Wirtschaft Perus

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Seit der Kolonialzeit ist die Wirtschaft Perus durch seinen Reichtum an Bodenschaetzen gepraegt. Daneben spielen Agrarprodukte eine grosse Rolle. Haengt jedoch die Ausfuhr von vor allem Kupfer, Gold und Silber nur von der Konjunktur auf dem Weltmarkt ab, so ist die landwirtschaftliche Produktion auch dem Phaenomen des El Nino unterworfen.

Anfang des 20. Jahrhunderts versuchten verschieden Regierungen, das Land wirtschaftlich weiterzuentwickeln. Dabei wurde die Rolle des Staates in den verschiedenen Ansaetzen unterschiedlich beurteilt. Nach dem Ende des kalten Krieges verschwanden mit den Planwirtschaften des Ostblocks oder Chinas auch deren Einfluss auf die Wirtschaftspolitik. Es setzte sich liberalistische Wirtschaftskonzepte durch. Peru ist heute das wirtschaftlich stabilste Land in Lateinamerika mit dem geringsten Risiko eines Zahlungsausfalls, noch vor Mexiko und Kolumbien. [1]. Kennzeichnend für den soliden wirtschaftlichen Zustand ist auch, dass nach dem Jahr 2000, unter den Regierungen von Toledo und Garcia sogar erreicht wurde, dass die peruanische Waehrung dem Dollar gegenueber an Wert gewann, etwas das in der peruanischen Geschichte zuvor noch nie vorgekommen ist, und dies bei einer niedrigen Inflationsrate [2]. Allerdings sind auch heute noch von den zehn Firmen die in Peru wertmässig die höchsten Verkaufsziffern haben sechs in auslaendischer Hand [3]. Grosse nordamerikanische, europäische und chilenische Unternehmen beherrschen den Markt. Dies gilt weitläufig für den Handel, die Fischereiindustrie, die Ausbeutung von Bodenschätzen und im Telekommunikationsbereich.

Die digitale Infrastruktur ist so gut entwickelt wie etwa in Spanien. Jedoch hinkt Peru in der Verwendung digitaler Technologie etwa in der Industrieproduktion hinterher [4].

96,5 % der Unternehmen in Peru gehoeren der Kategorie der kleinen und sehr kleinen Unternehmen an. Sie exportieren nur wenig. Die Anzahl der grossen und der mittleren Unternehmen nimmt ab. Sie erzeugen 97,8 % der peruanischen Exporte. [5].


Peru[6]
Flag of Peru.svg
Weltwirtschaftsrang 52. (nominal) (2009)[7]
Währung 1 Nuevo Sol = 100 Céntimos
Umrechnungskurs 1 € = S/. 3,35
(Stand: 7. April 2015)
Kennzahlen
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 251,4 Mrd US-Dollar (2009)
BIP pro Kopf 8500 US-Dollar
BIP nach Wirtschaftssektor Landwirtschaft: 8,2 %,

Industrie: 32,1 %,
Dienstleistungen 59,7 % (2009)

Wirtschaftswachstum 5,9 % (2013)
Inflationsrate 2,9 % (2009)
Gini-Index 52 (2008)
Erwerbstätige 10,32 Mio (2009)
Erwerbstätige nach Wirtschaftssektor Landwirtschaft: 0,7 %,

Industrie: 23,8 %,
Dienstleistungen 75,5 % (2005)

