U 487

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U 487
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ:

XIV

Feldpostnummer:

49 344

Werft:

Deutsche Werke, Kiel

Bauauftrag:

17. Juli 1941

Baunummer:

312

Kiellegung:

13. Dezember 1941

Stapellauf:

17. Oktober 1942

Indienststellung:

21. Dezember 1942

Kommandanten:

21. Dezember 1942 – 13. Juli 1943
Oberleutnant zur See d.R. Helmut Metz

Einsätze:

2 Unternehmungen

Versenkungen:

keine

Verbleib: am 13. Juli 1943 im Mittelatlantik versenkt

U 487 war ein deutsches U-Boot vom Typ XIV, das während des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Kriegsmarine eingesetzt wurde. U-Boote dieses Typs wurden zur Versorgung kleinerer U-Boote verwendet, um deren Seezeit zu verlängern, sie wurden daher als U-Tanker bezeichnet und im Marinejargon „Milchkühe“ genannt.

Bau und Indienststellung[Bearbeiten]

U 487 war das erste Boot einer neuen Serie von Versorgungsbooten, die insgesamt vierzehn U-Tanker umfasste. Neben diesem Boot wurden neun Weitere fertiggestellt, von denen aber nur drei [1] zum Einsatz kamen. Der Auftrag für den Bau der Boote des Typs XIV wurde am 17. Juli 1941 an die Deutschen Werke in Kiel vergeben, die schon seit 1935 mit dem U-Bootbau Erfahrung hatten und die ersten Boote der damaligen Reichsmarine gebaut hatten. Die Kiellegung von U 487 erfolgte am 13. Dezember 1941, der Stapellauf am 17. Oktober 1942. Die Indienststellung unter Oberleutnant zur See der Reserve Helmut Metz fand schließlich am 21. Dezember 1942 statt.[2]

Einsätze[Bearbeiten]

Nach der Indienststellung am 21. Dezember 1942 absolvierte U 487 seine Ausbildung in der 4. U-Flottille in Stettin, bevor es als Versorgungsboot ab 1. April 1943 zur 12. U-Flottille nach Bordeaux kam. Bei dieser Flottille verblieb es bis zu seiner Versenkung am 13. Juli 1943.[3] Das Boot war eine sogenannte "Milchkuh" und wurde ausschließlich als Versorgungsboot eingesetzt. Es führte zwei Versorgungsunternehmungen durch.

Misserfolge im Atlantik[Bearbeiten]

Das Boot lief am 27. März 1943 von Kiel zu seiner ersten Unternehmung aus. Es war eine von vier Milchkühen, welche die in diesem Sommer geplante große Offensive der Kriegsmarine im Atlantik unterstützen sollten. Zur Störung der Geleitzugrouten waren insgesamt 87 U-Boote in den Atlantik beordert worden [4] und sollten eine Offensive eröffnen, die den Güterstrom nach Großbritannien entscheidend behindern sollte – aber fast wirkungslos blieb[5]. U 487 lief am 12. Mai 1943 in Bordeaux ein. Auf dieser 46 Tage dauernden Versorgungsunternehmung im Nordatlantik wurden folgende Boote versorgt: U 168, U 260, U 270, U 584, U 630, U 662, U 84, U 257, U 404, U 425, U 571 und U 618.

U-Boot-Gruppe „Monsun“[Bearbeiten]

Das Boot lief am 15. Juni 1943 aus Bordeaux aus. Es wurde am 13. Juli 1943 im Mittelatlantik versenkt. U 487 war auf dieser Unternehmung dazu ausersehen, als eine der Anlaufstationen für die Fern-U-Boote der Gruppe „Monsun“ zu dienen, die in den Indischen Ozean beordert waren. Bevor eines dieser Boote U 487 erreichte, wurde es versenkt. Auf dieser 74 Tage langen Versorgungsunternehmung im Mittelatlantik südwestlich der Azoren, wurden folgende Boote versorgt: U 195, U 359, U 382, U 406, U 466, U 591, U 598, U 604 und U 662.

Verbleib[Bearbeiten]

Das Boot wurde am 13. Juli 1943 im Mittelatlantik im Marine-Planquadrat DF 9963 auf 27° 15′ N, 34° 18′ W27.25-34.3 durch eine Avenger und zwei Wildcat-Flugzeuge der Squadron VC-13 des amerikanischen Geleitträgers USS Core durch Wasserbomben versenkt, obwohl eine Wildcat abgeschossen werden konnte. 31 Mann der Besatzung kamen ums Leben. 33 Mann wurden von dem Zerstörer USS Barker aufgenommen und gerieten in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. U 488, U 489, U 490.
  2. Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. 1997, S. 97.
  3. Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. 1997, S. 367.
  4. Zehn Boote kamen allerdings nicht dort an.
  5. Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 2: Die Gejagten, 1942–1945. 1998, S. 337.

Literatur[Bearbeiten]

  • Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 1: Die Jäger. 1939–1942. Heyne, München 1998, ISBN 3-453-12345-X.
  • Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 2: Die Gejagten, 1942–1945. Heyne, München 1998, ISBN 3-453-16059-2.
  • Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1996, ISBN 3-8132-0490-1.
  • Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6.
  • Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 3: Deutsche U-Boot-Erfolge von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 2001, ISBN 3-8132-0513-4.
  • Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 4: Deutsche U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1999, ISBN 3-8132-0514-2.
  • Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 5: Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 2003, ISBN 3-8132-0515-0.
  • Erich Gröner: Die Handelsflotten der Welt 1942 und Nachtrag 1944. J. F. Lehmanns Verlag, München 1976, ISBN 3-469-00552-4 (Nachdruck der Ausgabe 1942–1943).
  • Erich Gröner: Suchliste für Schiffsnamen (= Die Handelsflotten der Welt. Ergänzungsbd.). J. F. Lehmanns Verlag München 1976, ISBN 3-469-00553-2 (Nachdruck der Ausgabe 1943).
  • Barrett Tillman: Wildcat Aces of World War 2. Osprey Publishing, London 1995, ISBN 978-1-85532-486-2.
  • John F. White: U-Boot-Tanker. 1941–1945. Unterwasser-Versorger für die Wolfsrudel im Atlantik. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2000, ISBN 3-7822-0790-4.

Siehe auch[Bearbeiten]

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