Copernicium

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Eigenschaften
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Copernicium, Cn, 112
Serie Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block 12, 7, d
CAS-Nummer 54084-26-3
Atomar
Atommasse 277 u
Elektronenkonfiguration [Rn] 5f14 6d10 7s2(?)
Physikalisch
Isotope
Isotop NH t1/2 ZA ZE (MeV) ZP
277Cn

{syn.}

0,2 ms α 11,62 273Ds
283Cn

{syn.}

4 s α 9,62 279Ds
SS
285Cn

{syn.}

34 s α 8,79 281Ds
Weitere Isotope siehe Liste der Isotope
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Radioaktivität
Radioaktives Element

Radioaktives Element
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Copernicium ist ein radioaktives, künstlich erzeugtes, nicht natürlich vorkommendes chemisches Element mit dem Elementsymbol Cn und der Ordnungszahl 112, das zu den Transactinoiden gehört und im Periodensystem der Elemente in der 12. IUPAC-Gruppe, der Zinkgruppe, steht.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nikolaus Kopernikus, Namenspatron des Copernicium

Copernicium wurde erstmals am 9. Februar 1996 bei der GSI in Darmstadt von Sigurd Hofmann und Victor Ninov durch Fusion eines Zink-(70Zn)- und eines Blei-(208Pb)-Atomkerns erzeugt:[2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Pressemitteilungen des Paul Scherrer Instituts und der Universität Bern am 31. Mai 2006 ergaben Experimente, dass Copernicium sich chemisch ähnlich wie Quecksilber (Hg) verhalte.[3][4] Diese Aussage stützt sich auf die Beobachtung von lediglich zwei Atomen 283Cn. Diese entstanden durch den Beschuss von Plutonium mit Calcium und hatten eine Halbwertszeit von etwa vier Sekunden.[5]

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Namensgebung hatte das Element den vorläufigen Namen Ununbium (chemisches Symbol Uub), der aus dem Lateinischen kommt und für die Ziffern der Zahl 112 (un für 1, bi für 2) steht. Auch wurde der Name Eka-Quecksilber verwendet, der die Position unter Quecksilber im Periodensystem beschrieb.

Die Entdeckung wurde bei der IUPAC eingereicht und im Mai 2009 anerkannt.[6] Am 10. Juni 2009 wurde es offiziell bestätigt.[7] Am 14. Juli 2009 wurde von der Gesellschaft für Schwerionenforschung der Name Copernicium (chem. Symbol Cn) zu Ehren von Nikolaus Kopernikus (1473–1543) vorgeschlagen.[8] Dieser Vorschlag wurde durch die IUPAC geprüft und am 19. Februar 2010, dem 537. Geburtstag des Astronomen, offiziell bekanntgegeben.[9][10]

Bezüglich des Symbols gab es zunächst Diskussionen. Zum einen wurde das Symbol Cp bis 1949 im deutschen Sprachraum für das Element Cassiopeium verwendet, das heute Lutetium (Lu) genannt wird.[11][12] Darüber hinaus wird das Symbol Cp ebenfalls in der metallorganischen Chemie verwendet, um den Cyclopentadienyl-Liganden zu bezeichnen. Aus diesem Grunde erlaubte die IUPAC zunächst nicht den Gebrauch des Symbols Cp für Copernicium und schlug stattdessen das Symbol Cn als Alternative vor.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieses Element wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. S. Hofmann, V. Ninov, F. P. Heßberger, P. Armbruster, H. Folger, G. Münzenberg, H. J. Schött, A. G. Popeko, A. V. Yeremin, S. Saro, R. Janik, M. Leino: "The new element 112", in: Z. Phys. A, 1996, 354, S. 229–230; doi:10.1007/BF02769517.
  3. Beat Gerber: Superschweres Element 112 chemisch untersucht – Experimentell auf der Insel der künstlichen Elemente gelandet. Informationsdienst Wissenschaft, 31. Mai 2006, abgerufen am 25. Januar 2009.
  4. Nathalie Matter: Superschweres Element 112 chemisch untersucht. Informationsdienst Wissenschaft, 31. Mai 2006, abgerufen am 25. Januar 2009.
  5. Bulletin Nuklearforum Schweiz, 29. Juni 2006, S. 9.
  6. R. C. Barber; H. W. Gaeggeler, P. J. Karol, H. Nakahara, E. Verdaci, E. Vogt: Discovery of the element with atomic number 112. (IUPAC Technical Report) In: Pure Appl. Chem.. 2009. doi:10.1351/PAC-REP-08-03-05.
  7. Ralf Nestler: Chemie: Schwere Jungs aus Hessen. In: Der Tagesspiegel. 11. Juni 2009, abgerufen am 1. Dezember 2012.
  8. Element 112 soll „Copernicium“ heißen GSI, 14. Juli 2009.
  9. a b K. Tatsumi, J. Corish: NAME AND SYMBOL OF THE ELEMENT WITH ATOMIC NUMBER 112 (PDF; 61 kB).
  10. Dirk Henninger/dpa: Das neueste Darmstädter Element heißt „Copernicium“. In: Echo Online. 19. Februar 2010, abgerufen am 1. Dezember 2012.
  11. Juris Meija: "The need for a fresh symbol to designate copernicium", in: Nature, 2009, 461, Nr. 7262, S. 341; doi:10.1038/461341c; PMID 19759598.
  12. 71. Lutetium – Elementymology & Elements Multidict. Elements.vanderkrogt.net, abgerufen am 22. Februar 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Copernicium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Copernicium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien