Sigurd Fitzek

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Sigurd Fitzek, in Besetzungslisten manchmal auch Siegurd Fitzek, (* 24. Dezember 1928 in Breslau) ist ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Biografie[Bearbeiten]

Sigurd Fitzek kam am Heiligen Abend 1928 im niederschlesischen Breslau zur Welt und wuchs dort auf. Nach dem Ende seiner Schulzeit wollte er zunächst Landwirt werden. Nach dem Kriege kam er nach Bayern und übernahm später in München eine Reitschule. Zum Schauspieler ließ er sich an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule ausbilden. 1950 ging er an das Junge Theater in Stuttgart. In dieser Zeit sah man ihn in der Rolle des Indianerhäuptlings Winnetou auf einer Freilichtbühne, zusammen mit seinem Kollegen Hellmut Lange, der den Old Shatterhand verkörperte. Von 1960 bis 1965 arbeitete er regelmäßig an der damaligen Kleinen Komödie, dem heutigen GOP Varieté-Theater. In dieser Zeit agierte er unter anderem in den Stücken Hokuspokus von Curt Goetz, Erinnerst du dich von John Osborne und Tausend Clowns von Herb Gardner.

Mitte der 1950er Jahre kam Fitzek zum Fernsehen, wo er jahrzehntelang in vielen Fernsehspielen, Serien und Mehrteilern zu sehen war. Bereits 1955 erlebte man ihn in dem Film Unruhige Nacht nach Albrecht Goes in der Rolle des fahnenflüchtigen Soldaten Baranowsky, der die letzte Nacht vor seiner geplanten Hinrichtung durchlebt. Vier Jahre später sah man ihn in dem ersten Durbridge-Klassiker Der Andere, in dem er in der Rolle des Journalisten Robin Craven zu den Hauptdarstellern gehörte. 1964 war er einer der Hauptdarsteller in der Stahlnetz-Folge Rehe. Der Film trug zwar viel zu seinem Bekanntheitsgrad, wenig jedoch zu seiner Popularität bei. Denn er verkörperte in diesem Film, der auf der Entführung von Joachim Göhner basierte, den Kindermörder Emil Tillmann (Rollenname Willy Funke).

Auch in einigen Kinofilmen ist er aufgetreten. So beispielsweise in Fluchtweg St. Pauli – Großalarm für die Davidswache und in dem Jerry-Cotton-Film Mordnacht in Manhattan.

Als Hörspielsprecher war er vorwiegend für den SDR tätig. Hauptrollen hatte er u.a. 1956 in Der Fall Dynamit (aus der Reihe Unter falscher Flagge) mit Wilhelm Kürten, Hans Mahnke und Hans Helmut Dickow an seiner Seite und ein Jahr später in der Funkerzählung Die Kreuzung bei Dresden.

Der in München lebende Sigurd Fitzek war mit der Schauspielerin Eva Maria Böhme (1929–2008) verheiratet und hat eine Tochter.

Filmografie[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

  • 1950: Kain lebt – Regie: Paul Land
  • 1950: Belagerungszustand (nach Albert Camus) – Regie: Erich Fritz Brücklmeier
  • 1950: Der Prozeß – Regie: Cläre Schimmel
  • 1951: Zum König geboren; Folge: Das himmlische Brot – Regie: Cläre Schimmel
  • 1951: Nachtgespräche – Regie: Paul Land
  • 1953: Ladung Nitroglyzerin – Regie: Karl Ebert
  • 1955: Nächtliche Vision – Regie: Karl Ebert
  • 1955: Diener zugelaufen – Regie: Paul Land
  • 1955: Freitag, 16 Uhr 55 – Regie: Oskar Nitschke
  • 1956: Da Capo – Regie: Kurt Reiss
  • 1956: Der Fall Dynamit – Regie: Karl Ebert
  • 1956: Glaube, Liebe, Hoffnung – Regie: Franz Peter Wirth
  • 1957: Der Retter – Regie: Karl Ebert
  • 1957: Bilanz einer Nacht – Regie: Otto Kurth
  • 1957: Die Kreuzung bei Dresden – Regie: Robert Vogel
  • 1957: Aus Prinzip nun gerade nicht – Regie: Oskar Nitschke
  • 1957: O Wildnis – Regie: Otto Kurth
  • 1957: Ungebetene Gäste – Regie: Karl Ebert
  • 1957: FBI-Akte Martel – Regie: Karl Ebert
  • 1957: Nach Rom – 50 Kilometer – Regie: Paul Land
  • 1957: Das indische Abenteuer – Regie: Paul Land
  • 1958: Mord im Akkord – Regie: Paul Land
  • 1958: Der Maulkorb – Regie: Paul Land
  • 1958: Die Tochter des Brunnenmachers – Regie: Cläre Schimmel
  • 1958: Das Opfer von Treblinka – Die Geschichte des Kostek Wittkowsky – Regie: Willy Grüb
  • 1958: Der Mann im Keller – Regie: Karl Ebert
  • 1958: Der Herr vom anderen Stern – Regie: N. N.
  • 1958: Herz als Hobby – Regie: Paul Land
  • 1960: Eine haarsträubende Geschichte – Regie: Paul Land
  • 1960: Katjuscha (nach dem Roman Auferstehung von Lew Nikolajewitsch Tolstoi) – Regie: Heinz-Günter Stamm
  • 1960: Simson fällt durch die Jahrhunderte – Regie: Irmfried Wilimzig
  • 1960: Ubu oder Des schlimmen Endes langer Schwanz – Regie: Irmfried Wilimzig
  • 1961: Morgen sind Sie König – Regie Heinz-Günter Stamm
  • 1962: Odyssee in Kammgarn – Regie: Paul Land
  • 1967: Die feindlichen Brüder – Regie: Ludolf Bode
  • 1977: Schampus für Schorsch – Regie: Horst Loebe

Quellen[Bearbeiten]

  • Langen Müller's Schauspieler-Lexikon der Gegenwart. München, 1986, S. 251.

Weblinks[Bearbeiten]