Alessandro Albani

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Alessandro Albani (* 15. Oktober 1692 in Urbino, Italien; † 11. Dezember 1779 in Rom) war ein italienischer Kardinal der katholischen Kirche.

Papst Innozenz XIII. ernannte Alessandro Albani, der bis dahin keine Weihen erhalten hatte, im Februar 1721 zum Kardinal. Ihm wurde als Titeldiakonie Santa Maria in Cosmedin zugewiesen. Erst nach der Erhebung zum Kardinal empfing er die Weihe eines Subdiakons. 1741 wurde er Kardinaldiakon von Sant’Agata dei Goti, behielt aber in commendam seine alte Titeldiakonie. 1747 wechselte er schließlich zur Titeldiakonie Santa Maria in Via Lata. Er nahm am Konklave von 1724 teil, das Papst Benedikt XIII. wählte, am Konklave von 1730, das Papst Klemens XII. bestimmte, ebenso am Konklave von 1740, das Papst Benedikt XIV. erwählte, weiterhin am Konklave von 1758, das Papst Klemens XIII. auf den Stuhle Petri erhob, schließlich am Konklave von 1769, das für Papst Klemens XIV. seine Stimme abgab.

Albani stammte aus einer italienischen Familie, deren Vorfahren im 14. Jahrhundert aus Albanien eingewandert waren, woher auch der Nachname rührte. Aus dieser Familie stammen weitere Kardinäle (Gian Girolamo Albani, Annibale Albani, Gian Francesco Albani und Giuseppe Albani) sowie Papst Klemens XI.

Albani war besonders an Kunst interessiert und errichtete 1760 die Villa Albani in Rom, in der er römische und griechische Kunst sammelte. Zur Finanzierung der Villa musste er einen Teil seiner umfangreichen Sammlung verkaufen, der sich heute in den Kapitolinischen Museen befindet. Die künstlerische Ausgestaltung der Villa Albani wurde von Johann Joachim Winckelmann und Anton Raphael Mengs vorgenommen. Er war Mitglied der Accademia Etrusca.

Literatur[Bearbeiten]