Burgenlandbahn (Österreich)
| Sopron–Kőszeg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Unbesetztes Bahnhofsgebäude in Lackenbach
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| Kursbuchstrecke (ÖBB): | 512 (Wien Meidling – Deutschkreutz) 524 (Wien Meidling – Neckenmarkt-Horitschon) |
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| Streckennummer: | 170 01 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stromsystem: | Sopron–Deutschkreutz: 25 kV, 50 Hz ~ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximale Neigung: | 16 ‰ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Minimaler Radius: | 183 m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höchstgeschwindigkeit: | 110 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Burgenlandbahn ist eine Nebenbahn in Ungarn und Österreich. Sie gehört zu den Österreichischen Bundesbahnen und durchquert den Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Nord-Süd Richtung.
Zur Zeit ihrer Eröffnung gehörte sie vollständig zum Königreich Ungarn. Erst mit dem Anschluss des Burgenlandes an Österreich am 25. Jänner 1921 kam der größte Teil dieses Gebiets zu Österreich.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die Strecke Ödenburg–Güns wurde am 19. Juni 1907 durch das Ungarische Handelsministerium konzessioniert. Konzessionär war die „Sopron-Kőszeger Vicinalbahn AG“. Die Inbetriebnahme erfolgte am 5. November 1908. Sie stellte den Anschluss an die am 1. August 1883 eröffnete Lokalbahn Szombathely–Kőszeg her. Die Strecke wurde bis Ende 1921 von den königlich ungarischen Staatseisenbahnen auf Rechnung der Eigentümer betrieben. Ab 1. Jänner 1922 erfolgte der Betrieb auf Rechnung des Eigentümers durch die Österreichischen Staatsbahnen (ÖStB), die ab 1923 selbständig als Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) agierten. Mit Wirksamkeit vom 1. Juli 1929 wurde die Strecke (damals auch: Oberpullendorfer Bahn) vom Schiedsgericht des Völkerbunds zu Österreichs Eigentum erklärt, für das in 65 Jahresraten 7 Millionen Schilling (508.710 Euro) an Ungarn zu zahlen waren.[3]
Während der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde die Strecke von der Deutschen Reichsbahn (DR) betrieben. Als der Eiserne Vorhang nach dem Zweiten Weltkrieg immer undurchdringlicher wurde, musste der Personenverkehr vom Grenzbahnhof Rattersdorf-Liebing in Richtung Ungarn am 6. Oktober 1951 eingestellt werden; der Güterverkehr folgte am 1. September 1960.
Der Korridor-Verkehr von Niederösterreich ins Burgenland durfte jedoch auf Grund der völkerrechtlichen Verträge zwischen Österreich und Ungarn die Bahnstrecke über Ödenburg in all den folgenden Jahrzehnten benutzen. Allerdings wurden ab 28. April 1969 als Endpunkte des Personenverkehrs Oberpullendorf und des Güterverkehrs Oberloisdorf festgelegt. Der anschließende Streckenteil zwischen Oberloisdorf und Kőszeg/Güns ist ab dem Streckenkilometer 46,860 abgebaut. Lediglich auf ungarischem Staatsgebiet ist in weiten Bereichen noch das Streckengleis zu finden, was seine Ursache darin hat, dass die ÖBB dort noch Grundeigentümer sind.
Mit dem Fahrplanwechsel am 29. Mai 1988 wurde der Personenverkehr zunächst auf den Abschnitt Ödenburg–Deutschkreutz beschränkt. Von Mai 1989 bis Mai 2001 wurde die Strecke wieder bis Lackenbach befahren. Mit der Elektrifizierung des Abschnitts Ödenburg–Deutschkreutz wurde der Personenverkehr zwischen Lackenbach und Deutschkreutz im Dezember 2001 neuerlich eingestellt.
Das Land Burgenland und die ÖBB unterzeichneten Ende 2005 ein für die nächsten 15 Jahre verbindliches Übereinkommen, unter anderem auf dem Streckenabschnitt Deutschkreutz–Neckenmarkt-Horitschon das Angebot zu erweitern.[4]
Im Dezember 2007 wurde der Personenverkehr im Abschnitt Deutschkreutz–Neckenmarkt-Horitschon in eingeschränktem Umfang provisorisch wieder aufgenommen.[5] Im Fahrplan 2012 verkehren im Abschnitt Deutschkreutz–Neckenmarkt-Horitschon drei Zugpaare, die in Neckenmarkt-Horitschon nachts abgestellt sind. Es gibt Bestrebungen, den genannten Abschnitt, der nur geringe Geschwindigkeiten zulässt, auszubauen und zu elektrifizieren, damit auch die mit Elektro-Triebfahrzeugen bespannten Züge bis Neckenmarkt-Horitschon verkehren können.[6]
Mit der 2001 erfolgten Elektrifizierung der Strecke von Ödenburg bis Deutschkreutz trat eine einmalige Besonderheit im ÖBB-Eisenbahnnetz in Kraft. Um nicht lange Bahnstromleitungen errichten zu müssen – das nächstgelegene Umspannwerk befindet sich beim Bahnhof Wiener Neustadt –, wurde beschlossen, den kurzen Abschnitt zwischen der Staatsgrenze bis zum Bahnhof Deutschkreutz nicht mit dem bei den ÖBB allgemein gebräuchlichen Wechselstromsystem von 15 kV und 16,7 Hz auszustatten, sondern mit dem bei der Raaberbahn sowie in Ungarn verwendeten Wechselstromsystem von 25 kV und 50 Hz zu elektrifizieren. Betrieblich stellt dies kein Problem dar, da ohnedies Zweisystemfahrzeuge eingesetzt werden müssen. Die Elektrifizierung auf österreichischem Gebiet wurde zweckmäßiger Weise der Raaberbahn (RÖEE) übertragen. Konsequenterweise soll auch die Verlängerung der Oberleitung nach Neckenmarkt-Horitschon nach dem ungarischen Bahnstromsystem
Nicht verwirklichte Planungen [Bearbeiten]
- Schon vor 1925 bestand das (von der Bundesverwaltung bei Planung und Finanzen nicht unterstützte) Vorhaben, von Markt Sankt Martin (über Kobersdorf und Sieggraben) eine Lokalbahn nach Mattersburg zu bauen, die diesen von Österreich vollständig abgeschlossenen Teil des Burgenlandes unter Umgehung ungarischen Hoheitsgebiets mit der Mattersburger Bahn und im Weiteren mit der Südbahn verbunden hätte.[7] Am 6. Oktober 1925 wurde vom Landeshauptmann die Bewilligung technischer Vorarbeiten in Aussicht gestellt.[8]
Bahnhöfe [Bearbeiten]
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Rattersdorf, Wachthaus
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Kőszeg, ehemalige Bahnstrecke neben Kethelyi-Straße
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Bahnhof Kőszeg, Fahrtrichtung Sopron
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Bahnhof Markt St. Martin
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Arbeitersport. An alle Arbeitersportvereine des Burgenlandes. In: Burgenländische Freiheit. XII. Jahrgang, Nr. 33/1932, S. 3, unten rechts.
- ↑ Der Bahnhof Harka wird auf Korridor-Fahrten nicht mehr bedient.
- ↑ Die Oberpullendorfer Bahn gehört der Republik Oesterreich. In: Burgenländische Freiheit. IX. Jahrgang, Nr. 30/1929, S. 1.
- ↑ Neues Übereinkommen von Land und ÖBB (…) Ausweitung des Angebotes. In: burgenland.orf.at, 15. Dezember 2005, abgerufen am 28. September 2010.
- ↑ (…) Wieder bis Neckenmarkt-Horitschon. In: oesterreich.orf.at, 29. November 2007, abgerufen am 28. September 2010.
- ↑ (…) Die Projekte bis 2010. In: burgenland.orf.at, 26. März 2007, abgerufen am 28. September 2010.
- ↑ Aus dem Parlament. (…) Bahnbauten. In: Burgenländische Freiheit. V. Jahrgang, Nr. 5/1925, S. 1, unten Mitte.
- ↑ Die Lokalbahn St. Martin–Mattersburg. In: Burgenländische Freiheit. V. Jahrgang, Nr. 42/1925, S. 3, unten rechts.