Arbeitslosenquote 8,1 (2009)
Außenhandel
Export 26,89 Mrd. US-Dollar
Exportgüter Gold, Zink, Erdöl- und Erdölprodukte, Kaffee, Kartoffeln, Spargel, Textilien, Fischmehl
Exportpartner USA 17,86 %, China 15,96 %,Kanada 11,35 %, Japan 6,75 %, Chile 5,42 %, Deutschland 4,25 % (2009)
Import 21,01 Mrd. US-Dollar
Importgüter Erdöl- und Erdölprodukte, Kunststoffe, Maschinen, Fahrzeuge, Eisen/Stahl, Papier, Weizen
Importpartner USA 23,96 %, China 10,74 %, Ecuador 7,25 %, Brasilien 7,19 %, Chile 5,68 %, Argentinien 5,59 %, Mexiko 5,02 % (2009)
Öffentliche Finanzen
Öffentliche Schulden 20,6 % des BIP (2009)
Staatseinnahmen 35,25 Mrd. US-Dollar (2009)
Staatsausgaben 37,89 Mrd. US-Dollar (2009)

Makroökonomische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Perus betrug im Jahr 2016 ca. 192 Mrd. US-Dollar. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug im selben Jahr 6.782 US-Dollar.[8] Das Wirtschaftswachstum des Landes lag 2014 bei 2,4 %, 2015 bei 3,26 %.[9] und im Jahr 2016 bei 3,9 %.[10] Dazu trugen am meisten Fischerei und Bergbau bei. Damit hat Peru eine der höchsten Wachstumsraten in der Region (zum Vergleich: Chile 1,6 %, Kolumbien 1,9 %, Mexiko 2,3 %).[11] Unter Einbeziehung der Schattenwirtschaft könnte das BIP fast doppelt so hoch ausfallen[12]. Das Wirtschaftswachstum des Landes lag 2014 bei 2,4 %, 2015 bei 3,26 %.[13] und im Jahr 2016 bei 3,9 %.[14] Die Inflationsrate betrug 2012 2,6 % und 2013 2,5 %.[15] Die Inflationsrate für das Jahr 2017 liegt hochgerechnet bei 3,25 %.[16]

Wirtschaftsgeschichtliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der zwölfjährigen Militärdiktatur von 1968 bis 1980 musste die Wirtschaft mehrere Reformversuche über sich ergehen lassen. Durch die unprofessionelle Durchführung und Korruption führten diese Versuche zum allmählichen Ruin des Landes. Danach wechselten Verstaatlichungen und Privatisierung von Regierung zu Regierung, was der Entwicklung einer funktionierenden Wirtschaft entgegenwirkte. Zu Beginn der 1980er Jahre durften ausländische Investoren ins Land, um den Abbau von Bodenschätzen voranzutreiben. Großangelegte Entwicklungsprojekte auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Bewässerung wurden mit internationaler Hilfe realisiert. Die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion bei den Hochlandindianern und den inländischen Industrien, die Dezentralisierung der Wirtschaft, die Kontrolle der Monopole und neue Arbeitsgesetze konnten nur zu einem geringen Teil verwirklicht werden. Regierungs-, Wirtschaft- und Finanzkrisen erschütterten das Land, führten zu einer enormen Verringerung der Industrieproduktion und Kaufkraft. Die Folge war eine Inflation von 7000 % zu Beginn des Jahres 1990.

Unter Präsident Alberto Fujimori wurden die Preise freigegeben und der Markt gegenüber ausländischen Investoren komplett freigeben. Die Außenzölle wurden von 100 % auf 12 % reduziert. Durch diese Maßnahmen erreichte Peru ein wahres Wirtschaftswunder. Zwischen 1990 und 2010 verfuenffachte sich das BIP pro Ëinwohner [17] Bereits 1994 betrug das Wirtschaftswachstum über 12 % und hatte damit den höchsten Wert in Südamerika. Mit der Privatisierung und Verkauf unrentabler Staatsbetriebe (Minengesellschaft Hierroperú und Fluggesellschaft AeroPeruan) an ausländische Investoren wurde zusätzlich die marode Staatskasse aufgefüllt.

