Angelika Overath

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Angelika Overath

Angelika Overath (* 17. Juli 1957 in Karlsruhe) ist eine deutsche Schriftstellerin und Journalistin.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Overath studierte in Tübingen Germanistik, Geschichte, Italianistik und Empirische Kulturwissenschaft und promovierte 1986 mit einer Arbeit über das Blau in der modernen Lyrik. Im Anschluss arbeitete sie drei Jahre als Autorin in Griechenland und kehrte 1991 nach Deutschland zurück. Inzwischen lebt Overath in Sent (Unterengadin, Schweiz).[1]

Während des Studiums schrieb Overath für das Schwäbische Tagblatt und für das Magazin TransAtlantik. Später verfasste Overath regelmäßig Reportagen und Essays für die NZZ, die NZZ am Sonntag, GEO, Merian, ZEIT, du, Das Magazin, Frankfurter Rundschau für mare und für die Schriftenreihe der Vontobel-Stiftung. Seit 1998 sind von ihr vorwiegend Prosawerke erschienen; daneben hat sie mehrere Anthologien herausgegeben. Sie ist Dozentin an der Schweizer Journalistenschule MAZ.

Angelika Overath ist verheiratet mit dem Literaturwissenschaftler Manfred Koch und hat drei Kinder.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Das andere Blau. Zur Poetik einer Farbe im modernen Gedicht. Metzler, Stuttgart 1987, ISBN 3-476-00616-6.
  • Das blaue Buch. Lesearten einer Farbe. (Hrsg. mit Angelika Lochmann). Greno, Nördlingen 1988, ISBN 3-89190-432-0.
  • „Von der Realität des Lebens“ – Hir das Blatt. Nachrichten aus dem Alltag mit Friedrich Hölderlin, mitgeteilt von Lotte Zimmer. Zusammengestellt von Angelika Overath und Gregor Wittkop. Friedenauer Presse, Berlin 1997, ISBN 978-3-932109-07-2.
  • Händler der verlorenen Farben. Wahre Geschichten. Libelle, Lengwil 1998, ISBN 3-909081-11-8.
  • Vom Sekundenglück brennender Papierchen. Wahre Geschichten. Libelle, Lengwil 2000, ISBN 3-909081-75-4.
  • Schlimme Ehen. Ein Hochzeitsbuch, aus vielen Quellen zusammengetragen. (Hrsg. mit Manfred Koch). Eichborn (Die andere Bibliothek 189), Frankfurt 2000, ISBN 3-8218-4710-7.
  • Die Kunst des Einfachen. (Hrsg. mit Manfred Koch). Herder, Freiburg 2000, ISBN 3-451-27825-1.
  • Spatzenweisheit. Herder, Freiburg 2001, ISBN 3-451-27672-0. (Niederländisch von Annette van Schoonhoven: Muss en praat. Palet Gifts, Amsterdam 2003.)
  • Schlaflos. Das Buch der hellen Nächte. Ein literarisches Notturno für Schlafsuchende und Wache. (Hrsg. mit Manfred Koch). Libelle, Lengwil 2002, ISBN 3-909081-47-9.
  • Wechselbalg der Poesie. Die unerhörte Dichterin Christine Lavant. Kreicher, Warmbronn 2002, ISBN 3-932843-38-X.
  • Toleranz. Drei Lesarten zu Lessings Märchen vom Ring im Jahre 2003. (Mit Navid Kermani und Robert Schindel). Wallstein, Göttingen 2003, ISBN 3-89244-688-1.
  • Das halbe Brot der Vögel. Portraits und Passagen. Wallstein, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-730-6.
  • Generationen-Bilder. Erkundungen zum Familienglück. Libelle, Lengwil 2005, ISBN 3-905707-00-4.[11]
    • zuerst vorgelegt als Generationen. Vontobel-Stiftung, Zürich 2005.[12]
  • Nahe Tage. Roman in einer Nacht. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-927-9. Übersetzt ins Italienische und Tschechische.
  • Genies und ihre Geheimnisse. 100 biographische Rätsel. (Mit Manfred Koch und Silvia Overath). List, Berlin 2006, ISBN 3-471-78310-5.
    • Als Hörbuch (gelesen von Manfred Koch): 4 Audio-CDs. Radioropa/Technisat, Daun 2008, ISBN 978-3-8368-0170-6.
  • Hunde mitzubringen ist erlaubt. Ein literarischer Salon. (Hrsg. mit Manfred Koch). List, Berlin 2008, ISBN 978-3-471-78311-5.
  • Essay in: Roman Kurzmeyer und Poger Perret (Hrsg.): Dunkelschwestern. Annemarie von Matt – Sonja Sekula. Scheidegger & Spiess, Zürich 2008, ISBN 978-3-85881-213-1.
  • Seepferdchen. In: Andrea Köhler (Hrsg.): Das Tier und wir. Hoffmann und Campe, Hamburg 2008, ISBN 978-3-455-40126-4. Seite 93–100.[13][14]
  • Genies und ihre Geheimnisse. Band 2: 100 neue biographische Rätsel. (Mit Manfred Koch und Silvia Overath). List, Berlin 2009, ISBN 978-3-471-78312-2.
  • Flughafenfische. Roman. Luchterhand, München 2009, ISBN 978-3-630-87307-7.[15][16][17]
  • Fermada sün dumonda – In den Bergen bleiben. In: Entwürfe 59, Lebenslauf. Verein Entwürfe für Literatur, Zürich 2009, ISBN 978-3-906729-73-2.
  • Alle Farben des Schnees. Senter Tagebuch. Luchterhand, München 2010, ISBN 978-3-630-87340-4. [18][19][20]
  • Fließendes Land. Luchterhand, München 2012, ISBN 978-3-630-87391-6.
  • Tafelrunde. Schriftsteller kochen für ihre Freunde (Mit Manfred Koch und Silvia Overath). Luchterhand, München 2012, ISBN 978-3630873909 Leseprobe

