Bjarne Goldbæk

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Bjarne Goldbæk
Spielerinformationen
Geburtstag 6. Oktober 1968
Geburtsort KopenhagenDänemark
Größe 177 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
bis 1986 B 1901
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1987
1987–1989
1990–1993
1994
1994–1996
1996–1998
1999–2000
2001–2003
2003–2005
Næstved BK
FC Schalke 04
1. FC Kaiserslautern
Tennis Borussia Berlin
1. FC Köln
FC Kopenhagen
FC Chelsea
FC Fulham
Rot-Weiss Essen
17 0(4)
74 0(8)
80 (11)
24 0(5)
30 0(2)
74 (16)
29 0(5)
85 0(6)
61 0(9)
Nationalmannschaft
1984
1986–1987
1987–1988
1996
1987–2001
Dänemark U-17
Dänemark U-19
Dänemark U-21
Dänemark B
Dänemark
2 0(0)
4 0(0)
5 0(0)
1 0(0)
28 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Bjarne Goldbæk (* 6. Oktober 1968 in Kopenhagen) ist ein ehemaliger dänischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Goldbæk begann seine Karriere bei B 1901. Nachdem er im Frühjahr 1987 ein halbes Jahr für Næstved BK, wo er sein Debüt im Herrenbereich gab, gespielt hatte, wechselte er ins Ausland und unterschrieb beim FC Schalke 04. Mit Schalke stieg er in der Saison 1987/88 aus der Bundesliga ab. Nachdem in der Saison 1988/89 der Wiederaufstieg nicht gelang, wechselte er im Januar 1990 zum 1. FC Kaiserslautern.

Mit den Lauterern wurde er 1990 Pokalsieger und 1991 deutscher Meister. In der Saison nach der Meisterschaft spielte der Verein mit Goldbæk im Europapokal der Landesmeister mit, in dem man in der 2. Runde auf den FC Barcelona traf. Nach einer 0:2-Auswärtsniederlage im Hinspiel führte der FC Kaiserslautern im Rückspiel bis zur Nachspielzeit 3:0, wobei Goldbæk das zum Weiterkommen entscheidende Tor markierte. In der Nachspielzeit jedoch gelang dem FC Barcelona das 1:3 durch Jose Mari Bakero, sodass Barça entsprechend der Auswärtstorregel in die nächste Runde einzog.

Im Januar 1994 verließ Goldbæk Kaiserslautern und wechselte zu Tennis Borussia Berlin, das damals zweitklassig spielte. Mit dem Klub stieg Goldbæk in die Regionalliga ab. Nach einem halben Jahr in Berlin unterschrieb Goldbæk beim damals in der Bundesliga spielenden 1. FC Köln. 1996 kehrte er zurück nach Dänemark und spielte für den FC Kopenhagen, mit dem er 1997 dänischer Pokalsieger wurde.

Im Januar 1999 zog es ihn wieder ins Ausland; dieses Mal unterschrieb er beim FC Chelsea. Mit den „Blues“ gewann er 2000 den FA Cup. Nachdem er beim FC Chelsea seinen Stammplatz verloren hatte, unterschrieb Goldbæk in der Winterpause der Saison 2000/01 beim Stadtteilrivalen FC Fulham, welcher zu diesem Zeitpunkt in der Football League Championship spielte. Mit Fulham stieg Goldbæk zum Saisonende in die Premier League auf. In der Saison darauf erreichte er mit dem Klub den UI-Cup; über diesen Wettbewerb wurde der UEFA-Cup erreicht.

