Süßkartoffel
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| Süßkartoffel oder Batate | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ipomoea batatas | ||||||||||||
| L. |
Die Süßkartoffel (Ipomoea batatas) oder Batate, auch Weiße Kartoffel und Knollenwinde genannt, ist eine Nutzpflanze, die zu den Windengewächsen (Convolvulaceae) gehört.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Beschreibung
Sie ist eine mehrjährige krautige Pflanze, deren fleischige, unterirdische Wurzelknollen sich ähnlich der Kartoffel verdicken. Da dieses Stärke-Speicherorgan der Batate eine Wurzelknolle ist, hat sie (anders als die Sprossknolle der Kartoffel) keine "Augen". Das Innere der Knolle ist je nach Sorte weißlich oder gelblich bis rotviolett (Sorte Okinawa) überlaufen, hat einen süßlichen Geschmack und eine mehlige Konsistenz. Auch die Schale kann je nach Sorte eine unterschiedliche Farbe haben. Der oberirdische Teil der ausdauernden Pflanze sind niederliegende Sprosse, die Triebe kriechen buschig auf der Bodenoberfläche. Die für eine Nutzpflanze sehr schönen großen Blüten sind trichterförmig, die Farbe ist abhängig von der Sorte.
[Bearbeiten] Verbreitung
Nach Alexander von Humboldt ist die Wildform in Mittelamerika beheimatet. Sie wurde als Kulturpflanze von allen lateinamerikanischen Hochkulturen verwendet. Die Batate wurde schon in vorkolumbianischer Zeit von Peru aus von Seefahrern auf den pazifischen Inseln verbreitet. Freigelassene afrikanische Sklaven brachten die Süßkartoffel von Amerika nach Afrika. Heute wird sie in fast allen wärmeren Ländern der Tropen, Subtropen und gemäßigten Zonen der Erde angebaut. Der größte Bataten-Produzent der Welt ist heute die Volksrepublik China, die mit ca. 100 Mio. t jährlich etwa 82% zur Weltproduktion (ca. 123 Mio. t jährlich) [1] beiträgt.
Auch in Deutschland ist der Bekanntheitsgrad der Süßkartoffel in den letzten Jahren gestiegen. Bedeutendste Lieferanten für den deutschen Markt sind Brasilien und Israel. Innerhalb Europas wird die Batate in Italien, Spanien und Portugal kultiviert.
In Neuseeland und den anderen pazifischen Inseln und in Peru ist die Süßkartoffel als Kumara bekannt. Die Māori brachten sie bei der Besiedelung Neuseelands aus ihrer Heimat Polynesien mit. Besonders schmackhaft sind sie als Pommes Frites (Kumara Fries).
[Bearbeiten] Vermehrung und Anbau
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Stamm- oder Wurzelteile und Schösslinge, die bei der Lagerung aus der Knolle wachsen, zur Züchtung auch durch die Knolle.
Bataten werden während des ganzen Jahres angebaut und geerntet. Sofern die Batate bei uns angebaut wird, reicht normaler Gartenboden. Er soll nicht zu feucht und locker sein. Feuchte Luft ist förderlich. Im April wird gepflanzt. Da die Triebe mehrere Meter lang werden, ist eine Kletterhilfe erforderlich. Bei Temperaturen unter 10° C stirbt die Pflanze. Geerntet wird im September. Im Sommer sollte ausreichend gewässert und gedüngt werden. Die Knollen sollen in einem kühlen, trockenen Raum gelagert werden.
[Bearbeiten] Inhaltsstoffe
Der süßliche Geschmack der Bataten oder Süßkartoffeln beruht auf ihrem hohen Gehalt an Zucker. Darüber hinaus enthält die Knolle Stärke, die sog. Bataten- oder Süßkartoffelstärke. 100 g frische Batate enthalten ca. 111 kcal, 69 g Wasser, 24 g Kohlenhydrate, 1,6g Eiweiß, 3,14 g Ballaststoffe, 600 µg Vitamin E, 1426 µg Vitamin A, 30 mg Vitamin C, 23 µg Vitamin K, 64 µg Vitamin B1, 50 µg Vitamin B2, 600 µg Vitamin B3, 830 µg Vitamin B5, 270 µg Vitamin B6, 413 mg Kalium, 35 mg Calcium und 900 µg Zink.
[Bearbeiten] Verwendung
Batate kann ähnlich wie Kartoffeln gekocht, gebacken, frittiert, überbacken oder gebraten werden. Zuvor wird sie gewaschen und gegebenenfalls geschält. Die Zubereitung in der Mikrowelle (ungeschält) ist ebenso praktisch wie schnell, der Geschmack bleibt dabei erhalten. Sie kann auch mit der Schale im Ofen gegart werden. Auch der Rohverzehr ist möglich. Rotfleischige Sorten sind sowohl hinsichtlich der Kocheigenschaften als auch ihres Aromas die besten.
Die oberirdischen, grünen Teile der Pflanze werden in Afrika ähnlich wie Spinat zubereitet und oft als Beilage zu den Bataten gereicht. Die Schlingpflanze kann auch zur Begrünung von kahlen Stellen eingesetzt werden sowie zur Verschönerung von Fassaden.
[Bearbeiten] Weblinks
- www.lebensmittellexikon.de: Süßkartoffel
- www.wissenschaft.de: Meeresströmungen könnten die Knollen von Amerika nach Polynesien gebracht haben
[Bearbeiten] Quellen
- W. Franke, W. Rauh (Lit. vgl. Nutzpflanzen)


