Bodenertrag

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Der Bodenertrag (englisch produce of soil, crop yield, agricultural output) gibt alle innerhalb einer Vegetationsperiode erwirtschafteten Güter an, die aus der Nutzung des Bodens entstanden sind und sich in Wert- oder Mengeneinheiten messen lassen. Angegeben wird er üblicherweise als Jahresertrag in Tonne oder Euro je Hektar und Jahr (t/ha/Jahr, €/ha/Jahr) und Entsprechungen.

Der Bodenertrag ist abhängig von Bodenart und Bodenfruchtbarkeit, Geländebeschaffenheit und Klimafaktoren, sowie dem Einsatz von Kapital (zum Beispiel Saatgut, Düngemittel), und Arbeit beziehungsweise Prozessen und Produktionsmethoden (PPM) (etwa Bodenbearbeitung).
So gehören etwa zu den Kriterien[1][2] der Ausgleichszulage für Bergbauern im Rahmen der österreichischen ÖPUL, die die Handicaps des Bodenertrags beschreiben (neben Erreichbarkeit der Hofstelle, Entfernung des Betriebes zu den Verkehrsachsen, Gegebenheiten einer Wegerhaltung etc.):

Zur Klassifizierung der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach Bodengüte gibt es verschiedene Verfahren, etwa die Ackerzahl (Brandenburg).

Nach dem Bodenertragsgesetz, zuerst von Turgot formuliert, hat der vermehrte Einsatz von Kapital und Arbeit von einer bestimmten Grenze an kein entsprechendes Steigen des Bodenertrags zur Folge.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRobert Höllerer: Ausgleichszulage für Benachteiligte Gebiete. In: Förderungen. Landwirtschaftskammer Österreich, 28. März 2008, abgerufen am 26. März 2009.
  2.  Die gesamtbetrieblichen ÖPUL-Maßnahmen. In: Landwirtschaftliche Blätter. 21. September 2006, Sonderseiten ÖPUL (pdf).