Österreichischer Schilling
| Schilling | |||
|---|---|---|---|
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| Staat: | Österreich | ||
| Unterteilung: | 100 Groschen | ||
| ISO-4217-Code: | ATS | ||
| Abkürzung: | S, öS | ||
| Wechselkurs: (fix) |
1 EUR = 13,7603 ATS |
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Der Schilling war von 1925 bis zur Einführung des Euro am 1. Jänner 1999 die Währung und anschließend noch bis zum 28. Februar 2002 gesetzliches Zahlungsmittel der Republik Österreich. Nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich galt von 1938 bis 1945 die Reichsmark als Währung.
Der Schilling wurde in 100 Groschen unterteilt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Einführung und Erste Republik bis 1938
Der Schilling, mit dem Schilling-Rechnungsgesetz vom 20. Dezember 1924 beschlossen und am 1. März 1925 eingeführt, ersetzte die durch Inflation in Folge des Ersten Weltkriegs entwertete Währung der k.u.k. Monarchie, die Krone. Ende 1922 wurde der Bundesregierung Seipel I in den Genfer Protokollen von Staaten des Völkerbundes eine Anleihe von 650 Millionen Goldkronen gewährt. Österreich musste sich im Gegenzug zur Stilllegung der Notenpresse verpflichten und der finanziellen Kontrolle des Völkerbundes unterwerfen.
Am 14. November 1922 wurde die Österreichische Nationalbank gegründet (sie löste die in Liquidation befindliche „Österreichisch-ungarische Bank, österreichische Geschäftsführung“ ab), deren wichtigste Aufgabe die Sicherung der Stabilität der Währung war. Per Gesetz wurde dann der Wert des Schillings auf 10.000 (Papier-)Kronen festgelegt.
Fünf Tage nach dem Anschluss an deutsche Reich, am 17. März 1938 wurde der Schilling durch die Reichsmark ersetzt. Die Österreichische Nationalbank verlor am 25. April das Notenprivileg.[1]
Am 30. November 1945 erhielt der Schilling wieder seine Gültigkeit, die bis 28. Februar 2002 galt. Die Untereinheit ist der Groschen, ein Schilling entspricht 100 Groschen. Ursprünglich war statt des Groschens der Stüber geplant. Dies ist insofern interessant, als es sich bei Schilling und Groschen historisch um die gleiche Einheit handelt (12 Pfennig/Pence).
[Bearbeiten] Münzen
Es gab in der Ersten Republik Münzen zu 1, 2, 5, 10, 50 Groschen und ½, 1, 2, 5 Schilling und Banknoten zu 5, 10, 20, 100 und 1000 Schilling. 1926 erfolgte die Ausgabe von Goldmünzen im Wert von 25 und 100 Schilling. Bereits kurz nach der Einführung war der Schilling eine relativ stabile Währung, weshalb er bald auch als Alpendollar bezeichnet wurde.
| Nennwert | Bild | Material | Gewicht | Durchmesser | Erstausgabe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Groschen | 95 % Cu 4 % Sn 1 % Zn |
1,6 g | 17 mm | 1. März 1925 | ||
| 2 Groschen | 95 % Cu 4 % Sn 1 % Zn |
3,3 g | 19 mm | 1. März 1925 | ||
| 5 Groschen | 75 % Cu 25 % Ni |
3,0 g | 17 mm | 21. Jänner 1931 | ||
| 10 Groschen | 75 % Cu 25 % Ni |
4,5 g | 22 mm | 1925 | ||
| ½ Schilling | 64 % Ag 36 % Cu |
3,0 g | 19 mm | 19. September 1925 | ||
| 50 Groschen | 75 % Cu 25 % Ni |
5,5 g | 24 mm | 1. August 1934 | ||
| 75 % Cu 25 % Ni |
5,5 g | 24 mm | 21. Jänner 1935 | |||
| 1 Schilling | 80 % Ag 20 % Cu |
7,0 g | 26 mm | 16. Juni 1924 | ||
| 64 % Ag 36 % Cu |
6g | 25 mm | 1. Juli 1925 | |||
| 75 % Cu 25 % Ni |
7 g | 26 mm | 1. August 1934 | |||
| 2 Schilling | 64 % Ag 36 % Cu |
12,0 g | 29 mm | 1937 | ||
| 5 Schilling | 83,5 % Ag 16,5 % Cu |
15,0 g | 31 mm | 1. August 1934 | ||
| 25 Schilling | 90 % Au 10 % Cu |
5,9 g | 21 mm | 1926 | ||
| 100 Schilling | 90 % Au 10 % Cu |
23,5 g | 33 mm | 1926 | ||
[Bearbeiten] Intermezzo Reichsmark
Nach dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich wurde der Schilling am 15. Mai 1938[4] mit einem Umtauschwert von 1 RM = 1,50 Schilling durch die Reichsmark abgelöst. Alle Goldbestände wurden von der Reichsbank requiriert und die Österreichische Nationalbank in ihrer Funktion aufgelöst. Nach Ansicht der Österreichischen Nationalbank[5] war dieser Umtauschkurs für eine österreichische Zustimmung zum Anschluss günstig festgelegt worden.
Der Entwurf eines 100-Schilling-Scheins von 1936 fand sich in der 20-Reichsmark-Note 1939 wieder.
[Bearbeiten] Zweite Republik
Nach dem alliierten Einmarsch in Österreich im Mai 1945 strebten die alliierten Besatzungsmächte umgehend einen Ersatz der Reichsmark durch die frühere Schilling-Währung an.[6] Anders als in Italien oder Deutschland musste die Landeswährung durch die „Allied Military Currency“ (Alliierter Militärschilling, Druck 1944 in USA[7][8]) nicht unterstützt, sondern vollständig zum Wechselkurs 1:1 verdrängt werden. Lediglich in der sowjetischen Besatzungszone wurde „Reichsmark“-Besatzungsgeld emittiert.
Bereits am 28. Juni 1945 konnten neue, von den Alliierten gedruckte Schilling-Briefmarken ausgegeben werden.[9] Das „Schillinggesetz“ vom 30. November 1945 regelte dann den Rücktausch restlicher Reichsmarkbestände zum Jahresende (max. 150 RM pro Kopf), von der Österreichischen Nationalbank konnten alte Schilling-Druckplatten der letzten Vorkriegsserie für die Banknotenproduktion reaktiviert werden.[10]
[Bearbeiten] Münzen
Münzen gab es zu 1, 2, 5, 10, 20 (zeitweise) und 50 Groschen sowie zu 1, bis 1957 auch zu 2 Schilling, mit zunehmender Geldentwertung später auch zu 5, 10, 20, 25, 50, 100, 200, 500 und 1000 Schilling. Die höheren Werte waren vorrangig Sammlerstücke. Die Zwanzigschillingmünze wurde in den 1980er Jahren zusätzlich zur Banknote speziell für Verkaufsautomaten eingeführt, von der Bevölkerung aber kaum angenommen. Daher wurden Automaten kaum dafür eingerichtet und nach der Euroumstellung war der Ruf nach einer Zwei-Euro-Banknote sehr laut.
[Bearbeiten] Schillingmünzen
Die Einschillingmünze wurde nach dem Krieg aus Aluminium hergestellt, es gab bis 1957 auch eine etwas größere Zweischillingmünze aus Aluminium. Ab 1959 wurde der Schilling aus Aluminiumbronze hergestellt, sein Abbild wurde der Körper des Sparefrohs, einer Werbefigur der Sparkassen. Die Zehnschillingmünze löste in den 1960er Jahren die gleichwertige Banknote ab. Sie wurde ursprünglich aus Silber hergestellt, 1974 wurde sie – wegen des (über Nominale) gestiegenen Silberpreises – auf eine billigere Kupfernickel-Legierung, ähnlich der Fünfschillingmünze zuvor, umgestellt.
[Bearbeiten] Groschenmünzen
Bei den Groschen waren zwar bis zur Euroumstellung die Ein-, Zwei- und Fünf-, Zehn- und Fünfzig-Groschen-Stücke gültig, waren aber infolge der Teuerung immer weniger im Umlauf. Die Eingroschenmünze wurde nur kurz um 1947 geprägt und wurde bereits in den 1960er Jahren zu einer Seltenheit. Es kam noch in den 1970er Jahren vor, dass man 1-Reichspfennig-Stücke, die wie 1 Groschen aussahen, als Wechselgeld erhielt. Die Zweigroschenmünze wurde im Handel zwar nur bis etwa 1970 verwendet, doch bis in die 1990er hauptsächlich für die Sammlersets geprägt. 2002 hatte der Aluminium-Schrottwert etwa das Nominale von 2 Groschen erreicht.
[Bearbeiten] Silber- und Goldmünzen
Silbermünzen wurden im Wert von 25, 50, 100, 200 und 500 Schilling, Goldmünzen zu 500 und 1000 Schilling geprägt. Sie galten als normale Zahlungsmittel, waren aber im normalen Zahlungsverkehr nur selten anzutreffen. Viele Stücke wurden nur in besonderen Erhaltungsgraden wie Polierte Platte hergestellt und nur über dem Nennwert verkauft. Sie sind nach wie vor begehrte Sammelobjekte.
[Bearbeiten] Wert
Nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems 1971 wurde der Schilling an einen Korb aus mehreren Währungen gebunden. Im Juli 1976 erfolgte schließlich die alleinige Koppelung an die äußerst stabile Deutsche Mark. Diese Koppelung wurde zwar niemals offiziell verkündet, die österreichische Nationalbank führte aber sämtliche Kursbewegungen parallel zur D-Mark durch, da Deutschland – damals wie heute – der wichtigste Handelspartner Österreichs war.[11]
[Bearbeiten] Abkürzungen
Die allgemein und in österreichischen Gesetzen verwendeten Abkürzungen waren S und g. Dem Ausland gegenüber wurde die Abkürzung öS verwendet. Die Abkürzung der Währung nach ISO 4217, die sich nach der Computerisierung der Banken verbreitete, lautete ATS. Handschriftlich wurde das Schilling-S häufig mit deutlichen Serifen geschrieben.
[Bearbeiten] Umlaufmünzen
| Vorderseite | Rückseite | Nennwert | Durchmesser | Gewicht | Material | Erstausgabe | ungültig ab | Informationen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Groschen | 17 mm | 1,8 g | Zn | 5. April 1948 | ||||
| 2 Groschen | 18 mm | 0,9 g | 98,5 % Al, 1,5 % Mg | 15. Juli 1950 | ||||
| 5 Groschen | 19 mm | 2,5 g | Zn | 17. Juni 1948 | ||||
| 10 Groschen | 21 mm | 3,5 g | Zn | 1. Juli 1947 | 31. Mai 1959 | |||
| 20 mm | 1,1 g | 98,5 % Al, 1,5 % Mg | 27. November 1951 | |||||
| 20 Groschen | 22 mm | 4,5 g | 91,5 % Cu, 8,5 % Al | 23. Dezember 1950 | 30. April 1959 | |||
| 50 Groschen | 22 mm | 1,4 g | 98,5 % Al, 1,5 % Mg | 11. Dezember 1947 | 2. Juni 1961 | |||
| 19,5 mm | 3,0 g | 91,5 % Cu, 8,5 % Al | 1. Oktober 1959 | |||||
| 1 Schilling | 25 mm | 2,0 g | 98,5 % Al, 1,5 % Mg | 11. Dezember 1947 | 2. Mai 1961 | |||
| 22,5 mm | 4,2 g | 91,5 % Cu, 8,5 % Al | 1. September 1959 | Entwurf des Edelweiß durch Ferdinand Welz | ||||
| 2 Schilling | 28 mm | 2,8 g | 98,5 % Al, 1,5 % Mg | 11. Dezember 1947 | 29. Juni 1957 | |||
| 5 Schilling | 31 mm | 4,0 g | 98,5 % Al, 1,5 % Mg | 25. Oktober 1952 | 15. Februar 1961 | |||
| 23,5 mm | 5,2 g | 64 % Ag, 36 % Cu | 2. Jänner 1961 | 30. September 1969 | Riffelung | |||
| 23,5 mm | 4,8 g | 75 % Cu, 25 % Ni | 15. Jänner 1969 | glatter Rand | ||||
| 10 Schilling | 27 mm | 7,5 g | 64 % Ag, 36 % Cu | 1. Juli 1957 | 31. März 1975 | |||
| 26 mm | 6,2 g | 75 % Cu, 25 % Ni | 17. April 1974 | Entwurf der Frau m. Goldhaube durch Ferdinand Welz | ||||
| 20 Schilling | 27,7 mm | 8,0 g | 92 % Cu, 6 % Al, 2 % Ni | 10. Dezember 1980 | 9 Personen, Symbol für die 9 Bundesländer | |||
| 27. April 1982 | Joseph Haydn, Burgenland | |||||||
| 15. März 1983 | Burg Hochosterwitz (Kärnten) | |||||||
| 20. März 1984 | Schloss Grafenegg (Niederösterreich) | |||||||
| 19. März 1985 | 200 Jahre Diözese Linz (Oberösterreich) | |||||||
| 30. März 1986 | 800 Jahre Georgenberger Handfeste (Steiermark) | |||||||
| 17. März 1987 | Graf Thun Salzburg | |||||||
| 6. Juni 1989 | Tirol | |||||||
| 22. Mai 1990 | Martinsturm (Vorarlberg) | |||||||
| 15. Jänner 1991 | Franz Grillparzer | |||||||
| 16. Februar 1994 | 800 Jahre Münze Wien | |||||||
| 2. März 1995 | Krems | |||||||
| 28. Februar 1996 | Anton Bruckner | |||||||
| 26. Februar 1997 | 850 Jahre Wiener Stephansdom | |||||||
| 4. März 1998 | Michael Pacher | |||||||
| 4. März 1999 | Hugo von Hofmannsthal | |||||||
| 17. Februar 2000 | 150 Jahre österreichische Briefmarke | |||||||
| 14. Februar 2001 | Johann Nestroy | |||||||
| 50 Schilling | 26,5 mm | 8,15 g | Bimetall; Ring: 92 % Cu, 6 % Al, 2 % Ni; Innenteil: Magnimat 7 |
1996 | einheitliche Vorderseite, 9 verschiedene Rückseiten |
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| 50 Schilling Sammlermünze | 34 mm | 20 g | 90 % Ag | 30. Juni 1971 | 80. Geburtstag von Bundeskanzler Ing. Julius Raab | |||
| 5. Juni 1972 | 350 Jahre Universität Salzburg | |||||||
| 9. Oktober 1972 | 100 Jahre Hochschule für Bodenkultur in Wien | |||||||
| 8. Oktober 1973 | 100. Geburtstag von Bundespräsident Dr. h. c. Theodor Körner | |||||||
| 100 Schilling | 36 mm | 24 g | Ag 640 | 8. Juli 1975 |
[Bearbeiten] Banknoten
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| Nennwert | Vorderseite | Rückseite | Motiv Vorderseite | Motiv Rückseite | Format | Erstausgabe[13] |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Interimsnoten 1945 | ||||||
| 5 Schilling | ? | 11. Dezember 1947 | ||||
| 10 Schilling | ? | 23. Dezember 1945 | ||||
| 20 Schilling | ? | 13. Dezember 1945 | ||||
| 50 Schilling | ? | 11. Dezember 1947 | ||||
| 100 Schilling | ? | 13. Dezember 1945 | ||||
| 1000 Schilling | ? | 13. Dezember 1945 | ||||
| Serie 1950 | ||||||
| 10 Schilling | ? | 25. August 1949 | ||||
| 20 Schilling | ? | 12. April 1948 | ||||
| 100 Schilling | ? | 28. Jänner 1948 | ||||
| 100 Schilling | ? | 3. November 1949 | ||||
| Serie 1950 | ||||||
| 10 Schilling | Spanische Hofreitschule | Schloss Belvedere | ? | 26. Mai 1951 | ||
| 20 Schilling | Joseph Haydn | Kalvarienberg Haydnkirche Eisenstadt | ? | 25. September 1950 | ||
| 50 Schilling | Jakob Prandtauer | Stift Melk | ? | 25. Oktober 1952 | ||
| 100 Schilling | Franz Grillparzer | Dürnstein | ? | 14. Oktober 1955 | ||
| 500 Schilling | Julius Wagner-Jauregg | Universität Wien | ? | 5. Dezember 1953 | ||
| 1000 Schilling | Anton Bruckner | Bruckner-Orgel Stift Sankt Florian | ? | 23. Jänner 1956 | ||
| Serie 1956 | ||||||
| 20 Schilling | Carl Auer von Welsbach | Maria Rain (Kärnten) | ? | 3. Dezember 1956 | ||
| 50 Schilling | Richard Wettstein | Burg Mauterndorf | ? | 11. November 1963 | ||
| 100 Schilling | Johann Strauss | Schloss Schönbrunn | ? | 25. September 1961 | ||
| 1000 Schilling | Viktor Kaplan | Kraftwerk Ybbs-Persenbeug | ? | 5. Februar 1962 | ||
| Serie 1966 | ||||||
| 20 Schilling | Carl von Ghega | Semmeringbahn | ? | 4. November 1968 | ||
| 50 Schilling | Ferdinand Raimund | Burgtheater | ? | 15. Februar 1972 | ||
| 100 Schilling | Angelika Kauffmann | Bregenzerwälderhof | ? | 19. Oktober 1970 | ||
| 500 Schilling | Joseph Ressel | Dampfschiff Civetta | ? | 24. Oktober 1966 | ||
| 1000 Schilling | Bertha von Suttner | Leopoldskron, Hohensalzburg | ? | 21. September 1970 | ||
| Serie 1983 | ||||||
| 20 Schilling | Moritz Daffinger | Albertina | 123 × 61,5 mm | 19. Oktober 1988 | ||
| 50 Schilling | Sigmund Freud | Josephinum | 130 × 65 mm | 19. Oktober 1987 | ||
| 100 Schilling | Eugen Böhm von Bawerk | Aula der Alten Universität Wien, erbaut 1735 bis 1755 von Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey, seit 1857 Sitz der Akademie der Wissenschaften. | 137 × 68,5 mm | 14. Oktober 1985 | ||
| 500 Schilling | Otto Wagner | Wiener Postsparkasse | 144 × 72 mm | 20. Oktober 1986 | ||
| 1000 Schilling | Erwin Schrödinger | Universität Wien | 152 × 76 mm | 14. November 1983 | ||
| 5000 Schilling | Wolfgang Amadeus Mozart und stilisierte Ansicht von Salzburg. | Wiener Staatsoper | 160 × 78 mm | 17. Oktober 1988 | ||
| Serie 1997 | ||||||
| 500 Schilling | Rosa Mayreder | Rosa und Karl Mayreder, Gruppenbild der Teilnehmerinnen des Bundestags Österreichischer Frauenvereine in Wien 1911. | 147 × 72 mm | 20. Oktober 1997 | ||
| 1000 Schilling | Karl Landsteiner | Karl Landsteiner in seinem Labor im Pathologisch-Anatomischen Institut der Universität Wien. Modell eines Poliovirus und stilisierte Form des Vorgangs der Blutgruppenbestimmung. | 154 × 72 mm | 20. Oktober 1997 | ||
Wäre der Schilling als Währung beibehalten worden, wären neue Ausgaben der Banknoten zu 20, 50, 100 und 5000 Schilling produziert worden, passend zu den 1997 eingeführten neuen 500- und 1000-S-Scheinen. Auf ihnen wären Gustav Klimt, Ida Pfeiffer, Franz Schubert und Marie von Ebner-Eschenbach abgebildet worden.[14]
[Bearbeiten] Ende der Schillingwährung
Per 1. Jänner 1995 trat Österreich der Europäischen Union bei und bewarb sich erfolgreich um die Teilnahme an der geplanten Gemeinschaftswährung.
[Bearbeiten] Eurokurs
Der Schilling wurde als Buchgeld am 1. Jänner 1999 durch den Euro abgelöst. Der mit den anderen Euroländern vereinbarte, bis zur Bargeldumstellung nicht veränderte Wechselkurs zum Euro betrug 1 Euro = 13,7603 Schilling.
[Bearbeiten] Schillingumtausch
Die Bargeldeinführung des Euros fand am 1. Jänner 2002 statt; der Kurs für historische Umrechnungen blieb unverändert. Der Schilling blieb bis 28. Februar 2002 mit dem Euro gleichberechtigtes gesetzliches Zahlungsmittel.[15]
Von den Geldinstituten wurden Münzen und Banknoten der Schillingwährung noch ein Jahr lang in Euro umgetauscht. Kaufhausketten veranstalteten über dieses Jahr hinaus Eintauschaktionen, bei denen noch mit Schilling bezahlt werden konnte. (Zwei Jahre nach der Euro-Umstellung waren noch immer große Schillingbeträge nicht umgetauscht.) Trotz solcher Aktionen gab es zum 31. Jänner 2008 immer noch Schillingbestände im Wert von 705,13 Millionen Euro, darunter 290,73 Millionen Euro in Schillingmünzen. Die Besitzer waren nicht bekannt.
Die zuletzt gültigen Noten und Münzen werden von der Österreichischen Nationalbank unbefristet – und kostenlos – eingewechselt. Hingegen lief für die 1000-Schilling-Banknote aus dem Jahr 1966 mit dem Abbild von Bertha von Suttner die Eintauschfrist 2005 ab, obwohl laut Nationalbank noch ganze 463.000 Stück im Umlauf waren – das entsprach einem Wert von 33,6 Millionen Euro. Mit Ablauf der Umtauschfrist am 30. August 2005 wurde der entsprechende Wert der noch ausständigen Banknoten von der Nationalbank ins Bundesbudget eingezahlt, diese also als verloren abgeschrieben und ausgebucht.
[Bearbeiten] Geldwert 2009
Ein Schilling bzw. eine Reichsmark entsprach 2009 etwa folgendem aktuellen Geldwert:[16][17]
- S-Preise 1930: 2,96 €
- RM-Preise 1938: 4,68 €
- RM-Preise 1944: 3,74 €
- S-Preise 1955: 0,46 €
- S-Preise 1970: 0,28 €
- S-Preise 1980: 0,15 €
- S-Preise 1990: 0,11 €
- S-Preise 1999: 0,09 € (1999 zu 0,07267 € umgerechnet; Inflationsrate seither: 22 %, entspricht etwa 2 % pro Jahr)
[Bearbeiten] Kurioses
Die Umstellung von der Krone zum Schilling war gleitend bis zum 1. Juli 1926. Zur letztmöglichen Umstellung wurde folgende amtliche Mitteilung herausgegeben:
„Ab sofort muss in Schilling und Groschen abgerechnet werden. Zuwiderhandelnde Personen werden mit 60.000 Kronen bestraft.“
– Amtliche Mitteilung[18]
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Karl Bachinger et. al: Abschied vom Schilling. Eine österreichische Wirtschaftsgeschichte. Verlag Styria, Graz-Wien-Köln 2001, ISBN 3-222-12872-3.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Vom Schilling zum Euro auf der Seite der OeNB abgerufen am 23. Juli 2011
- ↑ Umlaufmünzen der Ersten Republik auf der Seite der Münze Österreich. Abgerufen am 3. Dezember 2009
- ↑ Günter Schön: Kleiner Deutscher Münzkatalog von 1871 bis heute München 2000
- ↑ Gültigkeitsdauer der Schillingwährung im Dritten Reich
- ↑ Umrechnung Reichsmark in Schilling - Website der Österreichischen Nationalbank
- ↑ F. A. Southard in: The finances of European liberation with special reference to Italy, S. 37ff, Google Books
- ↑ Allied Military Currency
- ↑ Alliierte Mlitärschilling-Noten 1944
- ↑ erste „Posthorn“-Briefmarkenserie 1945
- ↑ Interimsnoten 1945–1947
- ↑ Parlamentarische Materialien
- ↑ http://austrian-mint.at/schillingumlaufgeld?l=de
- ↑ Österreichische Nationalbank: Chronologische Auflistung aller Banknoten. Abgerufen am 18. Juli 2011
- ↑ Ron Wise's Banknoteworld: Austria
- ↑ § 2 Eurogesetz
- ↑ Erste österreichische Spar-Casse (Hrsg.): Wien, am Graben 21. 150 Jahre Erste österreichische Spar-Casse, 150 Jahre österreichische Geschichte, Wien 1969
- ↑ Verbraucherpreisindex 1966
- ↑ Anmerkungen zur Schilling-Nostalgie im Kurier vom 8. Juni 2011 abgerufen am 9. Juni 2011
[Bearbeiten] Weblinks
- Eintrag über Österreichischer Schilling in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (auf AEIOU)
- Geschichte des Schilling auf der Seite der Österreichischen Nationalbank
- Gesamtverzeichnis der Schillingmünzen von 1947 bis 2001 (PDF-Datei, 5.1 MB)
- Übersicht über alle Schilling-Banknoten ab 1925
Belgischer Franken | Deutsche Mark | Estnische Krone | Finnische Mark | Französischer Franc | Griechische Drachme | Irisches Pfund | Italienische Lira | Luxemburgischer Franc | Maltesische Lira | Niederländischer Gulden | Österreichischer Schilling | Portugiesischer Escudo | Slowakische Krone | Slowenischer Tolar | Spanische Peseta | Zypern-Pfund