Butler Parker (Fernsehserie)

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Seriendaten
Originaltitel Butler Parker
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) 1972–1973
Länge 30 Minuten
Episoden 26 in 1 Staffel
Genre Kriminalfilm
Idee Günter Dönges
Musik Dieter Reith, Titelmusik: Werner Drexler
Erstausstrahlung 4. Juli 1972 auf ARD
Besetzung

sowie Hans Cossy, Edgar Hoppe, Carl Schell u.v.a.

Episodenliste

Butler Parker ist eine 26-teilige Fernsehserie der ARD von 1972 bis 1973. Sie basiert auf der humoristischen Kriminalroman-Serie Butler Parker von Günter Dönges, der auch unter den Pseudonymen Glenn Larring, Dan Cillingh, John D. Acton u.a. schrieb. Die Hauptrolle der Serie spielte Dirk Dautzenberg.

Serienkonzeption[Bearbeiten]

Im Unterschied zur literarischen Vorlage in den Heftromanen arbeitet Parker in London nicht für Lady Agatha Simpson sondern für den Rechtsanwalt Mike Rander. In die Quere kommen dem Hobbydetektiv dabei immer wieder die trotteligen amerikanischen Gangster Cleveland und Longness Junior, die aus den Heftromanen übernommen wurden.

Die Hauptrolle spielte der schon aus einem Jerry Cotton-Film, einem Durbridge-Krimi (Ein Mann namens Harry Brent) und aus der Serie Stahlnetz bekannte Dirk Dautzenberg. Parker und Rander zur Seite steht die Sekretärin Miss Vivi Carlson (Stella Mooney) und später Miss Jenny (Gaby Dohm), die eingeführt wurde, weil Stella Mooney vom Darsteller des Gangsters Cleveland, Carl Schell, schwanger wurde [1]. Für Gaby Dohm war die Rolle der Miss Jenny die erste längere Serienverpflichtung im Fernsehen.

Gangster Cleveland ist mit dem Sohn eines amerikanischen Mafia-Paten, Longness Junior (Edgar Hoppe), in den einzelnen Folgen, die quer durch Europa führen, Rechtsanwalt Rander, seiner Sekretärin und Butler Parker auf den Fersen, um sie ins Jenseits zu befördern, weil Rander und Parker für die Verurteilung von Longness Senior gesorgt hatten. Wie in den Heftromanen werden deren Mordpläne auch in den Serienfolgen „natürlich“ jedes Mal von Butler Parker vereitelt.

Dönges, der zuvor 1969 die Fernsehserie Die Kramer geschrieben hatte, hatte die Idee zur Serie nach einem Gespräch mit dem Unterhaltungschef des Senders SWF Hans Hirschmann. Sieben vorhandene Romanfolgen wurden für die Fernsehserie umgeschrieben, zu 19 Folgen wurden neue Drehbücher geschrieben. Als Regisseur wurde der Regisseur der Kramer-Serie Hans Müller für drei Folgen verpflichtet. Sieben Folgen leitete Jürgen Haase als Regisseur und für 19 Folgen saß Wolf Vollmar im Regiestuhl oder war als Co-Regisseur tätig. Die Folgen wurden tatsächlich alle an den in den Filmen gezeigten europäischen Schauplätzen gedreht, was einen erheblichen logistischen Aufwand bedeutete. So musste beispielsweise Parkers Londoner Taxi teilweise hunderte Kilometer weit durch Europa kutschiert oder per Schiffstransport an einen neuen Drehort verfrachtet werden. Der Komponist Werner Drexler verfasste die Titelmusik, die nach der Hälfte der Folgen umgeschrieben wurde und Dieter Reith schrieb die weitere Musikuntermalung der Folgen.

Die Serie wurde praktisch in drei Staffeln zu acht, fünf und dreizehn Folgen gedreht, aber an einem Stück ohne längere Pausen ausgestrahlt. Allerdings wurde die Produktionreihenfolge bei der Ausstrahlung nicht eingehalten, was teilweise zu Ungereimtheiten in der Rahmenhandlung führte [2]. Zahlreiche bekannte Nebendarsteller rundeten das Ensemble ab, wie Margot Trooger, Judy Winter, Monika Peitsch, Barbara Valentin, Peter Fricke, Benno Hoffmann, Arthur Brauss, Michael Hinz, Wolfgang Büttner, Harald Dietl, Klaus Dahlen, Sigurd Fitzek, Rainer Basedow und viele mehr.

Episodenliste[Bearbeiten]

Nr. Original­titel Erstaus­strahlung D Gastdarsteller
1 Hallo Taxi 4. Juli 1972 Arthur Brauss, Klaus Abramowsky
2 Besuch in Schottland 11. Juli 1972 Frederick Jäger, Gerard Heinz, Klaus Dahlen
3 Geschäft mit der Angst 18. Juli 1972 Victor Beaumont, Benno Hoffmann
4 Zwischenfall in Brighton 25. Juli 1972 Til Erwig, Josef Fröhlich
5 Der Kredithai 1. August 1972 Hans Schellbach, Hubert Mittendorf
6 Patientin gesucht 8. August 1972 Verena Buss, Else Brückner
7 Besuch im Starclub 15. August 1972 Betty Dorsey, Rainer Basedow
8 Die Überfahrt 22. August 1972 Monica Peitsch, Inge Schmidt
9 Ein klarer Fall 12. September 1972 Hans-Werner Bussinger, Michael Gempart
10 Katz und Maus 19. September 1972 Robert Nägele
11 Galgenfrist 26. September 1972 Hans-Michael Rehberg, Heinz-Leo Fischer
12 Madonnen lassen bitten 3. Oktober 1972 Klaus Eberth, Valentin Jäger
13 Made in Italy 10. Oktober 1972 Karl Walter Diess, Ingrid Resch
14 Der Doppelgänger 17. Oktober 1972 Peter Fricke, Horst Naumann
15 Treffpunkt Via Mala 24. Oktober 1972 Rotraud Rieger
16 Der Diamantenraub 31. Oktober 1972 Gundy Grand, Kurt Klopsch
17 Blondinen für Rio 7. November 1972 Lia Pahl, Horst Sommer
18 Achtung, Kurve 14. November 1972 Horst-Werner Loos, Peter Herzog, Werner Zerlett
19 Der Spezialist 21. November 1972 Alexander Allerson
20 Das Partygirl 28. November 1972 Barbara Valentin
21 Der Kidnapper 5. Dezember 1972 Otto Bolesch, Ulrike Blome
22 Container gesucht 12. Dezember 1972 Ilse Neubauer, Johannes Grossmann, Traugott Buhre
23 Der Heckenschütze 19. Dezember 1972 Harry Kalenberg, Nora Minor, Michael Hinz
24 Das Sanatorium 2. Januar 1973 Margot Trooger, Harald Dietl
25 Schottischer Whiskey 9. Januar 1973 Dieter Kirchlechner, Richard Bohne
26 Die Hellsseherin 16. Januar 1973 Hilde Ziegler

Medien[Bearbeiten]

In der Reihe Straßenfeger veröffentlichte ARD Video die 26-teilige Fernsehserie in restaurierter Fassung als achte Ausgabe im Jahr 2008 auf DVD und Blu-ray Disc auf vier Scheiben. Die Box enthält ebenfalls ein letztes 32-minütiges Interview mit dem Hauptdarsteller Dirk Dautzenberg, der am 15. Februar 2009 verstarb. Ein angeblich auf den DVDs befindliches Interview mit dem Filmkomponisten Peter Thomas, so stehend auf den beiden DVD-Klapphüllen, ist eine Fehlinformation.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview mit Dirk Dautzenberg auf der DVD-Box zur Serie
  2. laut Booklet zur DVD

Weblinks[Bearbeiten]