The Ocean Cleanup

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The Ocean Cleanup
Gründung 2013
Gründer Boyan Slat
Sitz Delft, Niederlande
Schwerpunkt Reinigung der Ozeane von Plastik
Website https://www.theoceancleanup.com

The Ocean Cleanup ist ein Projekt des 1994[1][2] geborenen Niederländers und Student der Luft- und Raumfahrttechnik[3] Boyan Slat aus Delft[4], den Plastikmüll in den Ozeanen einzusammeln.[5] An der Machbarkeitsstudie[6] arbeiteten über 100 Forscher, welche zu dem Ergebnis kamen, dass das Projekt lohnend wäre.[7]

Auslöser für das Projekt war ein Urlaub im Jahr 2011 in Griechenland, in dem Boyan Slat im Alter von 16 Jahren beim Tauchen mehr Müll als Fische erblickte. Im Oktober 2014 erreichte das im Juni[8][1] begonnene Crowdfunding durch rund 40.000 Unterstützer[9] die benötigten[2] 2 Millionen USD. Das auf der TEDx-Konferenz vorgestellte und an der Technischen Universität Delft entwickelte Konzept besteht aus 50 km langen, V-förmig[2] angeordneten Schläuchen, die an der Meeresoberfläche schwimmen und durch Gewichte am Meeresboden an ihrem Platz bleiben. Sie sammeln 90 Prozent des schwimmenden Plastikmülls ab einer Größe von 20 mm, der (Stand 2014) 50 Euro je zum Recycling gegebener Tonne bringt und durch das Einsammeln nicht weiter zu Mikroplastik zerfällt.[5][10][8] Der meiste Plastikmüll treibt in den oberen 3 Metern der Meere.[1]

Am 20. Mai 2015 verkündete das Unternehmen auf seiner Homepage, dass ein Prototyp im zweiten Quartal 2016 vor der Küste Tsushimas, einer Insel zwischen Japan und Südkorea, in Betrieb gehen soll. Mit einer Länge von 2000 m wird es die längste künstliche Struktur auf einem Ozean sein und soll für mindestens zwei Jahre in Betrieb sein.[11]

Seit dem 22. Juni 2016 ist ein 100 Meter langer Prototyp vor der niederländischen Nordseeküste in Betrieb.[12][13]

Am 19. Mai 2018 wurde für etwa zwei Wochen, ein 120 Meter langes System, 50 nautische Meilen von der Golden Gate Bridge entfernt, auf das offene Meer geschleppt und dort getestet. Dieses System ist ein Teilstück des 600 Meter langen, so genannten System 001. Am 8. September 2018 soll das komplette System im Nordpazifikwirbel installiert werden.[14][15]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Tobias Finger: The Ocean Cleanup – Dieser Student will die Weltmeere vom Plastikmüll befreien, WiWo Green vom 24. Juni 2014
  2. a b c Caroline Winter: This Dutch Wunderkind Now Has the Funds to Build His Ocean Cleanup Machine, Bloomberg Businessweek, 16. September 2014
  3. Josephine Pabst: Idee eines 20-Jährigen könnte die Ozeane entmüllen, Die Welt vom 24. Oktober 2014
  4. Dagmar Dehmer: Plastikmüll im Meer – Die Müllfischer, Der Tagesspiegel vom 25. Juli 2014
  5. a b Laura Waßermann: Zwei Millionen Dollar für den Meeresretter, Handelsblatt vom 21. Oktober 2014
  6. TOC Feasibility study V2.0, Delft, 2014
  7. Jennifer Fraczek: THE OCEAN CLEANUP: Ein Müllfänger für die Meere, golem.de vom 21. April 2015
  8. a b Lydia Klöckner: Plastik im Ozean – Wie ein 19-Jähriger unsere Meere vom Müll befreien will, stern vom 13. Juni 2014
  9. Joachim Wille: Zusammenlegen für die Umwelt, Frankfurter Rundschau vom 8. Oktober 2014
  10. Sarah Zierul: Umweltschutz – Forscher warnen vor Ozean-Filtern, Süddeutsche Zeitung vom 20. August 2014
  11. Blogeintrag auf theoceancleanup.com. Abgerufen am 11. Juni 2015.
  12. North Sea Prototype. theoceancleanup.com, abgerufen am 17. Juli 2016.
  13. Schwimmende Müllbarriere fischt Plastik weg. n-tv.de, 23. Juni 2016, abgerufen am 17. Juli 2016.
  14. System 001 Tow Test Explained. theoceancleanup.com, abgerufen am 2. Juli 2018.
  15. The Ocean Cleanup: Road to the cleanup, abgerufen am 14. August 2018.