bühnenengagement seinerseits abhängig waren. 1957 räumte er einzelnen Restaurants und Bars in Los Angeles gegen Entgelt das Nutzungsrecht an seinem Namen ein. Später übernahm er Minderheitsbeteiligungen an mehreren Casinos in Las Vegas. Ende der 1950er-Jahre gründete Martin Claude Productions, ein in Anlehnung an seine Tochter Claudia benanntes Produktionsunternehmen, das viele seiner folgenden Filme und Schallplatten, ab 1965 dann auch die von NBC ausgestrahlte Dean-Martin-Show co-produzierte.[108] Auf diesem Weg war er neben dem persönlichen Künstlerhonorar auch an den Einspielergebnissen beteiligt. Claude Productions investierte außerdem regelmäßig in Grundstücke, Bauland und Immobilien,[96] erwarb aber auch Anteile an Unternehmen wie beispielsweise einer Zitronenanbaugenossenschaft.[149]

Politik und organisiertes Verbrechen[Bearbeiten]

Martin hatte während seiner Karriere wiederholt Kontakte zu Politikern. Zusammen mit Frank Sinatra unterstützte er die Präsidentschaftskandidatur John F. Kennedys durch diverse Auftritte bei Fundraising-Veranstaltungen. Eineinhalb und Jahrzehnte später setzte er sich für den Schauspielerkollegen Ronald Reagan ein, als dieser zunächst für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien und 1979 dann für das Präsidentenamt kandidierte.

Bereits seit Beginn seiner Karriere hatte Martin Kontakt zu Mitgliedern der US-amerikanischen Mafia. Jerry Lewis bestätigte dem Dean-Martin-Biografen Nick Tosches, dass beide in den ersten Jahren regelmäßig in Clubs gastierten, die zum organisierten Verbrechen gehörten. Sie mussten teilweise auch bei privaten bzw. familiären Veranstaltungen von Mafia-Mitgliedern erscheinen.[150] Als Dean Martin längst ein Star war, trat er in zahlreichen auch schlechter bezahlten Shows auf, die von Mafiabossen finanziert waren. Biografen nannten dies eine gewisse Loyalität und Sympathie Martins der Mafia gegenüber. Martin selbst sagte, das bereite ihm kein schlechtes Gewissen und keine Unannehmlichkeiten, er tue diesen Leuten nur einen „kleinen Gefallen“. Angeblich wollte ein – vom FBI festgenommener – Mafioso Martin verletzen oder sogar töten, weil er sich nicht mehr solidarisch zur Mafia gezeigt habe. Der Autor John L. Smith skizziert in seinem Buch „The Animal in Hollywood“ Dean Martins langjährige Freundschaft mit den Mobsters Johnny Roselli und Anthony Fiato. Fiato, alias „The Animal“, erwies Martin zahlreiche Gefälligkeiten; so beschaffte er Geld wieder, das zwei Betrüger Martins Exfrau Betty entwendet hatten.

Krankheit und Tod[Bearbeiten]

Grab von Dean Martin auf dem Westwood Village Memorial Park Cemetery

In den frühen 1960er-Jahren war Martin durch seinen Assistenten Mack Gray an das Schmerz- und Betäubungsmittel Percodan herangeführt worden.[151] Spätestens seit den 1970er-Jahren war er – ebenso wie Jerry Lewis[152] – von dem Präparat abhängig; [153] hinzu kamen Alkoholprobleme. 1990 unternahm er einen Entzugsversuch.[154]

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre ließ der Gesundheitszustand Martins wahrnehmbar nach.[31] Der Unfalltod seines Sohnes Dean Paul im Jahr 1987 löste bei ihm eine Depression aus, die sich in einer verstärkten Gleichgültigkeit sich und der Umwelt gegenüber ausdrückte.[155][156] Begleiter waren der Auffassung, dass er den Tod seines Sohnes nie überwandt.[31] Die von Sinatra angestoßene „Together Again“-Tournee des Jahres 1988 war ein Versuch, Martin aus der Lethargie zu lösen, scheiterte aber früh, weil Martin sich nach wenigen Auftritten zurückzog. Zwar gab er in den folgenden Jahren noch einige Auftritte in Las Vegas; sie waren aber kurz und zeigten „einen Dean Martin, der sich kaum noch auf den Beinen halten konnte“.[68] Seine Apathie verstärkte sich noch, nachdem Sammy Davis Jr. im Frühjahr 1990 gestorben war.[68]

Zu Beginn der 1990er-Jahre wurde bei Martin die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert, 1993 zudem Lungenkrebs.[68]

Dean Martin starb am 25. Dezember 1995 im Alter von 78 Jahren an Lungenkrebs. Er wurde auf dem Pierce Bros. Westwood Village Memorial Park Cemetery in Los Angeles beigesetzt, auf dem auch weitere Film- und Musikpersönlichkeiten wie Burt Lancaster, Walter Matthau, Marilyn Monroe und Roy Orbison ihre letzte Ruhe fanden.

Als Dean Martin gefragt wurde, wie er der Nachwelt in Erinnerung bleiben möchte, antwortete er:

As a damn good entertainer; nothing spectacular. A good entertainer who made people enjoy themselves and made them laugh a little. He was a nice guy. He did pretty good and we loved him, that's all.

Als verdammt guter Entertainer; nichts Besonderes. Ein guter Entertainer, der die Leute gut unterhielt und sie ein bisschen zum Lachen brachte. Er war ein netter Kerl. Er hat's ganz gut gemacht und wir liebten ihn, das ist alles.

Plattenerfolge[Bearbeiten]

Hauptartikel: Dean Martin/Diskografie
Titel veröffentlicht Label Billboard-Platzierung
That’s Amore 9/1953 Capitol 2.
Memories Are Made of This 11/1955 Capitol 1.
Innamorata 2/1956 Capitol 27.
Standing on the Corner 5/1956 Capitol 22.
Return to Me 3/1958 Capitol 4.
Angel Baby 6/1958 Capitol 30.
Volare 7/1958 Capitol 12.
Everybody Loves Somebody 6/1964 Reprise 1.
The Door Is Still Open 9/1964 Reprise 6.
You're Nobody Till Somebody Loves You 11/1964 Reprise 25.
Send Me the Pillow 2/1965 Reprise 22.
Remember Me 5/1965 Reprise 32.
Houston 6/1965 Reprise 21.
I Will 10/1965 Reprise 10.
Somewhere There’s a Someone 2/1966 Reprise 32.
Come Running Back 4/1966 Reprise 35.
In the Chapel in the Moonlight 6/1967 Reprise 25.
Little Old Wine Drinker Me 8/1967 Reprise 38.
Forever Cool (Duet Album) 8/2007 EMI 181.

Musiktitel aus fünf Filmen von Dean Martin sind veröffentlicht worden auf der Doppel-CD Dean Martin - The Gold Collection, Proper / Retro (1997), 40-52 (die CD-Beschriftungen sind vertauscht; die Filmtitel sind entgegen der Auflistung im Booklet auf der CD mit der Nummer „1“ und nicht auf CD „2“). Die CD enthält Gesangstitel aus My Friend Irma Goes West (1950), Artists And Models (1955), Hollywood or Bust (1956), Pardners (1956), Ten Thousand Bedrooms (1957) und Canzoni Del Mondo (1963).

Filmografie[Bearbeiten]

Gastauftritte[Bearbeiten]

