Bersrod

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bersrod
Gemeinde Reiskirchen
Koordinaten: 50° 37′ N, 8° 51′ O50.6177777777788.8519444444444261Koordinaten: 50° 37′ 4″ N, 8° 51′ 7″ O
Höhe: 261 m ü. NN
Fläche: 4,28 km²
Einwohner: 759 (2010)
Postleitzahl: 35447
Vorwahl: 06408

Bersrod ist ein Ortsteil der Gemeinde Reiskirchen im Landkreis Gießen in Hessen mit etwa 770 Einwohnern (Stand 2007).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Der Ort liegt etwa 12 km östlich von Gießen, am westlichen Rand des Vogelsberges, direkt an der A 5. Bersrod hat Gemarkungsgrenzen zu den Nachbarorten Beuern, Großen-Buseck, Geilshausen, Reinhardshain, Winnerod und Reiskirchen.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ortsname spricht für einen fränkischen Ursprung der Siedlung, entstanden durch Rodung. Der Name verweist möglicherweise auf eine Rodung durch einen Mönch mit dem Namen Berno, genaueres lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht verifizieren. Die erste urkundliche Erwähnung lässt sich um das Jahr 1276 (+/-10) datieren. Für das Jahr 1670 wurden rund 100 Einwohner verzeichnet, 160 Jahre später war ihre Anzahl auf 338 angewachsen. Im Jahr 2007 verzeichnet der Ort rund 770 Einwohner.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Auch an Bersrod zeigt sich die demographische Veränderung und idealtypisch auch die Ambivalenz der Entwicklung hessischer Dörfer und damit bäuerlicher Tradition insgesamt: Die Häuser im Dorfkern verfallen oder verwaisen, da die jüngere Generation, in die am Ortsrand geschaffenen Neubaugebiete zieht oder ganz den Heimatort verlässt. Gleichzeitig aber findet eine Renaissance von alten Traditionen statt. So wird das jahrelang ungenutzte alte Backhaus schon seit vielen Jahren wieder in seiner Funktion verwendet und dient so der Aufrechtherhaltung traditioneller bäuerlicher Strukturen.

Jahr Einwohner
1995 [1] 759
1996 [1] 779
1997 [1] 785
1998 [1] 817
1999 [1] 796
2000 [1] 776
2001 [1] 777
2002 [1] 806
2003 [1] 817
2004 [1] 794
2005 [1] 795
2006 [1] 774
2007 [1] 764
2008 [1] 753
2009 [1] 725
2010 [2] 759

[Bearbeiten] Wirtschaft

Vormals war der Ort stark bäuerlich geprägt, doch hat sich diese ländliche Struktur in den vergangenen 50 Jahren stark geändert. Früher waren nahezu alle Einwohner im Haupt- oder Nebenerwerb landwirtschaftlich tätig, heute gibt es im Ortskern von Bersrod keinen einzigen landwirtschaftlichen Erwerbsbetrieb mehr. Die Bewirtschaftung der Nutzflächen findet nur noch durch einige größere Betriebe -sog. "Aussiedlerhöfe"- statt, die meist außerhalb der alten Ortschaften liegen. Die Einwohner von Bersrod bewirtschaften nur noch zum Eigenverbrauch einige kleinere Flächen, wie Gärten oder kleinere Ackerparzellen oder Flächen zur Pferdehaltung und Pferdezucht. Die berufliche Tätigkeit führt die meisten Einwohner heutzutage in den Einzugsbereich der Städte Gießen, Marburg und Frankfurt am Main.

[Bearbeiten] Sehenswertes

  • Der Dorfkern - der Lindenplatz - ist ein ovaler von Linden umgebener Platz, in dessen Mitte ein Brunnen und am Anfang ein traditionelles mittelhessisches Backhaus steht. Er gilt als einer der schönsten Dorfplätze Hessens. In unmittelbarer Umgebung befindet sich die Kirche zu Bersrod, die ehemalige Schule (in welcher sich das örtliche Jugendzentrum und die Schulungsräume der Freiwilligen Feuerwehr befinden) und die Einsatzräume der Feuerwehr von Bersrod. Auf dem Lindenplatz finden in regelmäßigen Abständen die Dorffeste statt.
  • Die Einwohner von Bersrod haben den Spitznamen die "Kuckucks" bzw. "Bersröder Kuckucks". Der Ursprung und die Bedeutung dieses Spitznamens liegen im Dunkeln. Seit der Erneuerung des Lindenplatzes und mit diesem des Dorfbrunnens wurde der "Bersröder Kuckuck" auf dem Dorfbrunnen durch einmeißeln verewigt.
  • Das wohl älteste Wohngebäude von Bersrod ("Zur Eiche 2") befindet sich in der unmittelbaren Nähe des alten und auch noch heute aktuellen Dorfmittelpunktes, des Lindenplatzes. Um den Lindeplatz herum und auch in der Talstraße befinden sich noch weitere Fachwerkhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten. Die meisten Gebäude wurden aber im Laufe der Jahre bzw. Jahrhunderte umgebaut, verändert und den jeweiligen Bedingungen der Zeit angepasst. So findet man heute nur noch wenige Häuser mit sichtbarem Fachwerk und im Originalzustand.

[Bearbeiten] Quellen

  1. a b c d e f g h i j k l m n o Gemeinde Reiskirchen > Zahlen + Daten
  2. Webseite des Ortes. Abgerufen am 12. Januar 2012.

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge