Arlington (Vermont)

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Arlington
Arlington (Vermont)
Arlington
Arlington
Lage in Vermont
Basisdaten
Gründung: 28. Juli 1761
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Bennington County

Koordinaten: 43° 4′ N, 73° 14′ W43.066587-73.22632176Koordinaten: 43° 4′ N, 73° 14′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 2317 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 21,2 Einwohner je km²
Fläche: 109,9 km² (ca. 42 mi²)
davon 109,4 km² (ca. 42 mi²) Land
Höhe: 176 m
Postleitzahl: 05250
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-01450

GNIS-ID: 1462027
Webpräsenz: www.ArlingtonVT.orgVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite
Smith-Canfield House, Arlington.jpg
Das Smith-Canfield Haus im Arlington Village Historic District

Arlington[1] ist eine Gemeinde im Bennington County im US-Bundesstaat Vermont mit 2.317 Einwohner (Stand: U.S. Census 2010).[2] Arlington liegt zwischen den Taconic Mountains und den Green Mountains. Wichtigster Fluss ist der Batten Kill, an dessen Ufer die Hauptsiedlung der Gemeinde, Arlington Village, liegt.

Der Ort wurde am 28. Juli 1761 durch den Gouverneur New Hampshires, Benning Wentworth, als Teil der New Hampshire Grants zur Besiedlung ausgerufen. Erste Treffen der Käufer, in denen die systematische Urbarmachung des Gebietes besprochen und beschlossen wurde, fanden 1862 in der nahen Gemeinde Pownal statt. Die meisten der neuen Eigentümer siedelten nie auf den erworbenen Grundstücken, so dass auf der ersten Versammlung in der neuen Town, die am 1. Juni 1763 stattfand, eine Prämie für die ersten zehn Siedler beschlossen wurde, die sich in Arlington niederließen. Für 1763 sind nur vier permanent in der Town siedelnde Familien bekannt, eine erste größere Zahl von Siedlern ließ sich erst im Frühjahr1764 hier nieder. Zugleich wurden auch eine Getreide- und eine Sägemühle gebaut. Bis 1780 lief die Besiedlung kontinuierlich fort, so dass spätestens ab diesem Zeitpunkt ein stabiles Gemeinwesen bestand.

Im Sommer 1764 wurde die junge Gemeinde durch die Entscheidung des britischen Königs, dass die durch New Hampshire verkauften Gebiete zur Kolonie New York gehören sollten, belastet. Unter den meist armen Siedlern führte der Wunsch New Yorks, ihnen ihr Land noch einmal zu verkaufen, da der Verkauf durch New Hampshire unrechtmäßig gewesen sei, zu starker Ablehnung der neuen Verwaltung; es kam zu Überfällen von New Yorker Milizen und bewaffneter Gegenwehr. Die Unruhen eskalierten im Laufe mehrerer Jahre. Die versuchte Festnahme des Gemeindevorstehers Remember Baker durch New Yorker Truppen am 22. März 1772 führte zu offenen Gewalttätigkeiten; sie war einer der Anlässe zur Gründung einer organisierten Gegenmiliz, den Green Mountain Boys unter Ethan Allen, die schließlich die Unabhängigkeit des kompletten umstrittenen Gebietes ab 1776 unter dem Namen Vermont Republic erkämpfte. Unter den späteren Anführern der Green Mountain Boys und der Vermont Republic waren eine beträchtliche Anzahl zum Zeitpunkt dieser Vorgänge in Arlington ansässig. Zu ihnen gehörten unter Anderen Seth Warner, einer der führenden Akteure der Green Mountain Boys und des Unabhängigkeitskrieges, und Thomas Chittenden, erster Präsident der Vermont Republic.

Ein erster hölzerner Kirchenbau erfolgte ab 1784, zugleich wurde ein erster Gemeindefriedhof angelegt. Diese Kirche wurde auf Beschluss der Gemeindeversammlung zwischen 1829 und 1830 durch einen Steinbau ersetzt. Dieser heute noch bestehende Bau, die St. James Episcopal Church, gilt als die zweitälteste neugotische Kirche in Vermont.[3] Mehrere weitere Kirchengemeinden folgten in rascher Folge, von denen aber nicht alle bestehen blieben.

Mit dem Bau der Bahnstrecke Rutland–Hoosick Junction wurden für Arlington ab 1851 zusätzliche Absatzmärkte erschlossen. Durch die große Zahl geeigneter Wasserläufe für den Betrieb von Maschinen und eine Reihe wichtiger Bodenschätze entstanden eine Vielzahl von Fabriken. Im frühen 20. Jahrhundert war Arlington ein wichtiges Industriezentrum mit mehreren Mühlen und Fabriken zur Marmorbearbeitung.[3]

Teile der Innenstadt Arlingtons, der Arlington Village Historic District mit 190 historischen Gebäuden, wurde im Jahr 1989 in das National Register of Historic Places aufgenommen.

Die Gemeinde ist durch die Vermont Route 7A und Vermont Route 313, die beide durch den Ort führen, in das inneramerikanische Straßennetz eingebunden. Als nächste Schnellstraße dient die östlich der Grenze des Territoriums gelegene U.S. Route 7, die eine Nord-Süd-Achse zwischen dem nahen Bennington und Kanada darstellt. Auf der Bahnlinie werden dagegen seit Anfang der 1960er Jahre nur noch Güter transportiert, der Personenverkehr ist eingestellt.

Schulbildung kann am Ort bis auf die Stufe der Middleschool vermittelt werden. Weiterführende Schulen finden sich in Bennington. Weiterhin sind in Arlington fünf Kirchengemeinden angesiedelt: zwei Methodisten und je eine Gemeinde der Katholiken, Episcopalen und der United Church of Christ.

Nahe der Stadt ist auch das einzige Karthäuserkloster der Vereinigten Staaten, das Charterhouse of the Transfiguration, angesiedelt.

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Zadock Thompson: History of Vermont, natural, civil and statistical, in three parts. Chauncey Goodrich, Burlington 1842, S. Band III, p 4f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  •  Abby Maria Hemenway: The Vermont historical Gazetteer, Band 1. Burlington 1867, S. 121ff.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arlington im Geographic Names Information System des United States Geological Survey. Abgerufen am 18. März 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3. a b Arlington Village Historic District auf der Website der University of Vermont, abgerufen am 27. Mai 2013