Filme
  • 1953 - Road to Bali, Regie: Hal Walker - Dean Martin spielt sich selbst
  • 1960 - Pepe, Regie: George Sidney - mit einem Kurzauftritt des gesamten Rat Pack
  • 1962 - Der Weg nach Hongkong (Road to Hong Kong), Regie: Norman Panama
  • 1963 - Come Blow Your Horn, Regie: Bud Yorkin - Dean Martin spielt Wino
Fernsehen
  • 1948 - Toast of the Town
  • 1948 - The Milton Berle Show
  • 1950−55 - The Colgate Comedy Hour (auch Colgate Variety Hour) diverse Gastauftritte von Martin&Lewis
  • 1957 - The Frank Sinatra Show (NBC)
  • 1958 - Danny Thomas Show (Episode „Terry`s Crush“)
  • 1959 - The Frank Sinatra Show (ABC)
  • 1962 - The Judy Garland Show (CBS)
  • 1962 - Ist das nicht Dean Martin? (Lucy Dates Dean Martin)
  • 1962 - The Lucy Show (Episode „Hoppla Lucy“)
  • 1964 - Tausend Meilen Staub (Rawhide, Episode „Canliss“)
  • 1967 - Movin′ with Nancy (NBC)
  • 1974 - Lucy im Glück (Lucy gets Lucky)
  • 1977 - Sinatra and Friends (ABC)
  • 1978 - Drei Engel für Charlie (Doppelfolge „Engel in Vegas“)
  • 1978 - "Vega$" (Episode "Ihr Sessel wird frei, Mr. Roth"; mit Tony Curtis)
  • 1990 - Sammy Davis jr. 60th Anniversary in Showbusiness (ABC)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Abdrücke vor dem Grauman’s Chinese Theatre

Dean Martin bekam drei Sterne auf dem Hollywood Walk of Fame, bei 6519 Hollywood Blvd. in der Kategorie Film, bei 6655 Hollywood Blvd. in der Kategorie Fernsehen und bei 1615 Vine Street in der Kategorie Musikaufnahmen. Außerdem sind seine Hand- und Fußabdrücke sowie sein Autogramm seit dem 21. März 1964 vor dem Grauman's Chinese Theatre (6925 Hollywood Blvd.) in Zement verewigt.

  • 1952 - Spezialpreis der Photoplay Awards (zusammen mit Jerry Lewis)
  • 1954 - „Golden Apple“ der Golden Apple Awards als kooperativster Schauspieler (zusammen mit Jerry Lewis)
  • 1966 – Golden Globe für die Dean Martin Show als bester Fernsehstar
  • 1966 - Bronze Wrangler der Western Heritage Awards für den Film The Sons of Katie Elder
  • 1969, 1970, 1972 - Nominierungen für den Emmy für die The Dean Martin Show