Verbraucherpreisindex in Peru und vier weiteren Staaten im Nordwesten Südamerikas, 1994–2004

In den folgenden Jahren, vor allem nach dem Amtsantritt Garcías (2006), hatte die Wirtschaft eine hohe Wachstumsrate von jährlich durchschnittlich etwa fünf Prozent.[18] Perus auf Rohstoffexporten basierende Wirtschaft profitierte dabei von deutlich steigenden internationalen Rohstoffpreisen. Gleichzeitig stieg 2012 die Zahl der registrierten Umwelt- und Sozialkonflikte, die mit der Ausbeutung von Erzen, Öl oder Erdgas verbunden sind, auf 129 an.[19] Die starke Abhängigkeit von Erzexporten wird zunehmend kritisch betrachtet; die Regierung strebt eine größere Diversifikation der Wirtschaft an.[20]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft ist die Grundlage der Volkswirtschaft. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt hat sich merklich verringert, aber es arbeiten noch immer 33 % aller Beschäftigten im Agrarsektor. Etwa ein Viertel der Fläche Perus kann als landwirtschaftliche Fläche bezeichnet werden. Als Ackerland werden aber nur 2,5 % genutzt. Die Agrarexporte beliefen sich 2012 auf US$ 4.000 Millionen. Was die Produkte anbetrifft, so wird zwischen traditionellen (Kaffee) und vor nicht langer Zeit eingeführten Erzeugnissen (Spargel, Weintrauben etc.) unterschieden. 2011 wurden noch für US$ 1.300 Mio Kaffee exportiert. Durch Rotfäule bedingt ging letztes Jahr (2013) diese Zahl zurück. Hauptabnehmer ist Deutschland, wohin der Export 2013 um 30,2 % zurückging, die Vereinigten Staaten, wo der Export um 23,2 % wuchs und Belgien, wo der Export ebenfalls um 50,5 % zurückging. im Falle Kolumbiens ging der Export am meisten zurück (73,1 %). Insgesamt belaufen sich die Exporte traditioneller Agrargüter auf 713 Millionen US$.[21] Für US$ 2.933,1 wurden die nicht traditionellen Agrargüter exportiert (die Ziffern gelten nur für die ersten 11 Monate des Jahres 2013). Dies entspricht einem Wachstum von 8,1. Bei diesen Agrarexporten hat der Spargel einen Anteil von 18,2 (532,7 Mio US $) gefolgt von frischen Trauben, Avocados und Mangos. Hauptabnehmer für die Agrarexporte waren zu 27,9 % die USA (1,017 Mio US$), danach folgt Holland mit einem Volumen von 401,9 Mio. US$. Im Falle Kolumbiens ging der Export am meisten zurück (73,1 %). Insgesamt belaufen sich die Exporte traditioneller Agrargüter auf 713 Millionen US$.[22] Hauptanbaugebiet für Reis und Zuckerrohr ist die nördliche Costa, wo durch künstliche Bewässerung ausgedehnte Flächen bewirtschaftet werden. In den großen Gebiete der Selva wird größtenteils Subsistenzwirtschaft betrieben. Was die ökologische Landwirtschaft betrifft so wurden im Jahre 2016 Produkte im Gesamtwert von 380 Millionen US $ exportiert, hauptsächlich Bananen, Kakau und Quinua. Dies bedeutet in 5 Jahren eine Steigerung von 19,6 % [23]. Einen Großteil an Früchten liefert das Amazonasgebiet. Kaffee, Dill und Zuckerrohr werden in künstlich bewässerten Landwirtschaften geerntet und zumeist exportiert. Auf großen Plantagen wird völlig legal der Kokastrauch angebaut und daraus der berühmte Kokatee Mate de Coca hergestellt. Schätzungen zufolge sind 85 % der Ernte für die legale Produktion bestimmt. Die Anbaufläche dieser Pflanze beträgt ca. 1210 km², damit ist Peru der weltweit zweitgrößte Kokaproduzent

Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehr als die Hälfte der Landfläche Perus ist mit Wald bedeckt. Der Baumbestand wird nicht gehegt, sondern nur abgeholzt. Es gibt zwar Schutzgesetze und Teile des Amazonasgebietes sind Naturschutzgebiete, aber darum kümmert sich kaum jemand. Immer wieder kommt es zu illegalen Schlägerungen, die einem überwiegenden Teil der Indios das Überleben ermöglicht. Das Hauptgebiet der Nutzhölzer liegt am Osthang der Anden und im Amazonasgebiet.

Fischerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fischfang und dessen Verarbeitung gehört zu den wichtigsten Exportzweigen Perus. Die peruanische Pazifikküste zählt zu den fischreichsten Gebieten der Welt. So hatte Peru 1970 mit einem Gesamtfang von rund 12 Mio. Tonnen zu mehr als 20 % an den Gesamtanlandungen der Welt an Seefischen beigetragen. Peru ist nach China die zweitgrößte Fischereination.[24] . In den 1990er Jahren wurden umfangreiche Fanglizenzen an japanische Firmen vergeben, die das gesamte Gebiet überfischten, sodass die Produktion sinkend ist. Gefangen werden fast ausschließlich Anchovis, eine Sardellenart, die im Oberflächenwasser lebt. China nimmt mehr als die Haelfte der peruanischen Fischereiprodukte ab. [25]

Bergbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit mehr als zweitausend Jahren werden in Peru Gold, Silber und Kupfer abgebaut. Während der Kolonialzeit legte das Mutterland Spanien auf die Edelmetalle Wert, um die enormen Ausgaben zu finanzieren. Heute befinden sich die wichtigsten Abbaugebiete in ausländischer Hand und machen Peru zu einer der wichtigsten Bergbaunationen der Welt. Der Export von Erzen macht 60 % der gesamten Ausfuhrerlöse aus. Der Bergbau hatte 2016 ein Wachstum von 21,18 % [26] und damit die höchste Wachstumsrate in den letzten 25 Jahren. Am meisten stieg die Kupferförderung mit 40,1 % [27]. An den Exporterlösen hielt der Bergbau vor wenigen Jahren noch einen Anteil von 60 % [28]. Er trägt 20 % zu den Steuererlösen bei.[29] Das wichtigste Mineral ist Kupfer. Peru ist hier zweitgrößter Produzent weltweit mit einer Produktionssteigerung von 38,4 % im vergangenen Jahr (2016) [30] weiter Gold (sechstgrößter Produzent weltweit), Zink, Silber (größter Produzent weltweit)[31], Blei und Eisenerz. Daneben werden noch Antimon, Chrom, Cadmium, Cobalt, Magnesium, Mangan, Molybdän, Nickel, Quecksilber, Selen, Tellur, Uran, Vanadium, Bismut und Wolfram gefördert. An Nichtmetallen werden Bergkristall, Borax, Braunkohle, Dumorierita, Feldspat, Gips, Glimmer, Graphit, Nephelin, Phosphate, Salpeter, Schwefel, Schwerspat, Steinkohle und Salz gewonnen. Diese Mineralien werden oft im Tagebau, aber auch in Minen auf Höhen über 5000 m abgebaut. Der Abbbau der Bodenschaetze wird unter dem Aspekt der Umwelschaeden zunehmend kritisch betrachet [32]. So ist etwa in La Oroya, das zu den Orten mit der stärksten Umweltbelastung in der Welt zählte, der Abbau 2009 eingestellt worden [33].

Bauwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dir Bauwirtschaft spielt fuer die Binnenkonjunktur eine wichtige Rolle. Für das Jahr 2017 wird ein sektorielles Wachstum von 3,6 % erwartet. Das scheint zu optimistisch da es in den vergangenen Jahren nur negative Wachstumsraten gab. Beeinträchtigt wird das Wachstum im Wohnungsbau unter anderem von der oft fehlenden Infrastruktur (Kanalisation, Wasserversorgung). Die Baufirmen beziehen ihre Einnahmen zu 72 % durch die Verbesserung der Infrastruktur auf dem Land, auf Lima entfallen 20 % und im Ausland werden 9 % erwirtschaftet [34].

