Wirtschaftshochschule

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Eine Wirtschaftshochschule, Handelshochschule oder Wirtschaftsuniversität ist eine Hochschule mit Spezialisierung auf eine Ausbildung in Fächern der Wirtschaftswissenschaften. Häufig wird Business School (BS) synonym verwendet.

Der Begriff "Business School" hat je nach Kontext verschiedene Bedeutungen. Es exisitieren unterschiedliche (organisatorische) Modelle von BS. Der Begriff BS kann stehen für

Geschichte[Bearbeiten]

In Deutschland entstanden die Handelshochschulen um die Jahrhundertwende Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Als Fortbildungsstätten für Kaufleute wurden sie vielfach zu Keimzellen der sich herausbildenden Wirtschaftswissenschaften und teilweise auch zu Vorläufern eines privaten Universitätswesens. Ein Modell bildete die 1895 gegründete London School of Economics, die für das deutsche Fortbildungssystem und die Handelshochschulbewegung der Zeit zum Vorbild wurde.

Als frühe Form der Managerschule sollten die Handelshochschulen „für das Management der Großbetriebe und solche Wirtschaftsführer, für die eine theoretische Wirtschaftliche Bildung nötig ist” [1] zuständig sein. Sie verliehen ihren Absolventen ein kaufmännisches Diplom und schulten Praktiker, die als „gebildete, nicht gelehrte Kaufleute” [2] im modernen Wirtschaftsleben benötigt wurden. 1923 wurde der Studiengang "Volkswirtschaftslehre" inklusive des akademischen Abschlussgrads "Diplom-Volkswirt" eingeführt. Im Jahre 1924 wurde vom Ministerium erlassen, dass „Absolventen der Handelshochschulen der akademische Grad eines Diplom-Kaufmanns (Dipl.-Kfm.) verliehen werden durfte“. Für mehr historische Hintergründe siehe dazu auch die Artikel Volkswirt und Diplom-Kaufmann.[3]:152

Handelshochschulen mit unterschiedlichen Konzeptionen und unter verschiedenen Trägerschaften entstanden [4] in Leipzig, Aachen und St. Gallen (1898)[3]:134, Köln und Frankfurt (1901), Berlin (1906), Mannheim (1908), München (1910), Königsberg (1915) und Nürnberg (1919). Die Handelshochschulen Frankfurt und Köln gingen bald in den dort neugegründeten Universitäten auf, die Münchner Handelshochschule wurde 1922 der Technischen Hochschule eingegliedert.

Entwicklung[Bearbeiten]

Die alte Bezeichnung Handelshochschule ist heute vor allem noch in Nord- und Osteuropa gebräuchlich (siehe auch: Liste nordischer Handelshochschulen). Auch in Deutschland tragen noch einzelne Wirtschaftshochschulen diese Bezeichnung, zum Beispiel die Handelshochschule Leipzig. Früher bedeutsam war die Handelshochschule Berlin.

Wirtschaftsuniversitäten gibt es unter anderem in Wien, Prag, Mailand, Bratislava.

Die Community of European Management Schools ist eine bedeutende Vereinigung europäischer Wirtschaftshochschulen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Moritz Julius Bonn: Die Aufgaben der Handelshochschule München in: Die Aufgaben der Handelshochschule München. Reden und Begrüßungen anlässlich der feierlichen Eröffnung. München 1911, S. 15–24
  • Frank Zschaler: Vom Heiligen-Geist-Spital zur Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. 110 Jahre Staatswissenschaftlich-Statistisches Seminar an der vormals königlichen Friederich-Wilhelm-Universität. 90 Jahre Handelshochschule Berlin, Berlin 1997
  • Herbert Zander: Gründung der Handelshochschulen im deutschen Kaiserreich (1898–1919), Diss. Köln, Köln 2004

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zschaler (1997), S. 19
  2. Bonn (1911), S. 23
  3. a b Dr. W. Prion: Die Lehre vom Wirtschaftsbetrieb. Buch 1: Der Wirtschaftsbetrieb im Rahmen der Gesamtwirtschaft. Julius Springer Berlin, 1935
  4. Zander (2004), S. 175ff

Weblinks[Bearbeiten]