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764
  • Oriana Fallaci: Dean Martin. Dino talks about the Mafia, women, his drinking, Sinatra, Bobby Kennedy. In: Look vom 26. Dezember 1967.
  • Michael Freedland: Dean Martin: King of the Road, Robson, 2005, ISBN 9781861058829
  • David M. Inman: Television Variety Shows: Histories and Episode Guides to 57 Programs, McFarland, 2005, ISBN 9780786421985
  • James Kaplan: Sinatra: The Chairman, Hachette, 2015, ISBN 9780748130382
  • Jerry Lewis, James Kaplan: Dean And Me: A Love Story, Pan Macmillan, 2011, ISBN 9781447204824
  • Deana Martin, Wendy Holden: Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes, Crown/Archetype, 2010, ISBN 9780307538260
  • Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404
  • Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes von Deana Martin, Pan Books, Vorwort von Jerry Lewis (englisch)
  • Arthur Marx: Everybody Loves Somebody Sometime (Especially Himself): The Story of Dean Martin and Jerry Lewis, Hawthorn Books, 1974, ISBN 9780801524301.
  • Richard D. Neely: Backstage at the Dean Martin Show, Thorndike Press, 2001, ISBN 9780786232345
  • William Schoell: Martini Man: The Life of Dean Martin, Rowman & Littlefield, 2003, ISBN 9781461741701, S. 116.
  • Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dean Martin – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 18.
  2. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 4.
  3. Der Geburtsname von Martins Mutter lautete Barra. Die Familie Barra änderte ihren Namen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Barr. S. Nick Tosches: Dino. S. 33.
  4. a b Deana Martin, Wendy Holden: Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes, Crown/Archetype, 2010, ISBN 9780307538260, S. 8.
  5. Oriana Fallaci: Dean Martin. Dino talks about the Mafia, women, his drinking, Sinatra, Bobby Kennedy. In: Look vom 26. Dezember 1967.
  6. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 38.
  7. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 82.
  8. Deana Martin, Wendy Holden: Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes, Crown/Archetype, 2010, ISBN 9780307538260, S. 15.
  9. a b Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 19.
  10. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 87.
  11. a b Deana Martin, Wendy Holden: Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes, Crown/Archetype, 2010, ISBN 9780307538260, S. 9.
  12. Dean Martins Biograf Nick Tosches bestätigt, dass die Taufe am 16. September 1917 allein auf den Namen Dino erfolgte. Vgl. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 34.
  13. Biografie Martins auf der Internetseite www.deanmartinfancenter.com (abgerufen am 5. Februar 2016).
  14. Vgl. William Schoell: Martini Man: The Life of Dean Martin, Rowman & Littlefield, 2003, ISBN 9781461741701.
  15. a b c Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 22.
  16. a b Deana Martin, Wendy Holden: Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes, Crown/Archetype, 2010, ISBN 9780307538260, S. 10.
  17. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 132.
  18. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 107.
  19. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 111.
  20. Annonce im Cleveland Plain Dealer vom 2. Mai 1943.
  21. Deana Martin, Wendy Holden: Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes, Crown/Archetype, 2010, ISBN 9780307538260, S. 12.
  22. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 137.
  23. Variety vom 27. Oktober 1943.
  24. Billboard von 11. Dezember 1943.
  25. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 26.
  26. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 153, 175.
  27. James L. Neibaur, Ted Okuda: The Jerry Lewis Films: An Analytical Filmography Of The Innovative Comic, McFarland & Company Incorporated Pub, 1995, 1995, ISBN 9780899509617, S. 15.
  28. Kliph Nesterhoff: The Comedians: Drunks, Thieves, Scoundrels, and the History of American Comedy, Grove/Atlantic, Inc., 2015, ISBN 9780802190864, S. 163.
  29. a b Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 192.
  30. Auch Martins Sohn Ricci spricht in seinen 2004 erschienenen Erinnerungen von einem zufälligen Kennenlernen im Jahr 1946; vgl. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 29.
  31. a b c d e f g J.D. Reed: Burden of Sorrow. Nachruf auf Dean Martin in: People vom 8. Januar 1996 (Vol 45 Nr. 1).
  32. a b Bill Smith: Follow-Up Reviews. Billboard vom 16.März 1946.
  33. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 176.
  34. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 186.
  35. Jerry Lewis: In Person by Jerry Lewis with Herb Gluck. New York: Atheneum, 1982, ISBN 0-689-11290-4, S. 138–142.
  36. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 188.
  37. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 27 f.
  38. Variety vom 28. Juli 1948.
  39. Arthur Marx: Everybody Loves Somebody Sometime (Especially Himself): The Story of Dean Martin and Jerry Lewis, Hawthorn Books, 1974, ISBN 9780801524301, S. 54, 56.
  40. James Kaplan: Frank: The Making of a Legend, Hachette UK, 2010, ISBN 9780748122509, S. 85.
  41. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 194, 200, 218, 219, 290.