Wachstum der Bauwirtschaft (in %) [35].

2012 2013 2014 2015 2016
15,89 9,42 -1,8 -5,76 -3,15

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als mächtiger und wachsender Wirtschaftsfaktor hat sich der Tourismus entwickelt. Bedingt durch die bürgerkriegsähnlichen Zustände inmitten der 1980er Jahre stagnierte der Tourismus. In den 1990er Jahren kehrte sich dieser Trend um und trägt inzwischen als wichtiger und stabiler Bereich zur Wirtschaft wesentlich bei. Im Jahre 2011 war der Tourismus der drittgrößte Devisenbringer Perus.[36] Im Jahr 2016 hat der Tourismus Devisen in Hoehe von 4.303 Millionen US$ eingebracht. Es kamen 4,6 Millionen Touristen, 3,9 % mehr als 2015 [37]. 47 % der Touristen kommen aus Lateinamerika, hauptsächlich aus Chile.[38]

Erdöl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im nördlichen Küstengebiet und im Amazonasbecken wird Erdöl gefördert. 1977 wurde eine 900 km lange Pipeline vom Amazonasgebiet zur Hafenstadt Bayóvar gebaut, um das Rohöl aus dem unzugänglichen Dschungel in das Industriegebiet zu befördern. Für den Export nimmt das Öl nur einen geringen Stellenwert ein, ist aber wichtig für die peruanische Industrie. Die Förderung von Erdgas und Rohöl im Amazonasgebiet sorgt seit Jahren für Auseinandersetzungen zwischen der peruanischen Regierung und den betroffenen indigenen Gemeinschaften.[39]

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Industrie leistet gegenwaertig (2017) einen Beitrag von 13 % zum BIP, den niedrigsten seit 50 Jahren. Sie hat 1,5 Millionen Beschaeftigte und erbringt 18 % der Steuereinnahmen. Der Anteil an den Auslandsinvestitionen belaeuft sich auf 14 %. 23 % der Unternehmenskredite werden an die Industrie vergeben.[40] Etwa 800 Klein- und Mittelbetriebe sind in diesem Sektor tätig. Häufig handelt es sich um Familienbetriebe. Die Industrie konzentriert sich um die Küstenstädte Lima, Chimbote, Chiclayo und Trujillo. Wichtige Zweige sind Nahrungsmittel- und Getränkeherstellung, Zuckerrohrverarbeitung, Fischmehlproduktion, chemische Industrie und Verarbeitung und Aufbereitung von Erz. Die Textilindustrie exportierte 2016 Waren für 1202 Millionen US $. [41]

Die peruanische Textilindustrie kann auf eine lange Tradition zurueckblicken. Sie erbringt 1,43 % des Bruttosozialprodukts [42]. Seit einigen Jahre steht sie durch Importe aus China schwer unter Druck [43].

Neben industrieller Produktion gibt es auch handwerkliche Betriebe für die Verarbeitung von Wolle und Baumwolle, Jute, Häuten und Fellen im Landesinneren und im Amazonasgebiet. Am Nahrungsmittelsektor ist die Herstellung von Getränken, Molkereiprodukten, Pflanzenölen und Fleisch- und Fischkonserven bedeutend. Einen steigenden Anteil nimmt die chemische Industrie mit Düngemittel, Kunstfasern und pharmazeutischen Produkten ein. Fertigerzeugnisse machen beim Export nur einen Anteil von 22 % aus (US$5.359 Millionen für 2010) [44].

