William Bruce Davis

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William Bruce Davis (2011)
William Bruce Davis als Teilnehmer der CSIConference 2011

William Bruce Davis (* 13. Januar 1938 in Toronto, Ontario) ist ein kanadischer Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle als „Krebskandidat“ in der Fernsehserie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI bekannt wurde.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine erste Erfahrung auf der Bühne und im Radio machte Davis im Alter von 11 Jahren. 1959 machte er seinen Bachelor-Abschluss in Philosophie an der University of Toronto. Er lernte an der London Academy of Music and Dramatic Art und arbeitete mehrere Jahre als Regisseur in britischen Repertoiretheater. Am Royal National Theatre arbeitete er unter anderen zusammen mit den Schauspielern Maggie Smith, Laurence Olivier und Albert Finney.

Später arbeitete Davis in Kanada an der National Theatre School sowie als Regisseur in verschiedenen regionalen Theatern. In den 1970ern begann er wieder mit der Arbeit als Schauspieler. 1989 gründete er mit dem William Davis Centre for Actors Study in Vancouver seine eigene Schauspielschule. Davis hatte Auftritte in zahlreichen Filmen und Fernsehserien, darunter in Strandpiraten, 21 Jump Street, Wiseguy, MacGyver, Der Polizeichef, Outer Limits, Smallville, Stargate – Kommando SG-1, Supernatural und Continuum.[1]

Seine berühmteste Rolle ist die des geheimnisvollen Kettenrauchers, auch „Krebskandidat“ („Cancer Man“ im englischen Original) genannt, in der Fernsehserie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI von 1993 bis 2002 sowie 2016. Privat gewöhnte sich Davis in den 1970er Jahren das Rauchen ab und nutzte seine Bekanntheit durch die Serie zur Unterstützung von Anti-Raucher-Kampagnen der Canadian Cancer Society. Für die Dreharbeiten zu Akte X rauchte er Kräuterzigaretten.[1] Als überzeugter Skeptiker spielte Davis schon früh mit dem Gedanken, sich aus der Serie zurückzuziehen. Seine Bedenken wurden vor allem durch Richard Dawkins verstärkt, ein Idol von Davis, der Akte X wiederholt öffentlich vorwarf, den Glauben an das Paranormale zu fördern. Schließlich gelangte Davis aber zu der Überzeugung, dass es keine Belege für diese Behauptung gibt.[2][3]

Davis ist Atheist und in der Skeptikerbewegung aktiv. In Vorträgen macht er besonders auf die Bedrohung durch die Globale Erwärmung aufmerksam.[2] Er ist verheiratet und hat zwei Töchter aus einer früheren Ehe. Als passionierter Wasserskier gewann er bereits die kanadische Meisterschaft in der Altersgruppe der 65- bis 70-Jährigen.[4]

2011 veröffentlichte er seine Autobiografie. Der Titel Where There's Smoke...: Musings of a Cigarette Smoking Man spielt auf die gleichnamige Akte-X-Folge der vierten Staffel an.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William Bruce Davis: Where There's Smoke...: Musings of a Cigarette Smoking Man. ECW Press, Toronto 2011, ISBN 1-77041-052-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: William B. Davis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Michael D. Reid: Big Picture: X-Files’ Smoking Man is about to light another. In: Times-Colonist. 29. Januar 2016, abgerufen am 9. Mai 2017.
  2. a b Geoff Cowan: The Truth is Out There. In: The Skeptic. März 2013, S. 28 ff. (scribd.com).
  3. Yvonne Palkowski: Smoke and Mirrors: The X-Files' William B. Davis on his memoirs and why he doesn't believe in ghosts. University College (Toronto), 2012, abgerufen am 9. Mai 2017.
  4. Sandra Thomas: Fairview: 'Smoking man' hopes to smoke the competition on skis. In: Vancouver Courier. 13. Februar 2014, abgerufen am 9. Mai 2017.