  42. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 105.
  43. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 143.
  44. Ähnlich Mikita Brottman: The Imbecile Chic of Jerry Lewis. In: Murray Pomerance (Hrsg.): Enfant Terrible!: Jerry Lewis in American Film, NYU Press, 2002, ISBN 9780814767054, S. 125.
  45. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 28.
  46. „Whining, cringing half-wit“; vgl. Mikita Brottman: The Imbecile Chic of Jerry Lewis. In: Murray Pomerance (Hrsg.): Enfant Terrible!: Jerry Lewis in American Film, NYU Press, 2002, ISBN 9780814767054, S. 124.
  47. Frank Krutnik: The handsome man and his monkey. The Comic bondage of Dean Martin & Jerry Lewis . In: The Journal of Popular Film & Television, 23. Jahrgang (1995), Heft 1, S. 16 ff.
  48. Mikita Brottman: The Imbecile Chic of Jerry Lewis. In: Murray Pomerance (Hrsg.): Enfant Terrible!: Jerry Lewis in American Film, NYU Press, 2002, ISBN 9780814767054, S. 127.
  49. Rave Magazine vom Juli 1957.
  50. a b c d Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 31 f.
  51. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 46.
  52. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 414.
  53. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S: 53.
  54. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 90.
  55. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 92.
  56. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 91.
  57. a b c Deana Martin, Wendy Holden: Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes, Crown/Archetype, 2010, ISBN 9780307538260, S. 57.
  58. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 44.
  59. N.N.: New Acts. Variety vom 13. März 1957.
  60. Billboard vom 4. März 1974 (Jahrgang 82, Nr. 10), S. 16.
  61. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 363.
  62. Für Filmaufnahmen reise Martin allerdings gelegentlich nach Europa, so etwa für The Young Lions, dessen Außenszenen in Deutschland, Frankreich und Italien gedreht wurden.
  63. N.N.: Dean Martin au Moulin Rouge. France Soir vom 3. Juli 1984.
  64. N.N.: Sammy Davis, Frank Sinatra, Dean Martin Together Again For Historic Concert Tour. Jet vom 21. Dezember 1987, S. 36.
  65. a b Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 97
  66. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 606.
  67. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 98.
  68. a b c d Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 610.
  69. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 23.
  70. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 607."
  71. Nightclub Reviews: Variety vom 17. August 1988.
  72. William Schoell: Martini Man: The Life of Dean Martin, Rowman & Littlefield, 2003, 9781461741701, S. 116.
  73. James Kaplan: Sinatra: The Chairman, Hachette, 2015, ISBN 9780748130382, S. 543.
  74. Esquire Fortnightly, 1978, S. 70.
  75. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 538.
  76. Billboard vom 19. September 1970 (Jahrgang 82, Nr. 38), S. 50.
  77. Earl Wilson: Dean Martin - A Star Who Glows on You. Kolumne „On Broadway“ in der New York Post, Dezember 1971.
  78. Dean Martins Stutz Blackhawk auf der Internetseite www.madle.org (abgerufen am 20. Januar 2016).
  79. Spencer Leigh: Sinatra: An extraordinary life. McNidder and Grace Limited, 2015, ISBN 9780857160881, S. 54.
  80. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 105.
  81. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 415.
  82. a b Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 150.
  83. Abel Green: Rezension zu „The Young Lions“ in: Variety 19. März 1958.
  84. Vgl. Benjamin K. Uhrish: Dean Martin. In: Ray Broadus Browne, Pat Browne: The Guide to United States Popular Culture, Popular Press, 2001, ISBN 9780879728212, S. 516.
  85. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 152.
  86. Variety vom 22. März 1961.
  87. Lexikon des internationalen Films.
  88. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 200.
  89. Brian Patton: Derek Flint, Matt Helm, and the Playboy Spy of the 1960s, in: Michele Brittany (Hrsg.): James Bond and Popular Culture: Essays on the Influence of the Fictional Superspy', McFarland, 2014, ISBN 9780786477937, S. 209.
  90. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 209.
  91. a b Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 213.
  92. Brian Patton: Derek Flint, Matt Helm, and the Playboy Spy of the 1960s, in: Michele Brittany (Hrsg.): James Bond and Popular Culture: Essays on the Influence of the Fictional Superspy', McFarland, 2014, ISBN 9780786477937, S. 216.
  93. Bezogen auf die Einspielergebnisse, waren 1981 in den USA nur fünf Filme erfolgreicher als Cannonball. Vgl. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 588.
  94. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 593.
  95. N.N.: Dean Martin: He Cools It and Makes It. In: The Look vom 17. Mai 1966.
  96. a b Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 530.
  97. Brendan Gill: Rezension zum Spielfilm „The Silencers“, The New Yorker vom 27. März 1966.
  98. Randy Roberts und James Stuart Olson: John Wayne. American. U of Nebraska Press, 1997, ISBN 9780803289703, S. 441.
  99. Zitiert nach Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 439.
