Vicus Wareswald

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Wareswald)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Mars-Figur aus dem Marstempel des Vicus

Als Vicus Wareswald wird ein auf den Gemarkungen der Gemeinden Oberthal, Marpingen und Tholey im Landkreis St. Wendel im nördlichen Saarland gelegene kleinstädtische römische Siedlung (Vicus) bezeichnet. Hier finden seit dem Jahr 2001 umfangreiche Ausgrabungen mit dem Ziel statt, Aussehen, Struktur und Chronologie der Siedlung zu klären.

Lage und Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Vicus Wareswald (etwa in der Mitte der Karte) am Schnittpunkt bedeutender römischer Straßen

Die Siedlung hat ihren Ursprung in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. am Kreuzungspunkt zweier stark frequentierter Straßen aus römischer Zeit. Eine Verbindung lief von Straßburg über den römischen Vicus in Schwarzenacker (Stadt Homburg) nach Augusta Treverorum (heute Trier), die zweite kam von Metz über Dillingen-Pachten, das antike Contiomagus, durch den Vicus im Wareswald bis nach Mainz. Die Siedlung lag in der römischen Provinz Gallia Belgica (später Belgica I) im südöstlichen Grenzgebiet der civitas der Treverer zur civitas der Mediomatriker, jedoch noch auf treverischem Gebiet. Viele Reisende nutzten die Straßen und schufen, so das gängige Erklärungsmodell zur Entstehung der Siedlung, eine Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, die von sich hier ansiedelnden Händlern und Handwerkern befriedigt wurde. Möglicherweise folgte der Straßenzug einer eisenzeitlichen Handelsroute oder der Vicus hatte eine keltische Vorgängersiedlung, da an dieser Stelle auch Funde, insbesondere keltische Münzen, aus der Spätlatènezeit entdeckt wurden.[1]

Luftbild des Ausgrabungsgeländes im Wareswald

Der römische Siedlungrest liegt am Fuß des Schaumbergs in einem Waldgebiet namens Wareswald. Dieser Name geht nicht, wie immer wieder vermutet wurde, auf römische Ursprünge zurück, beispielsweise als „Varus-Wald“,[2] sondern bezieht sich wahrscheinlich auf das althochdeutsche warôn zurück, das dem modernen wahren/bewahren/verwahren entspricht. Diese Bezeichnung dürfte sich davon herleiten, dass die Nutzung des Waldes oder die dortige Jagd im Mittelalter dem Lehnsherrn vorbehalten und der Bevölkerung verwehrt war.[3] Eine weitere These leitet den Namen des Waldstücks vom Personennamen Warin beziehungsweise dem lothringischen Adelsgeschlecht Warsberg her.[4]

Forschungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unsystematische Grabungen führten 1829 zur Entdeckung eines „römischen Tempels mit 8 schön gearbeiteten Säulen, 3 Statuen von Stein und einer Menge kleiner Bronzener Votivbilder“.[5] Der Tempel soll rund, die Wände innen dunkelrot und mit Hasen bemalt gewesen sein, weshalb man ihn in der Forschung gerne mit der Jagdgöttin Diana in Verbindung bringt.[6] Weitere Ausgrabungen fanden ab 1836 durch den „Verein für Erforschung und Sammlung von Altertümern in den Kreisen Ottweiler und St. Wendel“ statt.[7] Seit 2001 wird der Vicus im Rahmen des Projekts „TERREX“ („Treverorum et romanorum regionis exploratio“, „Erforschung der Region der Treverer und Römer“)[8] wissenschaftlich erforscht. Seit 2018 erfolgen die Grabungen in Kooperation mit der Kennesaw State University und dem dortigen Archäologen Philip Kiernan.[9]

Ausdehnung und Chronologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch umfangreiche geomagnetische Untersuchungen und intensive Oberflächenbegehungen ist die Ausdehnung des Vicus weitgehend bekannt. Er erstreckte sich auf einer Länge von circa 1000 Metern auf dem Höhenrücken entlang der Straße. Darüber hinaus wurde das Siedlungsgelände terrassenförmig hangabwärts in südliche und nördliche Richtung erweitert.

Der im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründete Siedlungskern wuchs nach und nach an und erreichte seine größte Ausdehnung (etwa 20 Hektar) und damit Blütezeit im 2. Jahrhundert.

