Andria

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Andria
Wappen
Andria (Italien)
Andria
Staat: Italien
Region: Apulien
Provinz: Barletta-Andria-Trani (BT)
Koordinaten: 41° 13′ N, 16° 18′ O41.21666666666716.3151Koordinaten: 41° 13′ 0″ N, 16° 18′ 0″ O
Höhe: 151 m s.l.m.
Fläche: 407 km²
Einwohner: 100.333 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 247 Einw./km²
Postleitzahl: 76123
Vorwahl: 0883
ISTAT-Nummer: 110001
Volksbezeichnung: Andriesi
Schutzpatron: San Riccardo (4. April)
Website: Città di Andria

Andria ist eine Stadt in der süditalienischen Provinz Barletta-Andria-Trani, Region Apulien. Sie hat 100.333 Einwohner (Stand 31. Dezember 2013) und eine Fläche von 407 km².

Lage[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind Barletta, Canosa di Puglia, Corato, Minervino Murge, Ruvo di Puglia, Spinazzola und Trani.

Geschichte[Bearbeiten]

Andria wurde um 1046 gegründet. Im Jahr 1228 verstarb hier Isabella II. (Jolande), die zweite Ehefrau Friedrichs II., nachdem sie ihm den Sohn Konrad, den späteren Konrad IV., geboren hatte. Andria war einst Lieblingssitz des Kaisers Friedrichs II., der im 13. Jahrhundert das imposante Castel del Monte mit acht Türmen erbauen ließ. In Andria sollen zwei seiner vier Ehefrauen begraben sein. Bis 1799 regierten die Carafa die Stadt, als sie von französischen Truppen nach einer langen Belagerung erobert wurde. Nach der Restauration der Bourbonen wurde Andria ein Zentrum der italienischen Risorgimento-Bewegung. Seit 2008 ist Andria eine der drei Hauptstädte der neu gegründeten Provinz Barletta-Andria-Trani.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Castel del Monte bei Andria
  • Die Kathedrale Santa Maria Assunta wurde im 12. Jahrhundert von den Normannen auf der Grundlage eines Vorgängerbaus aus dem 7./8. Jahrhundert erbaut, der heute die Krypta bildet.
  • Der ursprünglich normannische Herzogspalast, eine befestigte Residenz, wurde im 16. Jahrhundert erneuert.
  • Kirche San Domenico, eine Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die in den folgenden Jahrhunderten mehrmals umgebaut und ergänzt wurde. Sie enthält eine Büste von Francesco II. Del Balzo, die Francesco Laurana zugeschrieben wird, sowie eine holzgeschnitzte Madonna mit Kind aus dem 16. Jahrhundert.
  • Santa Maria di Porta Santa, eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert.
  • Sanktuarium Santa Maria dei Miracoli, eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert, etwa 2 km entfernt von Andria.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Hauptwirtschaftszweig ist die Winzerei sowie der Oliven- und Mandelanbau.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Baedeker: Unteritalien, 15. Auflage, Leipzig 1911
  • Italien Süd, Baedeker 2003

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andria – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.