Bad Schmiedeberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Wittenberg | |
| Höhe: | 100 m ü. NN | |
| Fläche: | 159,99 km² | |
| Einwohner: |
8889 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 56 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06905 | |
| Vorwahlen: | 034925, 034243 (Söllichau), 034926 (Sachau), 034927 (Trebitz) | |
| Kfz-Kennzeichen: | WB, GHC, JE | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 91 020 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 10 06905 Bad Schmiedeberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stefan Dammhayn (CDU) | |
| Lage der Stadt Bad Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg | ||
Bad Schmiedeberg ist eine Stadt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Das staatlich anerkannte Moor-, Mineral- und Kneippheilbad Bad Schmiedeberg liegt im Naturpark Dübener Heide etwa 20 km südöstlich der Kreisstadt Lutherstadt Wittenberg und etwa 45 km nordöstlich von Leipzig.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Am 1. Juli 2009 kam es zur Neubildung der Stadt Bad Schmiedeberg. Die Verwaltungsgemeinschaft Kurregion Elbe-Heideland, deren Sitz in Bad Schmiedeberg war, wurde zu diesem Zeitpunkt aufgelöst.
Bad Schmiedeberg umfasst seitdem acht Ortschaften mit 25 Ortsteilen: die ehemals selbstständigen Städte Bad Schmiedeberg und Pretzsch (Elbe) sowie die ehemaligen Gemeinden Korgau, Meuro, Priesitz, Schnellin, Söllichau und Trebitz. [2]
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Geschichte [Bearbeiten]
Erstmals wird der Ort im Jahr 1206 als Smedeberg erwähnt. 1350 erhielt der Ort die Stadtrechte.
Bad Schmiedeberg gehörte bis 1815 zu Sachsen, dann bis zum Zweiten Weltkrieg zur preußischen Provinz Sachsen, nach 1945 zum Land Sachsen-Anhalt. Seit 1952 gehörte die Stadt zum Bezirk Halle. Seit 1990 liegt sie im Bundesland Sachsen-Anhalt.
1925 wurde Schmiedeberg der offizielle Titel "Bad" verliehen.
Politik [Bearbeiten]
Stadtratswahl Bad Schmiedeberg 7. Juni 2009 [Bearbeiten]
- CDU: 9 Sitze
- FDP: 3 Sitze
- DIE LINKE: 3 Sitze
- Bürger wollen was Bewegen (BwB): 2 Sitze
- Feuerwehren der Elbe-Heiderandgemeinden (FwE-H): 2 Sitze
- SPD: 1 Sitz
Gesamtzahl der Sitze: 20[3]
Ortschaftsratswahl Bad Schmiedeberg 7. Juni 2009 [Bearbeiten]
Gesamtzahl der Sitze: 7[3]
Bürgermeister [Bearbeiten]
Stefan Dammhayn (CDU) übte seit dem 3. April 2005 das Amt des Bürgermeisters der Stadt Bad Schmiedeberg aus. Seit dem 21. Juni 2009 ist er hauptamtlicher Bürgermeister der neuen Einheitsgemeinde "Stadt Bad Schmiedeberg".
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 13. September 1994 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt und im Landeshauptarchiv Magdeburg unter der Wappenrollennummer 46/1994 registriert.
Blasonierung: „In Silber eine rote Burg mit Zinnmauer und fünf gezinnten Türmen mit blauen Spitzendächern und Knäufen; der breite niedere Mittelturm mit offenem schwarzen Tor und hochgezogenem Fallgatter, über dem Tor eine runde und eine quadratische schwarze Öffnung, auf dem Dachknauf ein rot-silbernes Fähnchen.“
Die Stadtfarben zeigen Rot - Silber (Weiß).
Zum Wappen der Stadt Bad Schmiedeberg liegen Beschreibungen aus einem Schriftwechsel des Magistrats mit dem Preußischen Staatsarchiv Magdeburg aus dem Jahre 1927 vor: "… eine fünftürmige Burg mit breitem niederen Torturm mit offenem Tor und anschließender Zinnenmauer, über der jederseits ein höherer runder Turm erscheint, der außenhin ein kleineres Erkertürmchen trägt." Dasselbe Bild hat ein 1491 gebrauchtes Siegel: „SIGILLUM CIVITATIS SMEDEBERGENSIS“. Später änderte man die Burg in fünf frei nebeneinander stehende Türme. Die Symbolik des Torturmes mit weiteren vier Türmen und Zinnmauern ergibt sich aus der Stadtansicht vor der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg 1637.