Der wirtschaftliche Niedergang im Verlauf des 3. Jahrhunderts n. Chr. erfasste auch die Siedlung im Wareswald. Ein erneuter Aufschwung infolge der Erhebung Triers zur Kaiserresidenz am Anfang des 4. Jahrhunderts lässt sich auch im Wareswald erkennen. Es ist in dieser Phase zu beobachten, dass einige Gebäude eine grundsätzliche Instandsetzung erfuhren (etwa der Marstempel). Bis zum Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. sind Siedlungsaktivitäten archäologisch zu fassen. Ende des 4. Jahrhunderts wurde der Vicus endgültig verlassen und fiel wüst. Eine mittelalterliche oder neuzeitliche Überbauung fand nicht statt.

Befunde und Funde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedlungskern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild von Ausgrabungen im Bereich des Vicus Wareswald

Im Siedlungskern wurde bislang eine Fläche von ca. 2500 Quadratmetern ausgegraben. Entlang der römischen Straße mit parallel laufendem Abwassergraben und einer Portikus (überdachtem Gehsteig) erstreckte sich die Bebauung mit Gebäuden. Bislang können drei Gebäudekomplexe mit verschiedenen Bauphasen unterschieden werden.

Das sogenannte Gebäude D besaß in seiner frühen Bauphase einen ca. 12,50 × 7,50 Meter messenden Keller, der durch Einzug einer Quermauer später halbiert wurde. Aufgrund seiner Größe lässt sich vermuten, dass er einem Händler als Lager seiner Waren diente. In einer weiteren Ausbauphase wurde der Keller aufgegeben und mit Lehm verfüllt. Über dem Keller wurde nun ein repräsentativer Raum mit Fußbodenheizung (hypokaustum) errichtet, der mit Wandmalerei ausgestaltet wurde und verglaste Fenster besaß. Südwestlich anschließend legte man zwei ca. 3,50 × 3,50 Meter messende Badezimmer an, deren Wannen aus einem wasserdichten Gemisch von weißem Kalkmörtel und Ziegelbruch, dem sogenannten Terrazzo, bestanden. Ein weiterer kleiner ca. 2 × 2 Meter messender Anbau der gleichen Bauphase im südöstlichen Bereich wies ebenfalls eine Fußbodenheizung auf und wird als beheizter Baderaum gedeutet. Zu dieser Bauphase besaß das Gebäude also reinen Wohnhauscharakter. In der Verfüllungsschicht eines Kellers (D13) fanden sich neben Feinkeramik unter anderem auch einige Landwirtschaftswerkzeuge.[10]

Die südwestlich und nordöstlich angrenzenden Gebäude dagegen dienten wohl Händlern und Handwerkern nicht nur als Wohnraum, sondern auch als Kontor, denn hier fanden sich halbfertige Bronzestatuetten und ein 99 römische Pfund (ca. 30 Kilogramm) schweres Steingewicht einer schweren Balkenwaage[11], die wohl nicht in einem Privathaushalt eingesetzt wurde. Da noch kein Gebäude vollständig im Grundriss erfasst ist, können wenig Aussagen zur Typologie der Grundrisse gemacht werden. Offensichtlich war aber im offengelegten Teil keine Streifenhausbebauung vorhanden, wie sie in den Straßenvici sonst sehr üblich ist.

In der Spätantike entwickelt sich im untersuchten Grabungsbereich eine Rötelstift-„Manufaktur“. Der nur wenige km entfernt bis ins 20. Jahrhundert abgebaute Mineralfarbstoff wurde zu Farbstiften geschnitten und in den Handel gebracht.[12] 2018 wurde im Siedlungsbereich des Vicus zudem ein Depotfund von Fingerringen des 3. und frühen 4. Jahrhunderts entdeckt. Die insgesamt 24 Ringe aus Bronze waren auf einem filigranen bronzenen Armreif aufgefädelt. Sieben von ihnen waren mit einem eingearbeiteten gläsernen Gemmenimitat verziert und konnten damit als Siegelringe genutzt werden, sechs weitere wiesen eine kreisrunde flache Glaseinlage auf. Drei Ringe, deren Verzierungen mit Durchbrucharbeiten (Opus interrasile) das Aussehen kostbarer Gold- und Silberringe nachahmten, besaßen ebenfalls eine Aussparung für eine Glaseinlage, die aber nie dort eingefügt wurde. Die Stücke dieser letztgenannten Kategorie sind also Halbfabrikate, genauso wie sechs weitere Ringe des Hortfundes, bei denen noch ein „Gusszapfen“ als Überrest des Gießvorgangs absteht. Diese unfertigen Objekte zeigen, dass es sich bei dem Hort nicht um den Besitz einer Privatperson handelt, sondern um das Sortiment eines ortsansässigen Handwerkers.[13]

