Anni Albers
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Anni Albers (* 12. Juni 1899 als Anneliese Fleischmann in Berlin; 9. Mai 1994 in Orange, Connecticut) war eine deutsch-amerikanische Textilkünstlerin, Weberin und Grafikerin. Sie zählt zu den Künstlern des Bauhauses.
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[Bearbeiten] Ausbildung
Schon während der Schulzeit erhielt Anni Albers privaten Kunstunterricht. Mit 1916 trat sie in das von Martin Brandenburg geführte Studienatelier für Malerei und Plastik in Berlin ein und absolvierte dort eine dreijährige akademische Ausbildung. Nachdem sie erfolglos versucht hatte, an der Dresdner Akademie Malerei zu studieren, ging sie 1919 nach Hamburg an die Kunstgewerbeschule. Schließlich begann Albers 1922 ein Studium am Staatlichen Bauhaus in Weimar. Sie nahm zunächst am Vorkurs bei Johannes Itten und Georg Muche teil, danach in der Weberei des Bauhauses. Ab Mitte der zwanziger Jahre richtete sich die Weberei des Bauhauses zunehmend auch die industrielle Verwertbarkeit von Textilien. In diesem Zusammenhang ist die Diplomarbeit der Künstlerin zu sehen, die sie 1929/30 fertigstellte. Sie entwickelte hierfür einen Spannstoff: "ein lichtreflektierendes, schalldämpfendes und leicht zu reinigendes Material aus Baumwolle und Cellophan für die Fenster einer Aula".
[Bearbeiten] Leben
1925 hatte die Künstlerin den Künstler und Kunstpädagogen Josef Albers geheiratet. 1931 übernahm sie vorübergehend als Nachfolgerin von Gunta Stölzl die Leitung der Weberei am Bauhaus.
Nach der Machtübergabe an Hitler im Jahre 1933 musste das inzwischen nach Berlin übergesiedelte Bauhaus endgültig schließen. Gemeinsam mit ihrem Mann emigrierte die Künstlerin in die USA. Am Black Mountain College, North Carolina lehrte sie 1939-1949 als Assistant Professor Weberei. 1949 ehrte sie das Museum of Modern Art in New York mit einer Ausstellung. 1950 bis 1962 arbeitete Anni Albers als freischaffende Weberin.
Seit 1936 reiste sie, meist zusammen mit ihrem Mann, insgesamt 14 mal nach Mexiko und Südamerika, wo sie traditionelle Webmuster und -techniken studierte und sammelte, die von Einfluss auf ihre weberische wie grafische Arbeit waren.
In den 1960er Jahren verabschiedete sich Anni Albers immer mehr von der Weberei, da sie diese angesichts der technischen Produktionsprozesse für eine mittlerweile überholte angewandte Kunst hielt und wandte sich der abstrakten Grafik zu.
[Bearbeiten] Literatur
- Annelie Lütgens: "Anni Albers", in: Das verborgene Museum I. Dokumentation der Kunst von Frauen in Berliner öffentlichen Sammlungen, Berlin 1987, S. 223-224.
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Anni Albers im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Albers, Anni |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-amerikanische Textilkünstlerin, Weberin und Grafikerin |
| GEBURTSDATUM | 12. Juni 1899 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 9. Mai 1994 |
| STERBEORT | Orange, Connecticut |

