Alex Ruoff

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Basketballspieler
Basketballspieler
Alex Ruoff
Spielerinformationen
Voller Name Alexander Marc Ruoff
Geburtstag 29. August 1986
Geburtsort Hamilton (OH), USA
Größe 198 cm
Position Shooting Guard /
Small Forward
College West Virginia
Liga Basketball-Bundesliga
Vereine als Aktiver
2005–2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten WVU Mountaineers (NCAA)
2009–2010 Belgien Belgacom Liège
2010–2011 Belgien Okapi Aalstar
2012–2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Canton Charge
000002013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Iowa Energy
2013–2015 Deutschland BG Göttingen
2015-2016 SpanienSpanien Dominion Bilbao Basket
2016-2016 Deutschland MHP Riesen Ludwigsburg

Alexander Marc Ruoff (* 29. August 1986 in Hamilton, Ohio) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler.

Karriere

Ruoff ging nach seinem Schulabschluss in Brooksville (Florida) zum Studium an die West Virginia University, wo er von 2005 an vier Jahre für die Hochschulmannschaft Mountaineers in der damaligen Big East Conference der NCAA spielte. Nachdem diese Mannschaft ein Jahr zuvor mit dem deutschen Nationalspieler Johannes Herber nur knapp am Einzug in das prestigeträchtige Final Four-Turnier der landesweiten NCAA-Endrunde gescheitert war, schied man 2006 diesmal im Achtelfinale Sweet Sixteen gegen die Longhorns der University of Texas aus. 2007 verpasste man die Qualifikation für die NCAA-Endrunde, gewann aber das National Invitation Tournament im Finale gegen die Tigers der Clemson University.[1] Ein Jahr später kehrte man in die Endrunde zurück und scheiterte nur knapp im Sweet Sixteen nach Verlängerung an den Musketeers der Xavier University of Cincinnati. In Ruoffs letzter Collegespielzeit verloren die Mountaineers dann jedoch 2009 etwas überraschend bereits in der ersten Runde gegen die Flyers der University of Dayton. Während die wichtigsten mannschaftsinternen Rekorde der Mountaineers von der späteren NBA-Legende Jerry West gehalten werden, der zu Beginn der 1960er Jahre für die Mountaineers spielte, ist Ruoff der Rekordhalter für die meisten erfolgreichen Würfe von hinter der Dreipunktelinie,[2] die es zu Wests Zeiten in der NCAA damals nicht gab. Ruoff gelang jedoch nicht der Sprung in die am höchsten dotierte Profiliga NBA, obwohl er in der NBA Summer League 2009 für die Washington Wizards und 2010 für die damaligen New Jersey Nets vorspielte.

Stattdessen begann Ruoff 2009 eine professionelle Karriere als Spieler in der Ethias League Belgiens, wo er zunächst für Belgacom Basket aus Lüttich spielte. Mit dieser Mannschaft erreichte er den ersten Platz nach der regulären Saison und gewann den belgischen Supercup, verlor aber die Play-off-Finalserie letztlich klar gegen Titelverteidiger Spirou BC Charleroi. Nach der NBA Summer League kehrte er 2010 nach Belgien zurück, wo er diesmal für Okapi aus Aalst spielte. Diese Mannschaft verbesserte sich auf den zweiten Platz der regulären Saison hinter Meister Spirou BC und verlor ohne eigenen Sieg die Finalserie, aus Ruoffs Sicht erneut, gegen den Titelverteidiger. Zwar wurde Ruoffs Vertrag für die folgende Saison verlängert, doch er verletzte sich bereits zu Saisonanfang und konnte anschließend für den Rest der Saison nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. Sein Comeback hatte Ruoff in der NBA Development League erst ein Jahr später. Nachdem Ruoff im Entry Draft der Minor League von den Erie BayHawks ausgewählt worden war, kam er vor Saisonbeginn über die Reno Bighorns zu den Canton Charge, für die er bis Februar 2013 24 Einsätze hatte, bevor sein Vertrag beendet wurde. Wenige Tage später wurde er im März 2013 von den Iowa Energy verpflichtet, für die er weitere 13 Einsätze bis Saisonende hatte.

Zu Beginn der Saison 2013/14 wurde Ruoff von der BG Göttingen verpflichtet,[3] die in der ProA 2012/13 die Rückkehr in die höchste Spielklasse noch verpasst hatten. Zusammen mit unter anderem Harper Kamp und David Godbold war Ruoff maßgeblich daran beteiligt, dass die BG Göttingen in der ProA 2013/14 dann tatsächlich die Meisterschaft und den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse realisieren konnten. Anschließend konnte der Erstliga-Rückkehrer mit den Neuverpflichtungen Khalid El-Amin und Raymar Morgan überraschen und verpasste nur knapp am letzten Spieltag auf dem zehnten Platz der Basketball-Bundesliga 2014/15 den Einzug in die Play-off-Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft. Nach Saisonende wechselte Ruoff in die spanische Liga ACB zu Dominion Basket aus Bilbao, mit dem er auch im Eurocup 2015/16 teilnahm. Als Erster seiner Vorrundengruppe, in der man unter anderem die deutschen Vertreter EWE Baskets Oldenburg und Telekom Baskets Bonn je zweimal bezwang, zog man in die zweite Gruppenphase ein, in der man als Gruppendritter nur noch ratiopharm Ulm hinter sich lassen konnte und beim Weiterkommen unter anderem am Gruppenersten FC Bayern München scheiterte. In der Liga ACB scheiterte Ruoff mit seiner Mannschaft wie ein Jahr zuvor in Göttingen erst mit einer Heimniederlage am letzten Spieltag am Einzug in die Play-offs, was im Fall von Bilbao aber eine negative Überraschung war, und belegte ebenfalls den zehnten Platz am Saisonende.

Zum Beginn der Saison 2016/17 wechselte Ruoff zum deutschen Bundesligisten MHP Riesen Ludwigsburg. Der Vertrag wurde allerdings bereits nach fünf Liga-Spielen wieder aufgelöst.[4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Associated Press: Young’s 24 lead West Virginia past Clemson in NIT final. ESPN, 29. März 2007, abgerufen am 23. Dezember 2014 (englisch, Spielbericht).
  2. 2014–15 Men’s Basketball Record Book. (PDF (5,2 MB)) West Virginia University, S. 136 (dokumentintern), abgerufen am 23. Dezember 2014 (englisch, Individual records).
  3. Mark Bambey: Spektakuläre Nachverpflichtung: BG Göttingen holt Alex Ruoff. Göttinger Tageblatt, 4. September 2013, abgerufen am 23. Dezember 2014.
  4. http://www.mhp-riesen-ludwigsburg.de/alex-ruoff-verlaesst-die-mhp-riesen/