Uftrungen

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Uftrungen
Gemeinde Südharz
Koordinaten: 51° 29′ 56″ N, 10° 58′ 47″ O
Höhe: 191 m ü. NHN
Fläche: 29,65 km²
Einwohner: 1070 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06536
Vorwahl: 034653
BennungenBreitensteinBreitungenDietersdorfDrebsdorfHainrodeKleinleinungenQuestenbergRoßlaRottleberodeSchwendaStolberg (Harz)UftrungenWickerodeHayn (Harz)Landkreis Mansfeld-SüdharzKarte
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Lage von Uftrungen in Südharz
Die St. Andreaskirche

Uftrungen ist ein Ortsteil der Gemeinde Südharz im Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uftrungen liegt im Südharz an der Landesstraße 236 zwischen Stolberg (Harz) und Berga. Durch den Ort fließt die Hasel. Sie mündet südwestlich von Uftrungen in die Thyra. Unweit davon befindet sich die 1357 erstmals erwähnte Gipshöhle Heimkehle, die ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uftrungen wurde bereits zwischen den Jahren 802 bis 817 erstmals urkundlich genannt.[1]

Uftrungen unterstand einst den Grafen zu Stolberg. Im November 1437 erlitten die Halberstädter nahe Uftrungen eine militärische Niederlage in einer der zahlreichen Fehden dieses Jahrhunderts.

Am 6. Juli 1719 wurde das Dorf vom Grafen Christoph Friedrich zu Stolberg-Stolberg an seinen Bruder Jost Christian zu Stolberg-Roßla abgetreten, der hier einen Amtssitz der Grafschaft Stolberg-Roßla einrichtete. Bis 1815 stand Uftrungen unter der Oberhoheit des Königreichs Sachsen und gelangte dann an den Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen. 1819 lebten in Uftrungen 903 Einwohner in 182 Häusern.

Während des Zweiten Weltkrieges schufteten in der Karsthöhle Heimkehle etwa 1.500 KZ-Häftlinge aus dem Außenlager Rottleberode des KZ Dora-Mittelbau bei der Rüstungsproduktion für die Junkers-Werke in Dessau. Nach ihrem Abtransport im April 1945 kamen 1.000 von ihnen beim Massaker in der Feldscheune von Isenschnibbe ums Leben, 300 weitere bei einem folgenden Todesmarsch.

Von 1952 bis 1990 gehörte Uftrungen zum DDR-Bezirk Halle.

Zu DDR-Zeiten errichtete und unterhielt der VEB Bau-Union Halle das Betriebs-Ferienlager "Katja Niederkirchner" für die Kinder seiner Betriebsangehörigen.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die Gemeinden Uftrungen, Bennungen, Breitenstein, Breitungen, Dietersdorf, Drebsdorf, Hainrode, Hayn (Harz), Kleinleinungen, Questenberg, Roßla, Rottleberode und Schwenda zur neuen Gemeinde Südharz zusammen.[2] Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Roßla-Südharz, zu der Uftrungen gehörte, aufgelöst.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der 2012 eingestellten Bahnstrecke Berga-Kelbra–Stolberg (Harz). Außerdem bestehen Busverbindungen in die umliegenden Orte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Uftrungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 386.
  2. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010