1350 erstmals als Stadt erwähnt, wird „Smedeberg“ 1429 von den Hussiten niedergebrannt. Der Wiederaufbau der Stadt wird begleitet von einer starken Ummauerung mit zwei Stadttoren. Das nördliche Aue-Tor wird 1490 erstmals genannt. Die im spätgotischen Stil neuerbaute Stadtkirche (1454) erhält vier Türme zum Zeichen des Sitzes eines Erzpriesters. 1570 wird der Bau des Rathauses mit einem Dachreitertürmchen abgeschlossen. In der Stadtansicht ragen fünf Türme über die Stadtmauer hinaus. Als Mitglied im kursächsischen Städteausschuss wird eine Ansicht Schmiedebergs in dem von Wilhelm Dilich gestalteten großen Zyklus von Stadtansichten im Riesensaal der Dresdner Residenz erwähnt. Im Bombenhagel 1945 zerstört, befindet sich eine Kopie, in der eindeutig fünf Türme zu erkennen sind, im Rathaussaal der Stadt. In einem Stich nach Merian sind ebenfalls fünf Türme das Symbol der Stadt. Selbst heute noch hat die Stadt mit dem Kurhaus, der Stadtkirche, dem Rathaus, dem Au-Tor und der Friedhofskapelle fünf sichtbare Türme.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
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Schlosspark in Reinharz
Bauwerke [Bearbeiten]
- Evangelische Stadtkirche, 1453 als dreischiffige gotische Hallenkirche eingeweiht, nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges barock ausgestattet und nach einem Kirchturmbrand 1904 durch August Oetken neoklassizistisch ausgestaltet; romantisch gestimmte Orgel von Geissler 1853, restauriert 1997 durch Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt Bad Liebenwerda
- Jugendstil-Kurhaus aus dem Jahr 1908
- Barockkirche Reinharz aus dem Jahr 1704, 2000 bis 2004 restauriert
- Wasserschloss und Schlosspark Reinharz
- Kaiser-Wilhelm-Turm, erbaut 1910 als Aussichtsturm mit Restaurant im Stadtwald der Stadt Bad Schmiedeberg, Höhe 208 m ü. NN, In-Wert-Setzung 2006 mit Unterstützung der EU-Initiative LEADER+.
- Bundesradfahrerdenkmal zu Ehren der gefallenen und vermissten Vereinsmitglieder und Sportler, gestiftet vom Bund Deutscher Radfahrer, am 17. Juni 1923 eingeweiht
Geschichtsdenkmale [Bearbeiten]
- Mehrere Grabstätten auf dem Ortsfriedhof für einen namentlich bekannten niederländischen und einige unbekannte ausländische Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer der Zwangsarbeit wurden
- Militär-Museum Bunker Kossa-Söllichau unweit von Bad Schmiedeberg
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Schmiedeberger Margarethenfest zu Ehren der Kurfürstin Margaretha II. von Österreich[4]
- Bad Schmiedeberger Brunnenlauf
- 2 Weihnachtsmärkte (Marktplatz / Kurpromenade)
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Freizeit- und Erlebnisbad [Bearbeiten]
Das berühmte Freizeit- und Erlebnisbad "Basso", neben der Kur einstiges Aushängeschild der Stadt, besteht seit Insolvenz und enormen Schrottdiebstählen nur noch als Ruine an der Periphere der Stadt.[5]
Verschuldung [Bearbeiten]
Die Verschuldung der Stadt beläuft sich auf ca. 174 Millionen Euro.[6]
Verkehr [Bearbeiten]
Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 fahren trotz der Abbestellung des Schienenpersonennahverkehrs weiterhin Züge auf der eingleisigen Elbe-Heide-Bahn von Lutherstadt Wittenberg zum Bahnhof Bad Schmiedeberg. In Abstimmung mit dem Land Sachsen-Anhalt, dem Landkreis Wittenberg und der örtlichen Trägergesellschaft „Neuer Wittenberger Busverkehr“ (NWB, Betreiber: Vetter Busunternehmen GmbH) konnte der Infrastruktureigentümer DRE erreichen, dass der Zugverkehr zunächst als Pilotbetrieb mit fünf bedarfsorientierten Fahrtenpaaren werktags (außer Samstag) aufrechterhalten werden konnte. Dadurch konnte Ende 2008 der über 50 Jahre alte Schienenbus durch einen moderneren Triebwagen ersetzt und seit Anfang 2009 auch der Wochenendverkehr mit zwei Zugpaaren wieder eingeführt werden. Das Angebot wird ergänzt durch Busleistungen des NWB von Wittenberg nach Bad Schmiedeberg.
Der Haltepunkt „Bad Schmiedeberg Nord“ gehört zum Ortsteil Splau der Stadt Bad Schmiedeberg. Die Strecke wird im weiteren Verlauf Richtung Eilenburg (über u. a. Söllichau und Bad Düben) nur für Sonderfahrten und Güterverkehr genutzt.
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Johann Nicolaus Anton (1737–1813), lutherischer Theologe
- Karsten Polky (* 1964), Ringer
- Heinrich Schütz (* 1906), KZ-Arzt
- Ernst Theumer (1890–1978), Politiker (SPÖ)
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2011 (PDF; 168 KiB) (Hilfe dazu)
- ↑ Hauptsatzung der Stadt Bad Schmiedeberg (PDF; 49 kB)
- ↑ a b Amtsblatt der Stadt Bad Schmiedeberg Ausgabe 2009/1 (PDF; 856 kB)
- ↑ Historie des Margarethenfestes
- ↑ http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/1110693/
- ↑ http://www.mz-web.de/archiv/Die-Schuldenlast-wird-gemildert/HC-01-23-2012-6699561.71-29817835JE.htm
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