„Haus der Fortuna“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2019 wurde etwas südwestlich der Gebäude A–D ein größerer Bau entdeckt, der als Gebäude G oder als Haus der Fortuna bezeichnet wird. Dort wurde eine Sandsteinfigur der römischen Göttin Fortuna zutage gefördert, die bis auf den fehlenden Kopf vollständig erhalten ist und noch eine Höhe von etwa 35 cm aufweist. Zwei Meter entfernt wurde ein weiterer Statuettenteil, der Kopf einer weiblichen Figur, gefunden, bei dem es sich aber nicht um den verlorenen Kopf der Fortuna handeln kann. Das prächtige Gebäude wies mehrere Kellerräume auf. In einer der Bauphasen wurde ein Raum mit Fußbodenheizung (Hypokaustum) angelegt. Auf der der Straße abgewandten Seite fällt das Gelände zu einem Tal mit Bachlauf ab; an das Haus schloss sich dort vermutlich eine Gartenanlage an, von der sich Terrassenmauern, eine Freitreppe und andere bauliche Gestaltungselemente erhalten haben.[14][15][16]

Mars-Tempel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mars-Figur aus dem Marstempel
Lanzenspitzen aus den Ausgrabungen

200 Meter südwestlich der Grabungen im Siedlungskern liegen die Überreste eines Tempels des Kriegsgottes Mars, der wohl um 100 n. Chr. errichtet wurde.[17] Dabei wurde das Grab eines keltischen Kriegers der mittleren Latènezeit (250–150 v. Chr.), das sich in diesem Bereich befand, teilweise zerstört.[18] Der Grundriss des Heiligtums folgt dem Typ des gallo-römischen Umgangstempels. Das Bauwerk besteht also aus einem zentralen, turmartigen Tempelraum (cella) und einem darum verlaufenden überdachten Umgang, der nach außen durch eine Mauer abgegrenzt ist. Die Außenwand der äußeren Umgangsmauer war zumindest im Sockelbereich rot verputzt. Für einen gallo-römischen Umgangstempel unüblich sind dagegen zwei Vorsprünge (Lisenen) in der Südwest- und der Südostwand der cella, die vielleicht als Stützpfeiler des hoch aufragenden Zentralraums dienten.[19]

Anfang des 4. Jahrhunderts wurde der Tempel renoviert und an die Nordwest-Ecke ein zusätzlicher Raum angebaut, in dem Scherben von Kannen, Töpfen und einem großen Vorratsgefäß (Dolium) gefunden wurden. Dies könnte darauf hindeuten, dass in dem Anbau Lebensmittel für die Nutzung im Kult gelagert wurden. Wie schon bei den Grabungen im Siedlungskern enden die Funde auch beim Marstempel am Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. Eine weitere Überbauung fand bis in die heutige Zeit nicht mehr statt.[20][21] Verschiedene Funde aus den Grabungen am Marstempel zeugen von den dortigen Kult- und Opferhandlungen; bei vielen von ihnen dürfte es sich um antike Votivgaben handeln. Vier Statuetten des Mars und insgesamt 85 eiserne Lanzenspitzen sprechen für eine Identifikation der Anlage als Heiligtum des römischen Kriegsgottes.[22] Eine bereits vor 1826 im Vicus entdeckte Weihinschrift, die neben Iupiter Optimus Maximus auch Mars Cnabetius und den Genius loci bedachte, ist nur noch durch eine neuzeitliche Abschrift überliefert.[23] 2021 wurde eine Visualisierung des Umgangstempels errichtet, die wichtige Bauteile des Gebäudes andeutet und damit eine Vorstellung von den Dimensionen verschafft.[24]

In unmittelbarer Nachbarschaft wurde der Grundriss eines weiteren Bauwerks freigelegt. Die bislang ausgegrabenen Mauerreste lassen sich zu einem weiteren gallo-römischen Heiligtum ergänzen. Die Mauern umfassten nur eine einzige Steinlage; der weitere Aufbau bestand wohl aus einer Holzkonstruktion mit Flechtwerkwänden und Lehmbewurf. Das Gebäude wurde zu einem noch unbekannten Zeitpunkt niedergelegt und das Gelände planiert. Leicht nach Osten versetzt, aber mit gleicher, über Eck genordeter Orientierung wurde dann der sogenannte Mars-Tempel errichtet.[25]

Gräber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinernes Dekorelement in Form eines Pinienzapfens vom großen Pfeilergrabmal im Wareswald

Beim Bau eines Parkplatzes im Grabungsschutzgebiet wurden zunächst behauene Sandsteinblöcke entdeckt. Der Fund von rund 700 Relieffragmenten und besonders eines etwa 40 Zentimeter hohen Pinienzapfens ließ dann erkennen, dass man es hier mit einem Grabmonument zu tun hatte, genauer gesagt einem Pfeilergrabmal. Zahlreiche Fragmente des Reliefschmucks zeigen unbekleidete Figuren mythologischer Szenen, es gibt aber auch Fragmente bekleideter Figuren, wahrscheinlich eine Darstellung der Familie, die dieses Monument bauen ließ, sowie Szenen aus dem Meer, aber auch aus dem Weinberg.[26] Von der Grabinschrift sind lediglich zwei Fragmente mit drei, allerdings recht großen Buchstaben erhalten.[27] An der Basis besaß der Pfeiler eine Kantenlänge von 4,20 × 3,80 Meter. Die Untersuchung der geborgenen Architekturglieder ließ darauf schließen, dass das gesamte Monument einst eine Höhe von ca. 10–12 Meter besessen hat.[28] Unmittelbar an der römischen Straße gelegen, diente der Pfeiler nicht nur dem Totenkult, sondern auch der Repräsentation der Familie des Erbauers, die mit Sicherheit eine hochrangige Position im Vicus Wareswald innehatte. Auch und besonders durch dieses Pfeilergrabmal ist der Wohlstand belegt, der zur Blütezeit in der Siedlung herrschte.[29]

Das Pfeilergrabmal wurde abstrakt in Stahl und Beton nach Vorgaben des Landesdenkmalamtes mit EU-Fördermitteln in seinen Dimensionen visualisiert.[30]

Im Rahmen der archäologischen Untersuchungen wurden neben dem Grabpfeiler mindestens drei weitere Fundamente und Schuttfelder mit reliefierten Sandsteinen von Grabarchitektur entlang eines antiken Straßenkörpers entdeckt. Des Weiteren fanden sich ein kreisrunder antiker Schacht, der bis zu einer Tiefe von 5 Metern untersucht wurde, sowie ein ungewöhnliches römerzeitliches Drainagesystem.[31] Die in direkter Nähe zueinander gefundenen Überreste mehrerer repräsentativer Grabdenkmäler und sonstiger Anlagen deuten darauf hin, dass sich an dieser Stelle in römischer Zeit eine Gräberstraße im Vorfeld der Siedlung befand.[32] Neben diesen archäologischen Befunden der antiken Nekropole existieren noch zwei weitere, bereits länger bekannte steinerne Grabinschriften aus dem Bereich des Wareswaldes.[33] Darüber hinaus könnten möglicherweise auch verschiedene römische Grabsteine, die in Gebäuden der näheren Umgebung als Spolien verbaut waren, von dem Gräberfeld oder den Gräberfeldern des Vicus stammen.[34]

Inschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich des Vicus sind seit dem 19. Jahrhundert insgesamt neun lateinische Inschriften gefunden worden: Zwei Weihinschriften für Merkur, eine für Visucius, eine für Iupiter Optimus Maximus/Mars Cnabetius/Genius loci, eine weitere allein für Iupiter Optimus Maximus, eine Weihinschrift ohne Erwähnung einer Gottheit, eine Grabinschrift für Ingenuus und Gabrilla, eine weitere für Utilius und Secundina sowie zwei Fragmente der Grabinschrift, welche zum Pfeilergrabmal gehörten. Zusätzlich fand sich ein goldener Frauenring mit griechischer Inschrift.[35]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus-Peter Henz: Das Grabungsprojekt Römischer Vicus Wareswald – eine römische Siedlung am Fuße des Schaumberges. In: Heimatbuch des Landkreises St. Wendel. Ausgabe 29, 2000–2003, S. 101–109 (PDF).
  • Klaus-Peter Henz et al.: Römischer Vicus Wareswald: Ausgrabung Wareswald – Erste Ergebnisse. Pirrot Verlag, Saarbrücken 2002, ISBN 3-930714-80-9.
  • Klaus-Peter Henz: Der gallorömische Vicus Wareswald. Ein Rundgang durch die antike Siedlung. Marpingen 2017.
  • Krešimir Matijević: Die Inschriften von Tholey, Landkreis St. Wendel, Gallia Belgica. In: Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend 59, 2011, S. 9–58; S. 36–50 zu den Inschriften aus dem Vicus Wareswald (Digitalisat).
  • Michael Schmitt: Von Göttern und Gräbern. In: Archäologie in Deutschland. Ausgabe 5/2006, S. 62–65.
  • Reiner Schmitt: Fundmünzen im römischen vicus Wareswald 2002–2006 (= Archäologische Funde im Saarland. Band 1). Archäologie-Büro & Verlag Glansdorp, Tholey 2008, S. 17–132.
  • Terrex gGmbH (Hrsg.): Kelten und Römer im St. Wendeler Land. Die Ausgrabungen der TERREX gGmbH am „Hunnenring“ und im vicus Wareswald. Eine Bestandsaufnahme. Edition Schaumberg, Heusweiler 2010, ISBN 978-3-941095-04-5 (zum Vicus Wareswald die Beiträge S. 163–292).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe Johannes Schönwald: Forschungsgeschichte Wareswald. In: TERREX gGmbH (Hg.): Ausgrabung Wareswald. Erste Ergebnisse. Pirrot, Saarbrücken 2002, S. 13–47, hier: S. 46 und schon Helmut Freis: Das Saarland zur Römerzeit. Institut für Landeskunde im Saarland, Saarbrücken 1991, S. 50: „[...] könnte sogar der Mittelpunkt eines Gaues aus der Zeit des freien Keltentums gewesen sein.“
  2. Hierzu Karl Zangemeister: Dacianus und Rictius Varus. In: Korrespondenzblatt der Westdeutschen Zeitschrift für Geschichte und Kunst. Jahrgang 7, Nummer 4, 1888, Sp. 91–93, hier Sp. 91 f. (Digitalisat).
  3. Der Wareswald hat nichts mit Rixovarus zu tun. hfrg.de, abgerufen am 3. Mai 2022.
  4. Michael Schmitt: Von Göttern und Gräbern. In: Archäologie in Deutschland. Ausgabe 5/2006, S. 62–65, hier S. 64.
  5. Ernst F. Zwirner u. a.: Ueber die Römerstraßen in den Rhein- und Moselgegenden. In: Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbefleißes in Preußen 12, 1833, S. 72–110, hier: S. 98; anders Erster Bericht des Vereins für Erforschung und Sammlung von Alterthümern in den Kreisen St. Wendel und Ottweiler. Ottweiler u. a. 1838, S. 15, wonach der Tempel schon 1824/1825 ergraben worden sei.
  6. Beispielsweise Reinhard Schindler: Gallorömische Götter, Kulte und Heiligtümer im Saarland. In: Bericht der Staatlichen Denkmalpflege im Saarland. Band 12, 1965, S. 79–106, hier S. 86, 97 f., 100, der dies ferner mit dem Fund von zahlreichen Lanzen- und Pfeilspitzen stützt.
