Volkertshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Volkertshausen
Volkertshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Volkertshausen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 49′ N, 8° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Konstanz
Höhe: 443 m ü. NHN
Fläche: 5,15 km2
Einwohner: 3016 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 586 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78269
Vorwahl: 07774
Kfz-Kennzeichen: KN
Gemeindeschlüssel: 08 3 35 081
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 27
78269 Volkertshausen
Webpräsenz: www.volkertshausen.de
Bürgermeister: Alfred Mutter (CDU)
Lage der Gemeinde Volkertshausen im Landkreis Konstanz
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Über dieses Bild

Volkertshausen ist eine Gemeinde im baden-württembergischen Landkreis Konstanz in Deutschland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkertshausen liegt nördlich vom Bodensee im Hegau an der Radolfzeller Aach, etwa neun Kilometer von Singen (Hohentwiel) entfernt. Mit einer Gemarkungsfläche von 514 Hektar ist Volkertshausen flächenmäßig die kleinste Gemeinde im Landkreis Konstanz.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Aach, im Osten an Steißlingen, im Süden an die Stadt Singen und im Westen an Mühlhausen-Ehingen.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Volkertshausen gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.

Historische Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet der Gemeinde Volkertshausen liegen die abgegangenen Ortschaften Bächlingen, das 752 als Pachinova erstmals erwähnt wurde, und Kyhlstetten.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Volcholtshusen wurde im Jahre 1250 erstmals als urkundlich erwähnt; weitere Namen waren Volkoltzhusen (1275) und Volkartshusen (1301).

1501 gelangte Volkertshausen durch Verkauf an Johann Jakob von Bodman und von dessen Familie um 1519 an Hans Schlupf zu Aach. 1522 kam der Ort an die Familie von Heggelbach, 1594 erwarb die Herrschaft Langenstein das Dorf zurück. Die Grafen von Welsperg, die damals auf Langenstein saßen, die Begründer und Förderer der Volkertshauser Industrie, behielten Volkertshausen bis zum Jahr 1814. 1826 wurde Volkertshausen an Großherzog Ludwig von Baden verkauft.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ende 1959: 1.385
  • Ende 1960: 1.460, davon 85 Ausländer[4]
  • Ende 2005: 2.792
  • Ende 2007: 2.867
  • Ende 2015: 3.016

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 64 % der Einwohner gehören der römisch-katholischen Kirche, knapp 18 % der evangelischen Landeskirche und rund 6 % der islamischen Religionsgemeinschaft an.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gemeindereform, die in den Jahren nach 1970 in Baden-Württemberg stattfand, konnte sich die Gemeinde Volkertshausen erfolgreich ihre Selbständigkeit bewahren. Mit der Stadt Singen und den Gemeinden Steißlingen und Rielasingen-Worblingen ist eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart, die für die gemeinsame Flächennutzungsplanung zuständig ist.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in Volkertshausen führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[5]. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,7 % (2009: 56,3 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Ergebnis 2009
Volkertshauser Bürger/CDU 44,8 % 5 41,2 %, 5 Sitze
Freie Wähler 30,1 % 4 34,9 %, 4 Sitze
SPD 25,1 % 3 23,9 %, 3 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Volkertshausen ist Alfred Mutter. Er hat das Amt seit dem 19. April 1983 inne.[6] Bei seinen Alleinkandidaturen erreichte er 1991 69,77 Prozent und 1999 64,3 Prozent Wahlbeteiligungen. Die letzten Wiederwahl war am 18. Januar 2015.

  • seit 1983: Alfred Mutter (CDU)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Silber (Weiß) ein roter Zickzackbalken (zwei Zacken unten).

Bei der Schaffung des Gemeindewappens im Jahre 1897 wurde auf Empfehlung des Generallandesarchivs als Motiv der Zickzackbalken gewählt, der – silbern in Rot – das Bild des zweiten und dritten Feldes des gräflich welsbergischen Wappens ausmacht.[7]

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkertshausen unterhält seit 1991 partnerschaftliche Beziehungen zu Schönau-Berzdorf in Sachsen und seit 1998 auch zu Bolsena in Italien.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Volkertshausen gibt es eine Grund- und Hauptschule sowie einen Kindergarten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Volkertshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 776–777
  3. Geschichte der Gemeinde Volkertshausen auf www.volkertshausen.de
  4. Heimat-Chronik. In: „HEGAU – Zeitschrift für Geschichte, Volkskunde und Naturgeschichte des Gebietes zwischen Rhein, Donau und Bodensee“. Heft 2 (10) 1960. Seite 352
  5. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  6. Matthias Biehler: Bürgermeister: Es kann nur eine Liste geben. In: Südkurier vom 10. Mai 2010
  7. Wappenbeschreibung bei Landeskunde entdecken online