Beausoleil

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Dieser Artikel behandelt die französische Gemeinde im Département Alpes-Maritimes. Zum US-amerikanischen Musiker und verurteilten Mörder siehe Bobby Beausoleil.
Beausoleil (Bèusoulèu)
Wappen von Beausoleil
Beausoleil (Frankreich)
Beausoleil
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Alpes-Maritimes
Arrondissement Nizza
Kanton Beausoleil
Gemeindeverband Communauté d’agglomération de la Riviera française.
Koordinaten 43° 45′ N, 7° 25′ O43.74257.424444444444489Koordinaten: 43° 45′ N, 7° 25′ O
Höhe 40–621 m
Fläche 2,79 km²
Einwohner 13.567 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 4.863 Einw./km²
Postleitzahl 06240
INSEE-Code
Website www.villedebeausoleil.fr

Beausoleil, (nissart-okzitanisch: Bèusoulèu), ist eine französische Gemeinde mit 13.567 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Arrondissement Nizza und bildet einen eigenen Kanton. Zudem ist Beausoleil Mitglied des Kommunalverbandes Agglomération de la Riviera française.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Beausoleil liegt nahe der Côte d’Azur und grenzt unmittelbar nordwestlich an das Fürstentum Monaco, wobei die Siedlungsgebiete auf fast 2,5 Kilometer Länge ineinander übergehen. Teilweise gehören Häuser auf einer Straßenseite zu Beausoleil, auf der gegenüberliegenden zu Monaco. Das Gemeindegebiet zieht sich in Richtung Nordwesten die Ausläufer der französischen Seealpen hinauf. Die Lage oberhalb Monacos bietet zahlreiche Aussichtspunkte wie den 291 m hohen Mont des Mules. Ganz im Norden der Gemeinde verläuft die Autoroute A8.

Nachbargemeinden sind im Norden Peille, im Nordosten Roquebrune-Cap-Martin, im Osten und Süden die monegassischen Stadtbezirke Saint-Romain, Saint-Michel und Moneghetti sowie im Westen La Turbie.

Geschichte[Bearbeiten]

Beausoleil wurde 1904 durch Auslagerung aus dem Gemeindegebiet von La Turbie gegründet. Die Neuorganisation war wegen der enormen Bautätigkeit und den schnell steigenden Einwohnerzahlen an der Grenze zum Fürstentums Monaco notwendig geworden. Die neue Gemeinde sollte ursprünglich den Namen Monte-Carlo-Supérior erhalten. Nach Protesten durch das Fürstenhaus wurde der Name Beausoleil gewählt, um Touristen anzusprechen (beau = schön, soleil = Sonne).

Das starke Wachstum der neuen Gemeinde war vor allem auf die Entwicklung des Tourismus und des Glücksspiels in Monte Carlo zurückzuführen. Dort wurden viele Arbeitsplätze geschaffen, was Einwanderer aus Italien und der ländlichen Umgebung anzog.

Die Bausubstanz weist nahe der Grenze zum Fürstentum einige Gebäude der Belle Époque auf. Auf den Berghängen finden sich zahlreiche Villen.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 12.833
1968 14.144
1975 12.208
1982 11.664
1990 12.326
1999 12.775
2007 14.078

Mit 13.567 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) gehört Beausoleil zu den 20 größten der 163 Gemeinden des Départements Alpes-Maritimes. Nachdem die Einwohnerzahl nach der Gründung der Gemeinde 1904 bis zum Beginn der 1920er Jahre auf über 8.000 stieg, wurde danach ein weiteres Bevölkerungswachstum verzeichnet. Nach einer vorübergehenden Stagnation in den 1980er Jahren erfolgte seitdem wieder ein kontinuierlicher Anstieg.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Mont des Mules, ein langgestrecktes Kalksteinplateau mit Blick auf das Fürstentum Monaco mit Überresten von Trockenmauern einer ligurischen Siedlung, als historische Denkmal eingestuft[3]
  • Riviera Palace, zwischen 1898 und 1902 nach Plänen des Architekten Georges Chedanne errichtet, heute Wohnhaus, seit 1989 historisches Denkmal[4]
  • Sanctuaire Saint-Joseph, zwischen 1913 und 1930 in neuromanischem Stil erbaute Kirche mit sehenswerten Glasfenstern von Mauméjean und Champigneulle[5]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1995 besteht eine Partnerschaft mit der oberitalienischen Stadt Alba.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Daniel Ducruet, von 1995 bis 1996 der Ehemann von Stéphanie von Monaco, in Beausoleil geboren
  • Ange Mancini, französischer Politiker, in Beausoleil geboren
  • Renée Saint-Cyr (1904–2004), französische Schauspielerin, in Beausoleil geboren
  • Armand Gatti, französischer Schriftsteller, Theater- und Filmregisseur, in Beausoleil aufgewachsen
  • Guillaume Apollinaire (1880–1918), französischer Autor, lebte zeitweise im Ortsteil Carnier
  • Léo Ferré (1916–1993), französischer Chansonnier, lebte während des Zweiten Weltkriegs in Beausoleil

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Beausoleil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. villedebeausoleil.fr
  2. cassini - Bevölkerungszahlen
  3. La base Mérimée PA00080665
  4. La base Mérimée PA00080928
  5. Sanctuaire