Wachstum der Industrieproduktion (in %)[45]

2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
10,6 8,6 -6,7 10,8 8,6 1,5 5 -3,6 -1,5 -1,7

Die Industrieproduktion ging in drei aufeinanderfolgenden Jahren um 6,7 % zurueck (siehe Diagramm). Dadurch gingen 150.000 Arbeitsplaetze in diesem Sektor verloren (-5,4 %). Am schlimmsten traf es die Textilindustrie ( -39,9 %;), die Papier- und holzverarbeitende Industrie (-20,1 %) und die Chemieindustrie (- 19,4 %). Die Fischereiindustrie ging um -13,6 % zurueck [46].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://elcomercio.pe/economia/peru/riesgo-pais-peru-subio-cinco-puntos-basicos-1-30-puntos-porcentuales-noticia-448908 Redacción EC - 09.08.2017 / 10:40 pm
  2. Seite 417 Historia del Perú Contemporáneo Carlos Contreras/Marcos Cueto, Instituto de Estudios Peruanos, 5. Auflage, 2013
  3. http://elcomercio.pe/economia/negocios/son-diez-empresas-grandes-peru-facturacion-437999 Redacción EC 27.06.2017 / 05:06 pm
  4. http://elcomercio.pe/economia/negocios/peru-sigue-rezagado-innovacion-productividad-corporativa-425212 Empresas peruanas rezagadas en innovación y productividad Investigación Marcela Mendoza Riofrío 23.05.2017 / 07:37 am
  5. http://elcomercio.pe/economia/negocios/informalidad-micro-pequenos-negocios-peru-noticia-noticia-448518 Artikel von Paola Villar S. 08.08.2017 / 04:32 pm
  6. Alle Daten (sofern nicht anderes angegeben): CIA Factbook
  7. BIP 2009 nach Ländern in der World Economic Outlook Database, April 2010 des Internationalen Währungsfonds
  8. Auswärtiges Amt – Peru- Übersicht, zuletzt gesehen am 9. September 2016.
  9. Auswärtiges Amt – Peru- Wirtschaft, zuletzt gesehen am 9. September 2016.
  10. El Comercio, Lima, 16. Februar 2017, Seite 1, 16, 17
  11. El Comercio, 16. Februar 2017, Seite 16
  12. El costo de la corrupción podría llegar al 58% del PBI per cápita en Latinoamérica. In: elcomercio.pe. 2. November 2010, abgerufen am 17. August 2017.
  13. Auswärtiges Amt – Peru- Wirtschaft, zuletzt gesehen am 9. September 2016.
  14. El Comercio, Lima, 16. Februar 2017, Seite 1, 16, 17
  15. El Perú tendrá la inflación más baja en la región en 2012 y 2013. In: elcomercio.pe. 26. März 2012, abgerufen am 17. August 2017.
  16. El Comercio, Lima 6. März 2017, Seite 21
  17. Seite 414 Historia del Perú Contemporáneo Carlos Contreras/Marcos Cueto, Instituto de Estudios Peruanos, 5. Auflage, 2013
  18. ¿Cuánto hemos avanzado en bienestar e inclusión?. elcomercio.pe. 30. Januar 2012. Abgerufen am 14. Juni 2013.
  19. 16. Jahresbericht (2012) Defensoría del Pueblo, Lima, Mai 2013
  20. tagesschau: Perus krisenanfällige Wachstumsstrategie – Wirtschaftswunder aus Gold, Silber und Kupfer (Memento vom 15. Februar 2012 im Internet Archive), 7. August 2011
  21. El Comercio 2. August 2013 : HTTP://ELCOMERCIO.PE/ECONOMIA/1612100/NOTICIA-MINAGRI-EXPORTACIONES-AGRICOLAS-CAERAN-ENTRE-20-Y-25-ESTE-ANO
  22. El Comercio 6. Januar 2014 : http://elcomercio.pe/economia/1683123/noticia-agroexportaciones-peruanas-cayeron15-entre-enero-noviembre-2013
  23. El Comercio, Lima 16. Februar 2017, Seite 19
  24. world ocean review 1 (2010), S. 122, Stand 2007
