Alba (Piemont)

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Alba
Wappen
Alba (Italien)
Alba
Staat: Italien
Region: Piemont
Provinz: Cuneo (CN)
Koordinaten: 44° 42′ N, 8° 2′ O44.78.0333333333333172Koordinaten: 44° 42′ 0″ N, 8° 2′ 0″ O
Höhe: 172 m s.l.m.
Fläche: 54 km²
Einwohner: 30.925 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 573 Einw./km²
Stadtviertel Gallo, Mussotto, Scaparone, San Cassiano, Santa Rosalia, Biglini, Madonna di Como, San Rocco Seno d' Elvio, San Rocco Cherasca, Altavilla
Angrenzende Gemeinden Barbaresco, Benevello, Borgomale, Castiglione Falletto, Corneliano d'Alba, Diano d'Alba, Grinzane Cavour, Guarene, La Morra, Monticello d'Alba, Piobesi d'Alba, Roddi, Serralunga d'Alba, Treiso, Trezzo Tinella
Postleitzahl: 12051
Vorwahl: 0173
ISTAT-Nummer: 004003
Volksbezeichnung: Albesi
Schutzpatron: San Lorenzo
Website: Comune Alba

Alba ist eine Stadt mit 30.925 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der nordwestitalienischen Region Piemont. Sie liegt in der Provinz Cuneo am Rande der Poebene und ist der Hauptort des Hügellandes der Langhe. Die Einwohner werden auf Italienisch Albesi genannt.

Alba ist Sitz des Bistums Alba der römisch-katholischen Kirche.

Geografie[Bearbeiten]

Alba liegt 50 km südlich von Turin am Fluss Tanaro – einem großen Nebenfluss des Po – zwischen den Hügellandschaften der Langhe und des Roero.

Sie ist die größte Stadt der Langhe und liegt 60 km nordöstlich der Provinzhauptstadt Cuneo, 27 km südwestlich von Asti und 13 km östlich von Bra. Etwas oberhalb der Stadt mündet die Stura di Demonte in den Tanaro.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Siedlungsgeschichte von Alba reicht bis in das Neolithikum zurück (6. bis 3. Jahrtausend v. Chr.). Die Ligurer ließen sich hier nieder. 173 v. Chr. kam das Gebiet unter die Herrschaft des Römischen Reiches und ist seit 89 v. Chr. unter dem Namen Alba Pompeia als römisches Municipium beurkundet.

Im Mittelalter wurde Alba von den Langobarden erobert und litt unter dem Einfall der Sarazenen. Im 12. Jahrhundert wurde es eine freie Stadt (comune) und schloss sich dem Lombardenbund der norditalienischen Städte an.

Flagge der Republik Alba, 1796–1801

Umkämpft zwischen Montferrat und den Visconti, fiel es der Herrschaft der Gonzaga zu, wurde drei Mal von Karl Emanuel I. erobert und wieder verloren und geriet dann in den Machtkonflikt zwischen Frankreich und Spanien. Mit dem Frieden von Cherasco (1631) fiel Alba an die Savoyer.

Während der Herrschaft Napoleon Bonapartes existierte hier die Republik Alba zwischen dem 26. April 1796 und dem 19. April 1801. Zwischen dem 10. Oktober und 2. November 1944 rief hier die lokale Widerstandsbewegung gegen die faschistische Diktatur in Italien erneut die Republik Alba aus.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Maurizio Marello (Partito Democratico, Wahl 2009).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Stadt ist umgeben von berühmten Wein- sowie Obstanbaugebieten und ist ein Zentrum der Süßwarenindustrie (seit 1946 Hauptsitz der Firma Ferrero). Außerdem ist in Alba die Unternehmenszentrale der Firma MONDO, einem der größten Produzenten von Kautschukbelägen und Bällen. Außerdem stellt MONDO spezielle Sportbeläge her und rüstet seit 1976 alle Leichtathletikstadien für Olympische Spiele aus.

Verkehr[Bearbeiten]

Westlich der Stadt verläuft die Autostrada A33 mit zwei Anschlussstellen für Alba (-Ovest und -Est). Ferner liegt die Stadt an der Bahnstrecke Alessandria–Cavallermaggiore. Der innerstädtische öffentliche Nahverkehr wird durch fünf Autobuslinien bewältigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aus der Römerzeit sind die Überreste einer Befestigungsanlage mit Mauern und einem Tor erhalten, sowie einige mit Mosaiken ausgelegte Gebäude. Zu den bedeutendsten Bauten zählen der Dom aus dem 15. Jahrhundert und die Johannes dem Täufer geweihte Kirche (Chiesa di San Giovanni Battista). Im Mai 2009 wurde die neue Verklärungskirche (Chiesa della Trasfigurazione) im rasch wachsenden Stadtteil Mussotto eingeweiht, ein Juwel moderner Architektur.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Die berühmten Weine der Langhe sowie die weißen Trüffel, die in der unmittelbaren Umgebung zu finden sind, locken besonders im Oktober viele Touristen in die Stadt und ihre Umgebung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter:

Personen mit Beziehung zur Stadt:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.

Weblinks[Bearbeiten]