Zur Saison 2003/04 kehrte Goldbæk nach Deutschland zurück und unterschrieb bei Rot-Weiss Essen.[1] Seinen Wechsel nach Essen begründete er zum Einen mit der Tatsache, dass er mit seiner Familie nach Gladbeck (Nachbarstadt von Essen) gezogen war, zum Anderen seien der Name des Vereins – trotz Ligazugehörigkeit − und der gute Zuschauerschnitt ein Grund für den Wechsel gewesen.[2] Sein Debüt für die Essener gab er am 3. August 2003 in der Startelf am ersten Spieltag der Regionalliga Nord gegen die zweite Mannschaft seines Ex-Klubs 1. FC Köln. Bei Rot-Weiss Essen wurde der mittlerweile fast 35-Jährige schnell Stammspieler und Leistungsträger. Am 23. Mai 2004 stieg Essen mit einem 7:0-Sieg am 32. Spieltag gegen die zweite Mannschaft von Goldbæks früherem Klub FC Schalke 04 in die 2. Bundesliga auf.[3] Zu Beginn der neuen Saison wurde er zum neuen Spielführer benannt.[4] In jener Saison, in der die Essener den Abstieg nicht verhindern konnten, spielte Goldbæk 31-mal. Daraufhin verließ der Däne, der schon vor Saisonende bekanntgegeben hatte, dass er im Falle eines Abstieges den Verein nicht in die Regionalliga begleiten werde, Essen. Kurze Zeit später beendete er seine Karriere.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 18. November 1987 debütierte Goldbæk für die Nationalmannschaft Dänemarks bei der 0:1-Niederlage im Qualifikationsspiel zum Fußballturnier der olympischen Sommerspiele 1988 gegen (West-)Deutschland. Es dauerte fast vier Jahre, ehe er dann erneut für die Nationalmannschaft zum Einsatz kam: Beim 1:1-Unentschieden in Odense gegen Bulgarien stand er in der Startelf. Auch bei der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 1992 war er dabei. Beim eigentlichen Turnier, an dem Dänemark trotz sportlicher Nicht-Qualifikation teilnahm und den Titel holte, war Goldbæk jedoch abwesend.

Nachdem er am 2. Juni 1993 beim 4:0-Sieg im Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 1994 gegen Albanien noch einen Kurzeinsatz absolvierte, dauerte es drei Jahre, bis Goldbæk wieder in der Nationalmannschaft spielte: Am 1. September 1996 beim Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998 gegen Slowenien wurde Bjarne Goldbæk nach 22 Minuten für Ole Bjur eingewechselt. Am Ende qualifizierte ich die Mannschaft für die Fußball-Weltmeisterschaft 1998. Goldbæk war dieses Mal im Kader vertreten. Im Turnier, in dem Goldbæk nicht zum Einsatz kam, drang Dänemark bis ins Viertelfinale vor, in dem man knapp am damaligen Titelverteidiger und späteren Finalisten Brasilien (2:3) scheiterte.

Auch bei der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2000 war Goldbæk mit von der Partie. Hier schaffte man die Qualifikation in der Relegation, in der man Israel bezwang. Beim Turnier selbst war Goldbæk ebenfalls mit von der Partie. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2000 schied man nach der Gruppenphase aus. Das letzte Gruppenspiel gegen Tschechien war auch Goldbæks einziger Turniereinsatz. Auch bei der folgenden Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 war Goldbæk noch dabei. Am 25. April 2001 bestritt er gegen Slowenien seinen letzten Einsatz für die Nationalmannschaft; hierbei kam er zu einem Kurzeinsatz von sechs Minuten. Insgesamt bestritt er 28 Länderspiele, in denen er zu keinem Torerfolg kam.

Nach der Karriere[Bearbeiten]

Nach der Karriere strebte Goldbæk eine Trainerkarriere an[5], schlug jedoch eine Karriere als Spielerberater ein.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bjarne Goldbaek wechselt zu RWE. In: kicker online. 10. Juni 2003. Abgerufen am 17. Januar 2012.
  2. "Wir müssen den Aufstieg nachholen". In: kicker online. 10. Juli 2003. Abgerufen am 17. Januar 2011.
  3. Nach Goldbaeks Tor brechen Dämme. In: kicker online. 23. Mai 2004. Abgerufen am 17. Januar 2011.
  4. Goldbaek wird Spielführer. In: kicker online. 24. Juli 2004. Abgerufen am 17. Januar 2011.
  5. bold.dk (Hrsg.): Goldbæk vil være træner. 8. Juni 2005, abgerufen am 5. September 2012 (dänisch).
  6. Interviews, Plattenstudio und viele neue Freunde

Weblinks[Bearbeiten]