Barbara Valentin

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Barbara Valentin (* 15. Dezember 1940 in Wien; † 22. Februar 2002 in München; eigentlich Ursula „Uschi“ Ledersteger) war eine österreichische Schauspielerin.

Biografie[Bearbeiten]

Barbara Valentin wurde als Tochter des Filmarchitekten Hans Ledersteger und der Schauspielerin Irmgard Alberti geboren. Nach der Schauspielschule bekam die gelernte Kosmetikerin die ersten Jahre nur kleine Nebenrollen, hauptsächlich als üppige Blondine und als Sexbombe.

In der Zusammenarbeit mit dem Regisseur Rainer Werner Fassbinder wurde Valentin schließlich zur Charakterdarstellerin. Sie spielte unter anderem in der Literatur-Adaption von Fontanes Fontane Effi Briest, dem Beziehungsdrama Martha und in Lili Marleen sowie in der preisgekrönten Zukunftsvision Welt am Draht. 1995 verließ sie die Dreharbeiten zu United Trash von Christoph Schlingensief und stand erst 2001 ein letztes Mal wieder vor der Kamera. Im Jahr 1997 hatte sie eine Nebenrolle in der RTL-Daily Soap GZSZ.

Im Privatleben machte Valentin zahlreiche Krisen durch. Drei Ehen scheiterten, darunter eine mit dem Filmregisseur Helmut Dietl. Zudem wurden in der Presse wiederholt Drogenprobleme kolportiert. Unter anderem hatte sie auch immer wieder Kurzzeitbeziehungen mit Rolf Eden. Sie war Mutter zweier Kinder. In den achtziger Jahren lebte sie mit Freddie Mercury, Sänger der Gruppe Queen, zusammen.[1]

Nach seinem Tod 1991 engagierte sie sich vermehrt in der AIDS-Hilfe. Im Musikvideo It’s a hard life spielte sie mit. Außerdem war sie zwischenzeitlich in weiteren Musikvideos zu sehen, wie etwa im Jahr 1997 von Thomas Ds Single Solo und 2000 im Musikvideo zur Single The Chase von Giorgio Moroder vs. Jam & Spoon.

Barbara Valentin lebte im Münchner Glockenbachviertel und starb nach einer Gehirnblutung am 22. Februar 2002 im Alter von 61 Jahren. Sie wurde auf dem Münchener Ostfriedhof beigesetzt.[2]

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Barbara Valentin ist tot. Bewegtes Leben. Spiegel Online, 22. Februar 2002, abgerufen am 24. November 2011.
  2. knerger.de: Das Grab von Barbara Valentin