Verbrecher Verlag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Verbrecher-Verlag)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Verbrecher Verlag
Verbrecher verlag.svg
Rechtsform Verlagswesen
Gründung 1995
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung Jörg Sundermeier
Branche Buchverlag
Produkte Belletristik, Sachbuch, Kunst, ComicVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website http://www.verbrecherverlag.de/

Der Verbrecher Verlag ist ein 1995 von Jörg Sundermeier und Werner Labisch gegründeter Berliner Kleinverlag.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name des Verlages geht laut eigenen Angaben zurück auf einen „studentischen Scherz, aus dem dann Ernst wurde“.[1] Ab Januar 2011 zog sich Werner Labisch aus der Verlagsleitung zurück.[2]

Verlagsprogramm[Bearbeiten]

Der Programmschwerpunkt des Verlages liegt in den Bereichen Belletristik, Sachbuch sowie Kunst und Comic. Außerdem bringt er in der Reihe „Stadtbücher“ Städte- und Stadtteil-Anthologien heraus. Bereits erschienen sind: das Kreuzbergbuch, das Mittebuch, Neuköllnbuch, das Hauptstadtbuch, das Münchenbuch, das Leipzigbuch, das Frankfurtmainbuch, das Hamburgbuch, das Kölnbuch, das Bielefeldbuch und das Marburganderlahnbuch.

Der Verbrecher Verlag ist personell mit den Zeitungen taz und Jungle World verwoben.[3]

Autoren (Auswahl)[Bearbeiten]

Zu den Autoren des Verlages zählen die Musiker und Künstler Wolfgang Müller von Die Tödliche Doris, Max Müller (Sänger der Rockband Mutter) und der Maler und Grafiker Jim Avignon. Weitere Autoren sind Dietmar Dath (sein Debütroman Cordula killt dich erschien 1996), Darius James, dessen Essay-Band Voodoo Stew 2003 erschien, und Kathrin Passig, die 2006 den Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt, sowie Peter O. Chotjewitz, Rudolf Lorenzen, Elfriede Czurda, Leonhard Lorek, Gisela Elsner, Georg Kreisler, Giwi Margwelaschwili, Irmtraud Morgner, Christian Broecking und Thomas Ebermann.

Sonstiges[Bearbeiten]

2009 war der Verlag Mitinitiator der Hotlist, des jährlich vergebenen Buchpreises der unabhängigen Verlage.

2014 wurde der Verlag mit dem Preis der Kurt Wolff Stiftung ausgezeichnet.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vom geklauten Manuskript zum Verlag - der Verbrecher Verlag, Goethe Institut Online, gesichtet am 17. Januar 2011.
  2. Interview mit den Verbrecher-Verlegern über das Ausscheiden von Werner Labisch, Buchmarkt online vom 24. November 2010.
  3. Bernhard Schmid: Der Nahe Osten als Projektionsfläche (telepolis, 18. August 2006); vgl. Jungle World Redaktion: 10 Jahre Verbrecher Verlag (Jungle World / Verbrecher Verlag); Jungle World Redaktion (Verbrecher Verlag).
  4. Verbrecher-Verlag bekommt Kurt-Wolff-Preis. In: berliner-zeitung.de vom 3. Dezember 2013. Abgerufen am 3. Dezember 2013.