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Overath im Gespräch mit Katja Schwiglewski. (8:36) Anlässlich des Buches Alle Farben des Schnees. WDR 3 – Resonanzen, 29. Dezember 2010. Abgerufen am 2. Januar 2010.
  2. Angelika Overaths Reportage Bis ins Mark (PDF-Datei, 0.2 MB) beim Reporterforum e.V., abgerufen am 30. Dezember 2010.
  3. Werkprobe und Vita von Overath im Archiv der Kunststiftung
  4. Website des Thaddäus-Troll-Preis' 2005
  5. Die Preise 2006 sind vergeben. beim Ingeborg-Bachmann-Preis (ORF)
  6. Angelika Overath mit Das Aquarium beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2006.
  7. Angelika Overath im Zentrum für englisch-deutsche Kulturbeziehungen (engl.)
  8. Overaths ausgezeichneter Text: Fliessendes Land.
  9. Schweizer Buchpreis 2009: Die Nominierten Kurzfilm auf YouTube (Overath: 1:30 bis 3:01)
  10. Sudetendeutscher Tag 2012 Nürnberg, Preisträger
  11. Auszüge bei der Online-Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Abgerufen am 6. Januar 2011.
  12. Vorwort von Hans-Dieter Vontobel (PDF-Datei, 0.1 MB). Abgerufen am 6. Januar 2011.
  13. Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek.
  14. Buchtipp in der Neuen Zürcher Zeitung vom 27. September 2008, abgerufen am 15. Januar 2011.
  15. Angelika Overath: Das Buch gehört dem König! Vom Erinnern und Schreiben – Wie ein Roman entsteht und der Autor einen seiner Katzentode stirbt. Reportage über die Entstehung des Romans. In: Neue Zürcher Zeitung vom 9. Mai 2009, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  16. Ruth Klüger: Vom Schwimmen und Fliegen. Buchkritik in Die Welt vom 24. April 2010, abgerufen am 20. November 2010.
  17. Gespräch der Autorin mit Manfred Illi. Im literatur- und kulturwissenschaftlichen Organ Schau ins Blau. Ausgabe 10.1: Fremdheit. Abgerufen am 21. November 2010.
  18. Vorabdruck eines Auszugs im Reisemagazin von "Die Zeit" am 2. Dezember 2010, abgerufen am 6. Dezember 2010.
  19. Meike Feßmann: Wenn der Ferienort zur Heimat wird. Buchkritik als Textfassung und Gespräch im Deutschlandradio Kultur vom 30. November 2010, abgerufen am 30. November 2010.
  20. Diari da Sent è in success. (Tagebuch aus Sent – ein Erfolg.) Hörbericht zum Buch (deutsch / rätoromanisch.) Bei Radio Rumantscha am 21. Dezember 2010, abgerufen am 22. Dezember 2010.