  7. Klaus-Peter Henz: Das Grabungsprojekt Römischer Vicus Wareswald – eine römische Siedlung am Fuße des Schaumberges. In: Heimatbuch des Landkreises St. Wendel. Ausgabe 29, 2000–2003, S. 101–109, hier S. 101.
  8. Wir über uns. Website der TERREX gGmbH, abgerufen am 3. Mai 2022.
  9. Digging a Roman Temple - Spring 2020. YouTube-Beitrag der Kennesaw State University vom 15. Mai 2020, abgerufen am 12. Mai 2022.
  10. Zu Keller D13 (und den sonstigen Grabungen 2017 an Haus D) Klaus-Peter Henz: VIVAMUS und BIBITE. Trierer Spruchbecher im Wareswald. In: Ministerium für Bildung und Kultur – Landesdenkmalamt (Hrsg.): Denkmalpflege im Saarland. Jahresbericht 2017. Landesdenkmalamt, Saarbrücken 2018, S. 62–65, hier S. 64 (online).
  11. Edith Glansdorp, Eric Glansdorp: Gewichte und ein Bleietikett aus dem romischen vicus Wareswald bei Oberthal. In: Dieselben (Hrsg.): Vor- und frühgeschichtliche Spuren im mittleren Primstal. Archäologische Ausstellungen im Heimatmuseum Neipel von 1997 bis 2012 (= Archäologische Funde im Saarland. Band 2). Archäologie-Büro & Verlag Glansdorp, Tholey 2013, ISBN 978-3-00-039212-2, S. 557–575.
  12. Eric Glansdorp: Römerzeitliche Rötelstift- und Rötelpulverproduktion im nördlichen Saarland. Rötelstifte aus dem römischen vicus Wareswald bei Oberthal. In: Edith Glansdorp, Eric Glansdorp (Hrsg.): Vor- und frühgeschichtliche Spuren im mittleren Primstal. Archäologische Ausstellungen im Heimatmuseum Neipel von 1997 bis 2012 (= Archäologische Funde im Saarland. Band 2). Tholey 2013, ISBN 978-3-00-039212-2, S. 253–271.
  13. Philip Kiernan: The Hoard of the Rings: A Recent Discovery in the Forbidden Forest (Kurzvortrag). YouTube-Kanal "Kennesaw State Research" vom 10. Dezember 2021, abgerufen am 23. Mai 2022. Kiernan spricht dort von vier Ringen mit Opus-interrasile-Verzierung; die Folie ab Minute 7:00 zeigt jedoch, dass es sich nur um drei Ringe handelt.
  14. Klaus-Peter Henz: Kopflose Fortuna und ein weiterer Tempel im Wareswald. Die Grabungskampagne 2019. Vorgängerbau zum Mars-Tempel. In: Ministerium für Bildung und Kultur – Landesdenkmalamt (Hrsg.): Denkmalpflege im Saarland. Jahresbericht 2019. Landesdenkmalamt, Schiffweiler 2020, S. 58–63 (online).
  15. Facebook-Beitrag von Terrex gGmbH vom 18. November 2020, abgerufen am 3. Mai 2022.
  16. Klaus-Peter Henz: Fortuna im Wareswald. In: Saargeschichten. Ausgabe 58/59, 2020, S. 5–11.
  17. Wolfgang Adler: Tholey, Wareswald: Lanzen für Mars? Zum Kultgeschehen im gallorömischen Umgangstempel. In: Ministerium für Bildung und Kultur – Landesdenkmalamt (Hrsg.): Denkmalpflege im Saarland. Jahresbericht 2017. Landesdenkmalamt, Saarbrücken 2018, S. 66–69, hier S. 66 (online).
  18. Klaus-Peter Henz, Walter Reinhard: Keltischer Krieger beim römischen Marstempel. In: Archäologie in Deutschland. Ausgabe 4/2015, S. 45.
  19. Klaus-Peter Henz: Ein gallo-römischer Umgangstempel im Wareswald, Gmde. Tholey, Kr. St. Wendel: Ein Vorbericht. In: Michael Koch (Hrsg.): Archäologie in der Großregion. Beiträge des internationalen Symposiums zur Archäologie in der Großregion in der Europäischen Akademie Otzenhausen, 19.-22. Februar 2015 (= Archäologentage Otzenhausen. Band 2). Europäische Akademie Otzenhausen, Nonnweiler 2016, ISBN 978-3-941509-13-9, S. 183–192 (online).
