Unterwaldhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Unterwaldhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Unterwaldhausen hervorgehoben

Koordinaten: 47° 54′ N, 9° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Gemeindeverwal­tungsverband: Altshausen
Höhe: 649 m ü. NHN
Fläche: 4,11 km2
Einwohner: 282 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88379
Vorwahl: 07587
Kfz-Kennzeichen: RV, SLG, ÜB, WG
Gemeindeschlüssel: 08 4 36 077
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 5
88379 Unterwaldhausen
Website: www.unterwaldhausen.online
Bürgermeister: Josef Schill (parteilos)
Lage der Gemeinde Unterwaldhausen im Landkreis Ravensburg
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Über dieses Bild
Pfarrkirche Allerheiligen in Unterwaldhausen
Hochaltar der Pfarrkirche in Unterwaldhausen

Unterwaldhausen ist eine Gemeinde im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg.

Seit dem 1. Januar 1972 ist die Gemeinde ein Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Altshausen mit Sitz in Altshausen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterwaldhausen liegt an der oberen Ostrach nahe dem Pfrunger Ried. 51 ha des Gemeindegebiets sind von Wald bedeckt.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortschaften Unterwaldhausen und Oberwaldhausen sowie die Weiler Wendenreute, Spitalhöfe und Schnaidhöfe.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemarkung Unterwaldhausen liegt im Landschaftsschutzgebiet Altshausen-Laubbach-Fleischwangen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1246 wurde Unterwaldhausen als Walthusen erstmals urkundlich erwähnt. In Unterwaldhausen und Oberwaldhausen (superior Walthusen) hatte die Benediktinerabtei Weingarten Besitz.

Die Pfarrkirche Allerheiligen in Unterwaldhausen wird erstmals 1275 in einem Steuerregister genannt. 1353 stand die Pfarrei unter dem Patronat der Ravensburger Patrizierfamilie Maienberg. 1508 war sie dem Kloster Weingarten inkorporiert.

Die Gerichtsbarkeit über Unterwaldhausen und Oberwaldhausen wurde von den Grafen von Königsegg ausgeübt. 1693 traten diese die Gerichtsbarkeit im Tausch gegen den Weiler Wolfertsreute an das Kloster Weingarten ab. Die Besitzungen des Klosters waren im „Amt Unterwaldhausen“ zusammengefasst.

Seit der Zugehörigkeit zu Württemberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Säkularisation kam der Ort 1806 zum Königreich Württemberg. Unterwaldhausen gehörte zunächst für mehr als ein Jahrhundert zum Oberamt Saulgau. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte die Gemeinde 1938 zum neu umrissenen Landkreis Saulgau. Im Jahre 1945 wurde Unterwaldhausen Teil der Französischen Besatzungszone und kam somit zum Nachkriegsland Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Bundesland Baden-Württemberg aufging. Seit der Kreisreform von 1973 ist der Ort Teil des Landkreises Ravensburg.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeinderat gehören acht ehrenamtliche in der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 durch Mehrheitswahl gewählte Bürger an. Darunter sind zwei Frauen.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. November 2008 wurde Josef Schill als ehrenamtlicher Bürgermeister wiedergewählt. Er wurde ohne Gegenkandidat und ohne Gegenstimme mit 100 % der abgegebenen gültigen Stimmen für eine dritte Amtszeit bestätigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,5 Prozent. Im November 2016 wurde Schill für seine vierte Amtszeit mit 99,3 % der Stimmen gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. August 1980 wurde der Gemeinde ein Gemeindewappen und eine Flagge in den Farben Grün-Gelb verliehen.

Blasonierung: „In Gold (Gelb) aus grünem Dreiberg wachsend ein in der Form einer Abtsstab-Krümme nach heraldisch links gebogener grüner Lindenzweig, aus dem fünf grüne Lindenblätter sprießen“.

Das Wappen vereint Züge des Wappens des Klosters Weingarten (das einen wie ein Abtsstab gebogenen Weinstock zeigt) und des Siegels der Ravensburger Patrizierfamilie Maigenberg (das Lindenblätter zeigt).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Musikverein Unterwaldhausen wurde 1921 gegründet und tritt bei Festen und Konzerten in Unterwaldhausen und Umgebung auf. Außerdem gehen die 52 aktiven Mitglieder (Stand: 2004) der Blasmusikkapelle des Vereins regelmäßig auf Konzertreisen, die sie bis nach Frankreich, Kanada, in die USA und nach Brasilien führten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche Allerheiligen in Unterwaldhausen ist ein Bau der Gotik, der Turm ist älter. Der Kirchenraum wird beherrscht von einem neugotischen Hochaltar von 1879, der bis 2005 umfassend renoviert wurde.
  • Dreifaltigkeitskapelle von 1790 in Oberwaldhausen
Rambassler der Narrenzunft Rambassler

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Unterwaldhausen. In: Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Saulgau (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 6). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1829, S. 179–180 (Volltext [Wikisource]).
  • Johannes Gresser: 700 Jahre Kirchengemeinde Unterwaldhausen. Unterwaldhausen 1975 (Broschüre).
  • Anton Rimmele: Unterwaldhausen im Landkreis Ravensburg. Ein Gang durch die Geschichte. Gemeinde Unterwaldhausen, Unterwaldhausen 2007 (umfassende bebilderte Orts-, Kirchen- und Vereinsgeschichte aus der Feder des früheren Bürgermeisters; mit Abbildung und Beschreibung jedes einzelnen Hauses der Gemeinde).
  • Oskar Sailer (Hrsg.): Der Kreis Ravensburg. Theiss, Stuttgart 1976, ISBN 3-8062-0145-5.
  • Josef Störkle: Unterwaldhausen. In: Chronik des Kreises Ravensburg. Landschaft, Geschichte, Brauchtum, Kunst. Chroniken-Verlag Boxberg, Hinterzarten 1975, S. 803–831.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Unterwaldhausen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2021 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Daten- und Kartendienst der LUBW