Winfried Pilz

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Monsignore Pilz in Studánka bei Varnsdorf (2017)

Winfried Pilz (* 4. Juli 1940 in Warnsdorf, Sudetenland; † 23. Februar 2019 in Görlitz[1]) war ein deutscher römisch-katholischer Priester. Er war Präsident des Kindermissionswerks Die Sternsinger. Bekannt wurde er als Liederautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Vertreibung aus der Tschechoslowakei kam Winfried Pilz mit seiner Familie 1952 ins Rheinland und wuchs in Wermelskirchen auf. Er studierte Philosophie und Katholische Theologie in Bonn und München. 1966 empfing er im Kölner Dom die Priesterweihe. Nach einer Zeit als Kaplan in St. Martin in Euskirchen und in St. Joseph in Bonn wurde er Stadtjugendseelsorger in Bonn. Als Diözesanjugendseelsorger für die Männliche Jugend im Erzbistum Köln ab 1972 war er fast achtzehn Jahre zudem lang Rektor von Haus Altenberg in Altenberg, vom 12. Jahrhundert bis 1803 Ort einer Zisterzienserabtei, nahm Pilz in den 1970er- und 1980er-Jahren die mönchische Tradition des Ora et labora (Bete und arbeite) für die Jugendarbeit auf und lud nun hierhin zu Ora-et-labora-Wochen ein.[2] Auch belebte er im Jahr 1980 die Tradition des Altenberger Lichts wieder. Beim Jugendhaus Düsseldorf war er als Referent für Glaubensbildung tätig. Ab 1990 war er Pfarrer der Gemeinde Sankt Martinus in Kaarst.

Von 2000 bis 2010 war Monsignore Winfried Pilz Präsident des Kindermissionswerks Die Sternsinger in Aachen und leitete damit die Sternsingeraktion in Deutschland. Sein Nachfolger in diesem Amt wurde Klaus Krämer. Im Jahr 2007 wurde Pilz zum Präsidenten des Deutschen Katholischen Missionsrates gewählt. Von Juli 2010 bis 2012 war er Auslandsseelsorger in Prag und leitete die deutschsprachige Gemeinde.[3][4] 2012 ging er in den Ruhestand, seitdem lebte er in Leutersdorf in der Oberlausitz, nur wenige Kilometer von seinem heute in Tschechien liegenden Geburtsort entfernt.

Winfried Pilz textete und komponierte zahlreiche Neue Geistliche Lieder, sein bekanntestes ist die deutsche Fassung von Laudato si.[5] Für die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) verfasste er lange Jahre geistliche Impulse zum Kirchenjahr und erklärte die Kirchenfeste wie Kreuzerhöhung, Epiphanie, Fronleichnam und Christkönig.[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aus der Tiefe (1981)
  • Feuer auf die Erde zu werfen (1974)
  • Ich glaub an einen Gott, der singt (1987; Musik: Noël Colombier)
  • Laudato si (1974; Musik: aus Italien)
  • Mirjam aus Israel (Musik: Markus Pytlik)
  • Hörst du? (1990; Musik: Markus Pytlik)
  • Wir sind die Kinder dieser Welt (2005)
  • Morgen-Land. Weihnachtliche Rundfunkansprachen (2010)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Winfried Pilz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Er schrieb „Laudato si“: Prälat Winfried Pilz gestorben. In: katholisch.de. 25. Februar 2019, abgerufen am 25. Februar 2019.
  2. Winfried Pilz, Peter Jansen: Ora et labora. Junge Christen entdecken ein Programm. Kösel-Verlag, München 1983, ISBN 978-3-466-36167-0.
  3. Markus Bauer: Rückkehr in die Heimat. (Nicht mehr online verfügbar.) In: pragerzeitung.cz. 23. Juni 2010, archiviert vom Original am 25. Februar 2019; abgerufen am 26. Februar 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pragerzeitung.cz
  4. a b Alexander Brüggemann, Paula Konersmann: Zum Tod des Priesters und Liedautors Winfried Pilz: Eine starke Stimme – für Kinder und in der Musik. In: Domradio Köln. 25. Februar 2019, abgerufen am 26. Februar 2019.
  5. Felix Neumann: Laudato si! – Der Papst, der heilige Franz und das bekannte Neue Geistliche Lied. In: katholisch.de. 8. Juni 2015, abgerufen am 26. Februar 2019 (Interview mit Winfried Pilz).