  100. Zitiert nach Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 552.
  101. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 36.
  102. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 519.
  103. a b Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 104.
  104. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 531.
  105. a b c David M. Inman: Television Variety Shows: Histories and Episode Guides to 57 Programs, McFarland, 2005, ISBN 9780786421985, S. 242.
  106. a b Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 76.
  107. Bruce Williamson: Dino's breezy way to easy Money. Life Magazine vom 26. Mai 1967, S. 18.
  108. a b Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 517.
  109. Loretta Lynn: Coal Miner's Daughter, Knopf Doubleday Publishing Group, 2010, ISBN 9780307742681, S. 177.
  110. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 555.
  111. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 562.
  112. Cyclops: The witless rein of King Leer. TV Review in: Life Magazine vom 7. April 1972, S. 14.
  113. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 573.
  114. Dieser Wert betrifft die zu Martins Lebzeiten veröffentlichten Alben. Unter Berücksichtigung der posthum veröffentlichten Best-of-Alben erhöht sich die Zahl goldener Schallplatten auf 16.
  115. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 272.
  116. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 415.
  117. a b James Ritz: Begleittext zum der 2005 von EMI veröffentlichten CD-Ausgabe des 1962 produzierten Capitol-Albums Dino – Italian Love Songs (Capitol T/ST-1659 vom Februar 1962) (EMI 09463-43481-2-6)
  118. Elvis Presley nahm einige Jahre später unter dem Titel It’s now or never eine weitere Version von ’O sole mio auf.
  119. Liner Notes zum Capitol-Album Swingin’ Down Yonder (T 576).
  120. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 189.
  121. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 215.
  122. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 247 f.
  123. Nähere Informationen zu diesem Titel in: Bronson, Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Billboard Publications, 1992, S. 6
  124. Whitburn, Joel: Top Pop Singles 1955-1993. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1994, S. 382
  125. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 249.
  126. Informationen zu Once In A While auf der Internetseite www.allmusic.com (abgerufen am 27. Januar 2016).
  127. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 591.
  128. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 96.
  129. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 43.
  130. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 91.
  131. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 255.
  132. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 180.
  133. Gail Renshaw war Miss USA 1969 und belegte beim Miss-World-Wettbewerb 1969 den zweiten Platz hinter Eva Rueber-Staier.
  134. Deana Martin, Wendy Holden: Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes, Crown/Archetype, 2010, ISBN 9780307538260, S. 132.
  135. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 10.
  136. Biografie Claudia Martins auf der Internetseite www.imdb.com (abgerufen am 21. Mai 2014).
  137. Website von Deana Martin (abgerufen am 21. Mai 2014).
  138. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 84.
  139. a b Deana Martin, Wendy Holden: Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes, Crown/Archetype, 2010, ISBN 9780307538260, S. 88.
  140. Deana Martin, Wendy Holden: Memories Are Made of This: Dean Martin Through His Daughter's Eyes, Crown/Archetype, 2010, ISBN 9780307538260, S. 81.
  141. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 43.
  142. a b Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 357.
  143. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 47.
  144. Martins Biograf Nick Tosches bezeichnete ihn dagegen als Martins größten Feind, weil Martin über ihn den Zugang zum Betäubungsmittel Percodan erhalten hatte; vgl. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 588.
  145. Zitiert nach Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 483.
  146. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 273.
  147. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 509.
  148. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 67.
  149. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 532.
  150. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 228.
  151. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 357, S. 587.
  152. Leslie A. Fiedler: Whatever happened to Jerry Lewis? In: Murray Pomerance (Hrsg.): Enfant Terrible!: Jerry Lewis in American Film, NYU Press, 2002, ISBN 9780814767054, S. 25.
  153. Ricci Martin, Christopher Smith: That's Amore. A Son Remembers Dean Martin, Taylor Trade Publications, 2004, ISBN 9781589791404, S. 185.
  154. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 609.
  155. Nick Tosches: Dino. Rat-Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-40367-3, S. 601.
  156. Michael Althen: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co. KG, München, 1997, ISBN 3453136764, S. 275.