Logroño

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Logroño
Marktplatz in der Altstadt
Marktplatz in der Altstadt
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Logroño
Logroño (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: La RiojaLa Rioja La Rioja
Comarca: Logroño
Koordinaten 42° 28′ N, 2° 27′ W42.464652777778-2.4458384Koordinaten: 42° 28′ N, 2° 27′ W
Höhe: 384 msnm
Fläche: 79,57 km²
Einwohner: 153.066 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.923,66 Einw./km²
Gründung: 1095
Postleitzahl: 26001–26009
Gemeindenummer (INE): 26089 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: María Concepción Gamarra Ruiz-Clavijo (PP)
Offizielle Webpräsenz

Logroño ist die Hauptstadt der Provinz und der Autonomen Gemeinschaft La Rioja in Spanien. Sie hatte am 1. Januar 2013 153.066 Einwohner bei einer Fläche von 79,6 km². Die Stadt liegt auf einer Höhe von 386 m.

Bedeutende Feiertage sind San Bernabé (Schutzheiliger der Stadt, 11. Juni) sowie das Stadt- und Weinfest San Mateo (vorletzte Septemberwoche).

Geographie[Bearbeiten]

Logroño liegt an der Nordgrenze der Region La Rioja im Tal des Ebro und befindet sich somit in unmittelbarer Nähe des Baskenlandes. Die Stadt liegt nur etwa 150 km vom Atlantischen Ozean entfernt, dazwischen liegt jedoch das Kantabrische Gebirge. Dies sorgt dafür, dass das Klima der Stadt dem zentralspanischen ähnelt und von geringen Niederschlägen und heißen Sommern gekennzeichnet ist. Das Tal des Ebro wird auf der Höhe Logroños nördlich von der Sierra de Cantabria begrenzt, südlich von der Sierra de Cameros und der Sierra del Hayedo de Santiago.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Nachfolgebrücke der mittelalterlichen Puente de Piedra (Steinernen Brücke) wurde 1884 gebaut.

Logroño entstand an einer Furt des Flusses Ebro und wurde im 1. Jahrhundert unter dem Namen Vareia Hauptort des Keltenstammes der Beronen. Die Römer nannten es zunächst Varelus und später Lucrosus. Eine andere Theorie führt den Namen auf die Zusammenziehung des lateinischen Artikels „lo/illo“ mit der Ortsbezeichnung Gronio/Gronno zurück, wobei der Ursprung des letzteren mit Keltisch und die Bedeutung mit „Furt, Übergang“ angegeben wird. Schließlich gibt es auch die Deutung „Lucus Brun“ oder „Lucus Beronius“ – „Heiliger Ort (im Wald) Berón“.[2]

Neben der erwähnten Furt bauten die Römer im Rahmen der Straßenverbindung TarragonaAsturien neben der Furt eine erste Brücke. Im 6. Jahrhundert wurde Logroño von den Westgoten unter König Leovigild zerstört. Im 8. Jahrhundert eroberten die Mauren Logroño und nannten es Albaida, ‚die Weiße“. Sancho Garcés von Navarra eroberte es vereint mit König Ordoño II. von León, danach blieb es eine bedeutungslose landwirtschaftliche Siedlung und wurde 1092 durch El Cid, der zu dieser Zeit auf Seiten der Mauren kämpfte, abermals zerstört.

Auf Verfügung Alfons VI. wiederaufgebaut, stattete dieser 1095 Logroño mit Stadtrechten und Fueros aus und erteilte 1099 mit dem Neubau der Brücke das Privileg des Flussübergangs. Mit der Brücke wurde die Stadt zur wichtigen Pilgerstation am Jakobsweg. Damals entstand das Motto „la ciudad como el camino“ – „die Stadt richtet sich nach dem Wege“. Den Brückenbauern Domingo García und San Juan de Ortega wird der Neubau der Brücke über den Ebro nachgesagt, Belege finden sich jedoch allenfalls für Reparaturen. Alfons VII. stiftete die Palastkirche Santa Maria del Palacio.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Wirtschaftsleben der Stadt ist, typisch für die Region La Rioja, geprägt von Winzerbetrieben. Weitere bedeutende Wirtschaftszweige sind die Keramik- und Weißblechverarbeitung, Dienstleistungen sowie der Gemüseanbau. Der Flughafen Logroño liegt ca. 15 Kilometer östlich der Stadt, bietet zurzeit allerdings nur eine tägliche Verbindung nach Madrid.[3] Aufgrund der Gebirgszüge im Norden und Süden des Ebrotals bestehen die besten Autobahn- und Bahnverbindungen in Richtung Osten (Calahorra, Zaragoza) und Westen (Haro, Burgos).

An der Universität La Rioja studieren etwa 5.000 Studenten. Das Instituto de Ciencias de la Vid y del Vino ist eine Forschungseinrichtung der Stadt.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Logroño pflegt Städtepartnerschaften mit[4]

Weitere freundschaftliche Beziehungen gibt es mit

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulrich Wegner: Der Spanische Jakobsweg, Dumont Verlag, Köln 1997, ISBN 3-7701-3415-X
  • Cordula Rabe: Spanischer Jakobsweg. Von den Pyrenäen bis Santiago de Compostela. Alle Etappen – mit Varianten und Höhenprofilen. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-4330-0 (Rother Wanderführer).
  • Bert Teklenborg: Radwandern entlang des Jakobswegs. Vom Rhein an das westliche Ende Europas. (Radwanderreiseführer, Routenplaner). 3. überarbeitete Auflage. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7022-2626-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Logroño – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. vgl. Artikel Logroño in der spanischen Wikipedia.
  3. Website AENA
  4. Website Logroño: Ciudades hermanadas
Muszla Jakuba.svg
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