Judy Winter

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Judy Winter bei einer Lesung für Amnesty International (2008)

Judy Winter (* 4. Januar 1944 in Friedland in Oberschlesien als Beate Richard) ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin sowie Synchronsprecherin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Schauspielunterricht an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart arbeitete Judy Winter zunächst auf der Theaterbühne, unter anderem am Theater Bremen unter der Regie von Kurt Hübner, Peter Palitzsch und Peter Zadek sowie in Stuttgart und Ulm, und wurde mit ihren Darstellungen in Musicals bekannt. Ab den 70er Jahren spielte sie auch komplexe Frauenfiguren im deutschen Film. Ihren Durchbruch auf der Leinwand hatte sie 1971 in der Simmel-Verfilmung Und Jimmy ging zum Regenbogen. 1979 erschien ihre erste Schallplatte Sie zu ihm nach dem bekannten Tucholsky-Text. Sehr erfolgreich ist sie seit 1998 mit dem Stück Marlene, in dem sie die alternde Diva Marlene Dietrich verkörpert. Dazu entstand auch eine CD.

Seit vielen Jahren engagiert sich Winter für die Belange von Menschen mit HIV und AIDS. Als Kuratorin der Berliner AIDS-Hilfe bemüht sie sich, das Thema AIDS nicht aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwinden zu lassen und begründete mit anderen die jährlich stattfindende Gala „Künstler gegen AIDS“.

Als Synchronsprecherin lieh sie ihre Stimme international bekannten Schauspielkolleginnen wie Faye Dunaway (Chinatown), Jane Fonda (Julia), Audrey Hepburn (Robin und Marian), Julie Walters (Billy Elliot – I Will Dance), Bette Midler (u.a. For the Boys) und Liv Ullmann (Szenen einer Ehe). Seit 2003 ist sie zudem die Standardsprecherin für Shirley MacLaine. Daneben wirkte sie in Hörspielproduktionen mit (u.a. als Thora in der Perry-Rhodan-Serie und als Isabell Wagner in der Hörspiel-Soap ...und nebenbei Liebe). Winter sprach Clarissa Franklin in den Drei ???-Hörspielen 76 (Stimmen aus dem Nichts) und 99 (Rufmord). Außerdem lieh sie in der Hörspielserie Hanni und Nanni ihre Stimme der Frau Lemansky. Seit 2010 spricht sie die Rolle der Petra Köhler in der Hörspielserie Team Undercover.

Im März 2007 war Winter in der Kinokomödie und Edgar-Wallace-Parodie Neues vom WiXXer zu sehen.

Anfang Dezember 2008 hatte ihr neuer Chanson-Soloabend Wenn ich mir was wünschen dürfte in der Urania in Berlin Premiere. Darin singt sie Lieder von Bertolt Brecht über Hildegard Knef bis zu Texten, die sie selbst geschrieben hat.

Ihr Adoptivsohn Francis C. Winter ist Schauspieler und Bühnenautor. 2006 schrieb er für seine Mutter das Stück Schöne Überraschung, das in der Komödie am Kurfürstendamm mit Judy Winter in der Hauptrolle zur Uraufführung kam.[1]

Als junge Schauspielerin war Judy Winter sieben Jahre lang mit dem Regisseur Peter Zadek liiert. Später heiratete sie den Schauspieler Joachim Regelien. Die Ehe wurde geschieden, ebenso wie ihre Ehe mit dem in Deutschland und in den USA gefeierten Jazz-Klarinettisten, Orchesterchef und Komponisten Rolf Kühn.

Filmografie (Auszug)[Bearbeiten]

Diskografie (Auszug)[Bearbeiten]

  • 1979: Sie zu Ihm
  • 1999: Judy meets Marlene
  • 2000: Musikalische Reise durch Berlin
  • 2000: Judy Winter in Marlene
  • 2000: Judy Winter singt Bob Lenox
  • 2006: Mutter Erde – Judy Winter singt zugunsten von Kindern in Not
  • 2007: Hitler und die Künstler – Mit den Wölfen geheult

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Judy Winter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Francis Winter schreibt ein Stück für seine Mutter Judy Winter, Die Welt, publiziert am 17. März 2006, abgerufen am 24. Juli 2010
  2. rene-koch-berlin.de