U-Bahnhof Stadtmitte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bahnsteig der Linie U6 der Berliner U-Bahn
Bahnsteig der Linie U2

Der U-Bahnhof Stadtmitte ist ein Bahnhof der U-Bahn-Linien U2 und U6 der Berliner U-Bahn. Er befindet sich unter der Friedrichstraße beziehungsweise Mohrenstraße im Berliner Ortsteil Mitte. Der Bahnsteig der heutigen Linie U2 wurde am 1. Oktober 1908 in Betrieb genommen, der Bahnsteig der U6 am 30. Januar 1923. Der Bahnhof, der im Bahnhofsverzeichnis der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) als Mi (U2) beziehungsweise Mic (U6) bezeichnet wird, ist den Berlinern besonders durch den vielgenutzten Umsteigeweg zwischen beiden Linien bekannt, im Volksmund auch „Mäusetunnel“ genannt. Da beide Bahnsteige einen Aufzug zur Oberfläche besitzen, gelten sie als barrierefrei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang des U-Bahnhofs zur Linie U6 bei Nacht

Die Bauarbeiten für die neue Strecke vom Leipziger beziehungsweise Potsdamer Platz bis zum Spittelmarkt begannen am 15. Dezember 1905. Die Eröffnung mit den neuen Bahnhöfen Kaiserhof (heute: Mohrenstraße), Friedrichstraße (heute: Stadtmitte), Hausvogteiplatz und dem Endbahnhof Spittelmarkt konnte am 1. Oktober 1908 gefeiert werden. Die Gestaltung der Stationen übernahm Alfred Grenander.

Am 30. Januar 1923 kam zum bestehenden Bahnhof auf der Ost-West-Strecke noch einer für die neue Linie C dazu, im Gegensatz zur U-Bahn-Strecke von 1902 gehörte diese jedoch der Stadt Berlin. Um eine Umsteigemöglichkeit zwischen den beiden konkurrierenden Strecken zu ermöglichen, ließ man einen langen Verbindungstunnel bauen, den sogenannten „Mäusetunnel“, da die Stadt Berlin den stadteigenen Bahnhof unter der Leipziger Straße bauen ließ, wo ein besserer Umstieg zur Straßenbahn möglich war. Zunächst wurde der Bahnhof in Friedrichstadt umbenannt, bevor er Mitte der 1930er Jahre seinen heutigen Namen erhielt.

In der Zeit zwischen 1961 und 1990 war der Übergang zwischen der West-Berliner Linie 6, der Nord-Süd-Bahn, und der Ost-Berliner Linie A, der ehemaligen Ost-West-Strecke, geschlossen. Um 1970 erhielt die Bahnsteighalle der Linie A eine neue cremefarbene Verkleidung aus Keramikfliesen. 1995 ließ die BVG den Bahnsteig auf 105 Meter verlängern, renovieren und einen Aufzug einbauen.

Anbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am U-Bahnhof verkehren neben den Linien U2 und U6 der Berliner U-Bahn die Omnibuslinien M48 und 265.

Linie Verlauf
Berlin U2.svg Pankow – Vinetastraße – Schönhauser Allee – Eberswalder Straße – Senefelderplatz – Rosa-Luxemburg-Platz – Alexanderplatz – Klosterstraße – Märkisches Museum – Spittelmarkt – Hausvogteiplatz – Stadtmitte – Mohrenstraße – Potsdamer Platz – Mendelssohn-Bartholdy-Park – Gleisdreieck – Bülowstraße – Nollendorfplatz – Wittenbergplatz – Zoologischer Garten – Ernst-Reuter-Platz – Deutsche Oper – Bismarckstraße – Sophie-Charlotte-Platz – Kaiserdamm – Theodor-Heuss-Platz – Neu-Westend – Olympia-Stadion – Ruhleben
Berlin U6.svg Alt-Tegel – Borsigwerke – Holzhauser Straße – Otisstraße – Scharnweberstraße – Kurt-Schumacher-Platz – Afrikanische Straße – Rehberge – Seestraße – Leopoldplatz – Wedding – Reinickendorfer Straße – Schwartzkopffstraße – Naturkundemuseum – Oranienburger Tor – Friedrichstraße – Französische Straße – Stadtmitte – Kochstraße – Hallesches Tor – Mehringdamm – Platz der Luftbrücke – Paradestraße – Tempelhof – Alt-Tempelhof – Kaiserin-Augusta-Straße – Ullsteinstraße – Westphalweg – Alt-Mariendorf

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Stadtmitte (Berlin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 30′ 44″ N, 13° 23′ 22″ O