271

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Staatsoberhäupter

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271
Antoninian des Domitianus
Domitianus wird Kaiser im Imperium Galliarum.
Antoninian Tetricus’ I.
Er wird jedoch bald von Tetricus I. abgelöst.
Die Aurelianische Mauer bei der Porta San Sebastiano
In Rom beginnt der Bau der Aurelianischen Mauer.
271 in anderen Kalendern
Äthiopischer Kalender 263/264
Bikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 327/328 (Jahreswechsel April)
Buddhistische Zeitrechnung 814/815 (südlicher Buddhismus); 813/814 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 49. (50.) Zyklus

Jahr des Metall-Hasen 辛卯 (am Beginn des Jahres Metall-Tiger 庚寅)

Griechische Zeitrechnung 2./3. Jahr der 262. Olympiade
Jüdischer Kalender 4031/32 (22./23. September)
Römischer Kalender ab urbe condita MXXIV (1024)
Seleukidische Ära Babylon: 581/582 (Jahreswechsel April)

Syrien: 582/583 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 309

Ereignisse[Bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten]

Römisches Reich / Imperium Galliarum[Bearbeiten]

Antoninian Aurelians
  • Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Januar: Bei dem Versuch, Italien gegen alamannische Plünderungen zu verteidigen, gerät Kaiser Aurelian in einen Hinterhalt der Juthungen. In der Schlacht von Placentia (dem heutigen Piacenza) werden seine Truppen geschlagen.
  • Als die Alamannen auf der Apenninhalbinsel weiter Richtung Süden ziehen, kann Aurelian sie in der Schlacht bei Fano stellen und in die Flucht schlagen.
  • Aurelian kann das Heer der fliehenden Alamannen in der Schlacht bei Pavia endgültig vernichtend schlagen. Italia wird dadurch für die nächsten 130 Jahre vor germanischen Eindringlingen sicher.
  • Frühjahr: Der Kaiser Victorinus vom Imperium Galliarum wird von seinem Offizier Attitianus in der Colonia Claudia Ara Agrippinensium, dem heutigen Köln, ermordet. Gerüchteweise hatte der Kaiser zuvor Attitianus’ Frau verführt. Victorinus’ Mutter setzt mit beträchtlichen Bestechungsgeldern durch, dass Tetricus I., der Statthalter von Aquitanien, zum Kaiser ernannt wird.
  • Domitianus beansprucht für kurze Zeit die Macht im Imperium Galliarum und lässt einige Münzen prägen. Nach seiner Ermordung folgt ihm Tetricus I. nach.
  • Während Aurelian gegen die grassierende Inflation vorgeht, stellt sich heraus, dass der römische Finanzminister Felicissimus in Rom eine große Zahl Münzen hat fälschen lassen. Es kommt zu einer Revolte der Münzfälscher, bei der auch Soldaten in der Stadt eingesetzt werden. Mehrere tausend Menschen sterben, darunter auch Felicissimus. Auch Mitglieder des römischen Senats werden hingerichtet. Aurelian führt drei Jahre später eine Münzreform durch, um die Wirtschaft zu stabilisieren.
  • Die seit Jahren kaum zu haltende römische Provinz Dakien wird von Kaiser Aurelian aufgegeben. Die Soldaten, unter ihnen die Legio XIII Gemina, ziehen sich hinter die Donau zurück, die nun als römische Grenze befestigt wird. Die Bewohner werden nach Moesia Superior umgesiedelt, welches in Dacia Mediterranae und Dacia Ripensis aufgeteilt wird. Aurelian gelingt es so, die stetigen Übergriffe der Goten auf römisches Gebiet für einige Jahre zu beenden.
  • Septimius wird in Salona in der Provinz Dalmatia zum Gegenkaiser ausgerufen. Seine Rebellion scheitert jedoch und er wird von seinen eigenen Truppen getötet.
Teil der Aurelianischen Mauer in der Nähe der Porta Maggiore
  • Herbst: In Rom beginnt man mit dem Bau der Aurelianischen Mauer, die die Stadt schützen soll, falls germanische Heere bis nach Rom vorstoßen sollten.
  • (oder 272): Urbanus lässt sich zum Gegenkaiser im Römischen Reich ausrufen.

Kaiserreich China[Bearbeiten]

  • Zeit der Drei Reiche: Zusätzlich zu dem Aufstand der proto-mongolischen Xianbei beginnt in Jin-China ein Aufstand der Xiongnu. Sie werden von ihrem Fürsten Liu Meng geführt. Der Aufstand kann innerhalb des Jahres von chinesischen Truppen niedergeschlagen werden.
  • Der Armee der Wu-Dynastie gelingt es, nach Jahren die abtrünnige Jiao-Provinz (nördliches Vietnam) zurückzuerobern, die sich dem Jin-Reich angeschlossen hatte.

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten]

  • Im Kaiserreich China wird der Magnetkompass erfunden. In Europa wird dieses Instrument erst 900 Jahre später bekannt.
  • Im Sassanidenreich wird die Akademie von Gundischapur gegründet, die sich zum wissenschaftlichen Zentrum des Landes entwickelt. Sie enthält unter anderem das älteste bekannte Lehrkrankenhaus, eine Bibliothek und eine Universität.

Geboren[Bearbeiten]

  • um 271: Hl. Regina, christliche Märtyrerin (* um 286)

Gestorben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 271 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien