Borschtschiw

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Dieser Artikel befasst sich mit der ukrainischen Stadt, für weitere Orte gleichen Namens in der Ukraine, siehe Borschtschiw (Begriffsklärung).
Borschtschiw
(Борщів)
Wappen von Borschtschiw
Borschtschiw (Ukraine)
Borschtschiw
Borschtschiw
Basisdaten
Oblast: Oblast Ternopil
Rajon: Rajon Borschtschiw
Höhe: 259 m
Fläche: 2,66 km²
Einwohner: 11.251 (2004)
Bevölkerungsdichte: 4.230 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 48702
Vorwahl: +380 3541
Geographische Lage: 48° 48′ N, 26° 2′ O48.802526.036944444444259Koordinaten: 48° 48′ 9″ N, 26° 2′ 13″ O
KOATUU: 6120850100
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt
Bürgermeister: Iwan Baschnjak
Adresse: вул. Грушевського 2
48702 м. Борщів
Statistische Informationen
Borschtschiw (Oblast Ternopil)
Borschtschiw
Borschtschiw
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Borschtschiw (ukrainisch Борщів; russisch Борщёв/Borschtschjow, polnisch Borszczów) ist eine kleine ukrainische Stadt mit etwa 11.000 Einwohnern östlich des Flusses Nitschlawa, einem Zufluss des Dnister.

Borschtschiw ist Zentrum des gleichnamigen Rajons und liegt am südlichen Rand der Oblast Ternopil, nördlich liegen Tschortkiw und — etwa 110 Kilometer entfernt — die Oblasthauptstadt Ternopil.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein genaues Gründungsdatum von Borschtschiw ist unbekannt; die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1456, und 1629 erhielt der Ort das Stadtrecht nach Magdeburger Recht. Nach der ersten polnischen Teilung 1772 fiel die Stadt als östlicher Teil von Galizien an Österreich bzw. nach 1867 Österreich-Ungarn. Der Bau der Lokalbahn Teresin–Iwanie Puste durch die Ostgalizischen Lokalbahnen von Tschortkiw kommend nach Iwane-Puste im Jahre 1898 bewirkte einen wirtschaftlichen Aufschwung für Borschtschiw.

1919 eroberte Polen unter Józef Piłsudski im Rahmen des polnisch-sowjetischen Krieges Teile der Ukraine und damit auch Borschtschiw; bis 1939, als der Landesteil an die Ukrainische Sowjetrepublik fiel, war die Stadt polnisch. Seit 1991 gehört Borschtschiw zur unabhängigen Ukraine.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. A. C. A. Friederich, Historisch-geographische Darstellung Alt- und Neu-Polens; 1839, S. 399