Tony Levin

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Tony Levin (1993)
Tony Levin (links) bei einem Peter-Gabriel-Konzert in Kaiserslautern (2004)

Tony Levin (* 6. Juni 1946 in Boston, Massachusetts) ist ein Rock-Bassist. Bekannt wurde er durch seine Zusammenarbeit mit Peter Gabriel, King Crimson oder Yes vor allem im Umfeld des Progressive Rock.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Levin wuchs im Bostoner Vorort Brookline auf. Der jüngere Bruder des Keyboarders Pete Levin begann bereits im Alter von zehn Jahren mit dem Spiel des Kontrabass. In der Highschool spielte er Tuba, mit der er sogar einige Solos mit der Schulband hatte, und gründete eine Barbershop-Band. Sein Hauptinteresse lag allerdings im klassischen Bereich am Klavier, an dem er, im Alter von ca. 15 Jahren, bei einem Auftritt des Greater Boston Symphony Youth Orchestra auf dem Rasen des Weißen Hauses für John und Jackie Kennedy spielte.

Anschließend besuchte er die Eastman School of Music in Rochester und spielte bei den Rochester Philharmonikern. Auf der Schule lernte er Steve Gadd kennen, der ihm beibrachte, auf höherem Niveau Jazz und Rock zu spielen. Er tauschte seinen Ampeg-Baby-Bass gegen einen alten Fender Precision Bass, der für lange Zeit sein einziges Instrument bleiben sollte.

1970 zog Levin nach New York City und trat einer Band bei, die Aha, the Attack of the Green Slime Beast hieß und in der auch Don Preston von The Mothers of Invention spielte. Kurz danach begann er eine Karriere als Sessionmusiker und spielte im Laufe der 1970er auf vielen Alben den Bass, so auch 1975 auf Still Crazy After All Those Years von Paul Simon, mit dem er von da an bis Anfang der 80er Jahre regelmäßig tourte. Als Simon 1980 sein Projekt One-Trick Pony realisierte, war Levin nicht nur auf dem Album zu hören, sondern spielte auch in dem dazugehörigen Kinofilm mit.

1978 zog Tony Levin nach Woodstock, wo er der Band L’Image beitrat. Die Band, in der unter anderem auch Steve Gadd, Mike Mainieri und Warren Bernhardt spielten, trennte sich bereits ein Jahr später.

Ende der 1970er trat er der Band Peter Gabriels bei, den er durch Bob Ezrin kennengelernt hatte; mit Ezrin hatte er Alice Coopers Welcome to My Nightmare und Lou Reeds Berlin aufgenommen. Auf dem ersten Album von Peter Gabriel spielte Levin Tuba. Bei den Aufnahmen zu diesem Album traf Levin auch Robert Fripp und wurde, nachdem er 1980 auf dessen Soloalbum Exposure gespielt hatte, Mitglied von King Crimson, wo er zunächst bis zur Jahrtausendwende verblieb. Seit 2003 gehört er wieder zur Band.

Levin nahm fünf Soloalben auf, zwei weitere Alben nahm er mit der Tony Levin Band auf.

Zusammenarbeit mit anderen Künstlern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am bekanntesten ist Levin durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Peter Gabriel. Im Laufe seiner Karriere spielte er, neben den oben erwähnten, außerdem u. a. mit folgenden Bands und Musikern zusammen: Alice, Anderson, Bruford, Wakeman, Howe, Claudio Baglioni, California Guitar Trio, David Bowie, Jim Weider, John Lennon, King Crimson, Liquid Tension Experiment, Magellan, Mark Kostabi, Paul Simon, Pink Floyd, Seal, Steve Thorne, Terry Bozzio, Yes.

Diskografie (Solo)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 - World Diary
  • 1997 - From the caves of the iron mountain
  • 2000 - Waters of Eden
  • 2002 - Pieces of the sun (mit der Tony Levin Band)
  • 2002 - Double Espresso (mit der Tony Levin Band)
  • 2006 - Resonator
  • 2007 - Stick Man

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tony Levin – Sammlung von Bildern