  25. http://elcomercio.pe/economia/snp-exportaciones-productos-pesqueros-crecieron-61-5-primer-semestre-noticia-448555 Redacción EC 08.08.2017 04:38 pm- Artikel bezieht sich auf die erste Haelfte des Jahres 2017
  26. El Comercio, Lima 16. Februar 2017, Seite 16
  27. El Comercio, Lima 12. Februar 2017, Seite 17 nach Banco Central de Reserva del Peru
  28. http://elcomercio.pe/economia/peru/sunat-recaudacion-tributaria-crecio-33-este-ano-noticia-1703031; El Comercio, Mittwoch 15. Januar 2014
  29. El Comercio, 4. Juni 2012, http://elcomercio.pe/economia/1423791/noticia-mef-mineria-aporta-20-ingresos-fiscales-pais
  30. El Comercio, Lima 16. Februar 2017, Seite 19
  31. http://elcomercio.pe/economia/675655/noticia-peru-redujo-octubre-su-produccion-cobre-oro-plata
  32. Seite 420 Historia del Perú Contemporáneo Carlos Contreras/Marcos Cueto, Instituto de Estudios Peruanos, 5. Auflage, 2013
  33. http://rpp.pe/economia/economia/caso-doe-run-complejo-y-planta-metalurgica-la-oroya-seria-liquidada-tras-subastas-frustradas-noticia-1066677 - 26 de julio del 2017 - 5:30 PM - und zwar weil Doe Run, der Eigentuemer, keine Geld mehr fuer die Modernisierung der Anlage uebrig hatte
  34. El Comercio, Lima 22. Februar 2017, Seite 18. Artikel von Maria Jose Gallo und Gonzalo Torrico, beziehen sich auf Daten der BCR (Banco Central de Reserva del Peru).
  35. El Comercio, Lima 22. Februar 2017, Seite 18. Quelle INEI/IEC Capeco (Camera Peruana de la Construccion).
  36. El turismo es el tercer generador de divisas del Perú. elcomercio.pe. 18. Juni 2012. Abgerufen am 14. Juni 2013.
  37. http://elcomercio.pe/economia/peru/sector-turismo-recibio-divisas-us4303-millones-2016-noticia-1990159 8/5/2017, 19:23 zitiert Instituto de Economía y Desarrollo Empresarial de la Cámara de Comercio de Lima (CCL) ...
  38. El Comercio, Freitag. 5. März 2010, Seite b9 (Beilage Negocios/Economia)
  39. Junge Welt: Kraftprobe in Peru, 21. August 2008
  40. http://elcomercio.pe/economia/peru/industria-acumula-caida-6-7-ultimos-tres-anos-406682 Industria acumula una caída de -6,7% en los últimos tres años Redacción EC 06.03.2017 - 03:59 pm , Studie der Asociación Peruana de la Industria del Plástico (Apiplast). Habe fuer das Jahr 2014 einen Tippfehler korrigiert
  41. El Comercio, Lima 2. März 2017, Seite 16, 17
  42. http://elcomercio.pe/lima/sucesos/impulsan-adquisicion-indumentaria-calidad-424994 Redacción EC 21.05.2017 10:33 pm
  43. http://elcomercio.pe/economia/negocios/textiles-chinos-habrian-evadido-controles-entrando-chile-bolivia-filipinas-423562 Marcela Mendoza Riofrío 18.05.2017 04:38 pm
  44. http://elcomercio.pe/economia/658799/noticia-exportaciones-peruanas-superaron-us2900-millones-solo-setiembre - Sonntag 24. Oktober 2010 - 07:05 pm
  45. El Comercio, Lima 23. Februar 2017, Seite 16, 17
  46. http://elcomercio.pe/economia/peru/industria-acumula-caida-6-7-ultimos-tres-anos-406682 Industria acumula una caída de -6,7% en los últimos tres años Redacción EC 06.03.2017 - 03:59 pm , Studie der Asociación Peruana de la Industria del Plástico (Apiplast). Habe fuer das Jahr 2014 einen Tippfehler korrigiert