Bundesimmobiliengesellschaft

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Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Logo der Bundesimmobiliengesellschaft
Rechtsform GmbH
Gründung 17. Juli 1992
Sitz Wien 3, Hintere Zollamtsstraße 1
Leitung Wolfgang Gleissner (Geschäftsführung)
Hans-Peter Weiss (Geschäftsführung)
Mitarbeiter ca. 813 (2010)[1]
Umsatz 792,3 Mio. Euro (2010)[1]
Bilanzsumme 4,6 Mrd. Euro (2010)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Immobilienunternehmen
Website www.big.at

Die Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. (BIG) ist eines der größten Unternehmen im Bereich Gebäudeverwaltung und -neubau in Österreich. Sie befindet sich zu 100 % im Eigentum der Republik Österreich und verwaltet für diese große Teile der bundesbehördlichen Infrastruktur. Ihre Tätigkeit wird im BIG-Gesetz vom 17. Juli 1992 und dessen Nachfolge-Gesetz, dem Bundesimmobiliengesetz vom 29. Dezember 2000 geregelt. Die Eigentümerfunktion an der BIG wird vom Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend wahrgenommen.

Geschichte[Bearbeiten]

Mit der Verabschiedung des BIG-Gesetzes am 17. Juli 1992 wurde die Grundlage geschaffen für die Gründung der Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. Zuvor hatte die Verwaltung aller (zivilen) Bundesgebäude in den einzelnen Bundesländern in den Händen der Bundesgebäudeverwaltung gelegen[2], vom jeweiligen Landeshauptmann im Wege der mittelbaren Bundesverwaltung über Bundesgebäudeverwaltung I-Dienststellen wahrgenommen, in Wien im Aufgabenbereich der Bundesbaudirektion Wien.[3] Dieser Schritt wurde getätigt, um Kosten einzusparen und eine weitere Kostenstelle aus dem direkten Regierungsbereich zu entfernen. Gleichzeitig sollten die verwalteten Gebäude marktorientiert und wirtschaftlich organisiert werden. Zunächst gingen vor allem Universitäts- und Bundesschulgebäude sowie Bundesmietwohnungen in den Besitz der BIG über. Erst mit der Schaffung des neuen Bundesimmobiliengesetzes im Dezember 2000 wurde der BIG auch der Auftrag zur Neuerrichtung von Bundesgebäuden und der Verwertung nicht mehr benötigter Liegenschaften erteilt.

In weiterer Folge wurde im Juni 2006 die bis dahin als Tochtergesellschaft geführte Immobilienmanagementgesellschaft des Bundes m.b.H., in welche die ehemaligen Mitarbeiter der Bundesgebäudeverwaltung übernommen worden waren, in das Unternehmen eingegliedert.

Seit ihrer Gründung hat die BIG nach eigenen Angaben mehr als 500 Neubauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Milliarden Euro netto fertiggestellt. Derzeit werden weitere 60 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 625 Millionen Euro realisiert.[4]

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Die Bundesimmobiliengesellschaft definiert für sich selbst sechs schwerpunktmäßige Geschäftsfelder. Dies sind das Portfoliomanagement, das Assetmanagement, das Objektmanagement, die Planung, Entwicklung und Umsetzung von Bauvorhaben, das CAD und Raummanagement sowie die Facility-Services.

In erster Linie werden von der BIG Bundesamtsgebäude, Bundesschulgebäude, Universitätsgebäude sowie Gerichts- und Justizgebäude verwaltet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Brachetti: Werden und Wirken der Bundesgebäudeverwaltung in Wien – die alte Wiener Universität und ihr Theatergebäude. Dissertation. Technische Hochschule Wien, Wien 1950. [5]
  • Ernst Kolb: Die Bundesgebäudeverwaltung. Antrittsrede gehalten anläßlich der Inauguration als Rector magnificus des Studienjahres 1967/68 im Kaiser-Leopold-Saal der Alten Universität zu Innsbruck am 18. November 1967. Innsbrucker Universitätsreden, Band 1. Veröffentlichungen der Universität Innsbruck, Band 3. S.n., (Innsbruck) 1968. [6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Kennzahlen des Unternehmens laut Facts & Figures (BIG-Webseiten; Jahresabschluss 2010).
  2. Sekanina: Reorganisation durch Gesellschaft. Interimsleiter für die Bundesgebäudeverwaltung. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 15. Oktober 1981, S. 2.
  3. Eintrag zu Bundesgebäudeverwaltung in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (in AEIOU Österreich-Lexikon)
  4. Geschichte der BIG und aktuelle Fakten zu Projekten und Bauvorhaben auf der offiziellen Unternehmenswebseite.
  5. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
  6. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.