Yannick Nézet-Séguin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nézet-Séguin, 2010

Yannick Nézet-Séguin (* 6. März 1975 in Montreal) ist ein kanadischer Dirigent. Er ist Musikdirektor des Philadelphia Orchestra, des Rotterdams Philharmonisch Orkest und des kanadischen Orchestre Métropolitain sowie erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Yannick Nézet-Séguin wurde als Sohn von Claudine Nézet und Serge Séguin geboren.[1] 1995 begann er ein Studium am Conservatoire de musique du Québec in den Fächern Klavier, Komposition und Dirigieren. Parallel dazu war er am Westminster Choir College in Princeton Schüler von Joseph Flummerfelt und Hermann Max.[2] Ab 1997 wurde er zusätzlich von Carlo Maria Giulini unterrichtet. Giulini wurde zur „künstlerische[n] Vaterfigur“ Nézet-Séguins und hatte einen prägenden Einfluss auf seine weitere berufliche Entwicklung.[3]

Seit 2000 ist Nézet-Séguin Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des kanadischen Orchestre Métropolitain. Nach Gastauftritten beim Rotterdams Philharmonisch Orkest wurde er dort 2008 ebenfalls zum Chefdirigenten berufen. Im März 2007 arbeitete er erstmals mit dem London Philharmonic Orchestra zusammen und wurde ab 2008 dessen gewählter erster Gastdirigent. Internationales Aufsehen erregte Nézet-Séguins Debütkonzert Roméo et Juliette von Charles Gounod bei den Salzburger Festspielen 2008. Seither dirigiert er regelmäßig die wichtigsten Orchester, „von den Berliner Philharmonikern bis zum Chicago Symphony Orchestra“ und gastiert an den bedeutendsten Konzerthäusern, „von der Mailänder Scala bis zur Londoner Covent Garden Opera“.[4] Nézet-Séguin ist seit 2012 zusätzlich Musikdirektor des renommierten Philadelphia Orchestra, nachdem er dort bereits seit der Spielzeit 2010/11 als designierter Musikdirektor tätig war.[5] Sein Vertrag wurde im Januar 2015 bis ins Jahr 2022 verlängert.[6] Das Konzerthaus Dortmund ist seit Herbst 2013 Nézet-Séguins „europäische[r] Fixpunkt“. Er wurde für drei Spielzeiten als Exklusivkünstler für die Reihe The Yannick Experience verpflichtet.[7]

Sein Lebenspartner ist der Geiger und Chorleiter Pierre Tourville.[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWalter Weidringer: Feuertaufe. Yannick Nézet-Séguin. Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Dezember 2012, abgerufen am 9. Dezember 2015.
  2. Meldung bei klassik.com vom 21. November 2007
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGuido Fischer: Yannick Nézet-Séguin. Der Überflieger. Rondo, Ausgabe 1/2010, abgerufen am 23. Januar 2016.
  4. Claus Spahn: Dirigent Yannick Nézet-Séguin: Der Gummiball im Feengarten. Die Zeit, 11. Februar 2010, abgerufen am 23. Januar 2016.
  5. Philadelphia Orchestra - Yannick Nézet-Séguin - Rehearsal 10 27 10. In: YouTube. The Philadelphia Orchestra, 28. Oktober 2010, abgerufen am 23. Januar 2016 (englisch).
  6. Michael Cooper: Yannick Nézet-Séguin Extends Philadelphia Orchestra Contract. The New York Times, 30. Januar 2015, abgerufen am 23. Januar 2016 (englisch).
  7. Andreas Kluge: The Yannick Experience: "Der 100.000-Volt-Dirigent" (Fono Forum). In: Klassik Akzente. Universal Music Deutschland, 15. Oktober 2013, abgerufen am 23. Januar 2016.
  8. Manuel Brug: Handys im Konzert sind ausdrücklich erlaubt. Die Welt, 23. Mai 2015, abgerufen am 25. Juli 2015.
  9. Echoklassik.de Klassik-Preisträger 2014, abgerufen am 26. Oktober 2014