  20. Klaus-Peter Henz: Gallorömischer Umgangstempel mit Annex im Wareswald. In: Ministerium für Bildung und Kultur – Landesdenkmalamt (Hrsg.): Denkmalpflege im Saarland. Jahresbericht 2013. Landesdenkmalamt, Saarbrücken 2014, S. 33–36 (online).
  21. Klaus-Peter Henz: Die Grabungskampagne 2014 im Wareswald bei Tholey. In: Ministerium für Bildung und Kultur – Landesdenkmalamt (Hrsg.): Denkmalpflege im Saarland. Jahresbericht 2014. Landesdenkmalamt, Saarbrücken 2015, S. 34–37.
  22. Wolfgang Adler: Tholey, Wareswald: Lanzen für Mars? Zum Kultgeschehen im gallorömischen Umgangstempel. In: Ministerium für Bildung und Kultur – Landesdenkmalamt (Hrsg.): Denkmalpflege im Saarland. Jahresbericht 2017. Landesdenkmalamt, Saarbrücken 2018, S. 66–69.
  23. Siehe Krešimir Matijević: Die Inschriften von Tholey, Landkreis St. Wendel, Gallia Belgica. In: Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend. Band 59, 2011, S. 9–58, hier S. 41–43 Nr. 21.
  24. Facebook-Beitrag von Terrex gGmbH vom 17. Juni 2021, abgerufen am 12. Mai 2022.
  25. Klaus-Peter Henz: Kopflose Fortuna und ein weiterer Tempel im Wareswald. Die Grabungskampagne 2019. Vorgängerbau zum Mars-Tempel. In: Ministerium für Bildung und Kultur – Landesdenkmalamt (Hrsg.): Denkmalpflege im Saarland. Jahresbericht 2019. Landesdenkmalamt, Schiffweiler 2020, S. 58–63, hier S. 58.
  26. Klaus-Peter Henz, Anja Klöckner: Die Grabmäler im Wareswald bei Tholey. In: Dietrich Boschung (Hrsg.): Grabbauten des 2. und 3. Jahrhunderts in den gallischen und germanischen Provinzen. Akten des Internationalen Kolloquiums Köln 22. bis 23. Februar 2007 (= ZAKMIRA. Band 7). Harrassowitz, Wiesbaden 2009, S. 69–88, hier S. 73–88.
  27. Krešimir Matijević: Die Inschriften von Tholey, Landkreis St. Wendel, Gallia Belgica. In: Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend. Band 59, 2011, S. 9–58, hier S. 49 f. Nr. 27.
  28. Klaus-Peter Henz, Anja Klöckner: Die Grabmäler im Wareswald bei Tholey. In: Dietrich Boschung (Hrsg.): Grabbauten des 2. und 3. Jahrhunderts in den gallischen und germanischen Provinzen. Akten des Internationalen Kolloquiums Köln 22. bis 23. Februar 2007 (= ZAKMIRA. Band 7). Harrassowitz, Wiesbaden 2009, S. 69–88, hier S. 70–73.
  29. Infotafel zum Pfeilergrabmal auf der Website der Gemeinde Tholey, abgerufen am 25. Mai 2022.
  30. Frank Faber: Neue Eingangstür zur Grabungsstätte im Wareswald. Saarbrücker Zeitung vom 20. September 2011, abgerufen am 3. Mai 2022.
  31. Edith Glansdorp, Eric Glansdorp: Gräberstraße, Schacht und Römerhaus. Funde und Befunde der „Parkplatzgrabung“ im vicus Wareswald. In: Terrex gGmbH (Hrsg.): Kelten und Römer im St. Wendeler Land. Die Ausgrabungen der TERREX gGmbH am „Hunnenring“ und im vicus Wareswald. Eine Bestandsaufnahme. Edition Schaumberg, Heusweiler 2010, ISBN 978-3-941095-04-5, S. 216–264.
  32. Anja Klöckner, Klaus-Peter Henz: Gräberstraße im Wald. In: Archäologie in Deutschland. Ausgabe 1/2006, S. 55.
  33. CIL XIII, 4260; CIL XIII, 4261
  34. Krešimir Matijević: Neue Inschriften aus Tholey/Gallia Belgica und Umgebung. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik. Band 175, 2010, S. 258–264, hier S. 258.
  35. Krešimir Matijević: Die Inschriften von Tholey, Landkreis St. Wendel, Gallia Belgica. In: Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend. Band 59, 2011, S. 9–58, hier S. 36–50, Nr. 18–27.

Koordinaten: 49° 29′ 39″ N, 7° 3′ 30″ O