Christine Theiss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christine Theiss Boxer
Christine Theiss
Daten
Geburtsname Christine Hennig
Gewichtsklasse Leichtgewicht
Nationalität Deutsch
Geburtstag 22. Februar 1980
Geburtsort Greiz, DDR
Stil Linksauslage
Größe 1,75 m
Kampfstatistik
Kämpfe 40
Siege 38
K.-o.-Siege 14
Niederlagen 1
Unentschieden 1
Keine Wertung 0

Christine Anna Maria Theiss, geborene Hennig, (* 22. Februar 1980 in Greiz, Bezirk Gera) ist eine ehemalige deutsche Kickboxerin, die von 2007 bis 2013 Profi-Weltmeisterin im Vollkontakt-Kickboxen war.

Leben[Bearbeiten]

Mladen Steko, Trainer von Christine Theiss

1984 siedelte Theiss mit ihren Eltern, einer Allgemeinärztin und einem Internisten, aus der DDR nach Bayreuth über. Dort besuchte sie die Grundschule und das Gymnasium Christian-Ernestinum, das sie 1999 mit dem Abitur abschloss. Im Anschluss arbeitete sie als Arzthelferin in der elterlichen Praxis in Bayreuth. Von 2001 bis 2007 studierte sie Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Im November 2007 beendete sie das Studium mit dem Staatsexamen, im Dezember 2008 wurde sie zur Dr. med. promoviert.

2009 spielte Theiss die Rolle der Judith Stein in dem Spielfilm Die Jagd nach der Heiligen Lanze. Zudem ist sie seit März 2012 Moderatorin der Abnehm-Show The Biggest Loser auf Sat.1. Seit 2013 moderiert sie ebenfalls auf Sat.1 zusammen mit Oliver Pocher die Unterhaltungsshow Mein Mann kann, die vorher von Britt Hagedorn moderiert wurde.

Im Rahmen des DFB-Pokalfinales am 1.Juni 2013 trug sie den Pokal während der Eröffnungszeremonie ins Stadion.[1]

Sie ist außerdem Mitglied des Beirats der ProSiebenSat.1 Media AG. Seit Januar 2014 ist Theiss die Schirmherrin für Power-Child.

Am 7. Juli 2008 erhielt Theiss den Bayerischen Sportpreis in der Kategorie „Hochleistungssportler plus“. Sie wurde von 2005 bis 2013 siebenmal von den Lesern der Abendzeitung zu „Münchens Sportlerin des Jahres“ gewählt.[2]

Theiss ist seit 2005 mit dem Kardiologen Hans Theiss verheiratet und lebt im Münchner Stadtteil Schwabing. In ihrer Freizeit arbeitet sie ehrenamtlich in der Rettungshundestaffel des Münchner Arbeiter-Samariter-Bundes. Außerdem unterstützt sie die Initiative „I run for life“ der Deutschen PalliativStiftung. Bei der Bundestagswahl 2013 unterstützte Theiss Bundeskanzlerin Angela Merkel.[3]

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Christine Theiss im Kampf gegen Cathy Lee-Mée, WKU-Weltmeisterschaft 2013 in München

Als Theiss eine Freundin begleitete, die nicht allein zum Training gehen wollte, wurde ihr Interesse fürs Kickboxen geweckt. Ihre Eltern bestärkten sie in ihren Ambitionen. Von 1988 bis 2000 erlernte sie das Semikontakt-Kickboxen im Karate-Dojo Aleksandar in Bayreuth, dabei wurde sie mehrfache Bayerische und Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterin sowie 1998 Deutsche Meisterin. Ab 2003 wechselte sie zum Vollkontakt-Kickboxen im Kampfsportzentrum Steko in München. Dabei wurde sie zunächst Deutsche Meisterin, Vize-Europameisterin, Vize-Weltmeisterin und 2005 Amateur-Weltmeisterin (WKA) in Niagara Falls (New York). Seit Anfang 2006 kämpft Theiss als Profi-Kickboxerin. Sie wird von den ehemaligen Kickbox-Weltmeistern Mladen und Pavlica Steko trainiert, Mladen Steko ist zudem ihr Manager. Mit bis dato 22 gewonnenen WM-Kämpfen in vier verschiedenen Weltverbänden (WAKO, WKA, ISKA und WKU) gilt Theiss weltweit als erfolgreichste Profi-Kickboxerin aller Zeiten. Seit dem Januar 2011 hat sie einen Exklusiv-Vertrag für die Übertragung ihrer Kämpfe mit Sat.1 (Steko’s Fight Night).[4]

Am 7. Dezember 2012 kämpfte sie zum ersten Mal nach den Regeln der Weltverbände ISKA und WKU. Der Kampf wurde im Studio Berlin Adlershof ausgetragen. Die Gegnerin war die 65 kg schwere Bosnierin Sanja Samardžić, die von ihr klar bezwungen wurde. Am 18. April 2013 kündigte sie ihr Karriereende zum Ende des Jahres 2013 an.[5]

Mit dem Kampf gegen Olga Stawrowa am 7. Juni 2013 in München verlor sie ihren Weltmeistertitel in der WKU, behielt aber die Weltmeistertitel in den Verbänden ISKA und WKA. Mit dem Sieg bei ihrem letzten Kampf am 13. Dezember 2013 gegen Olga Stawrowa[6] in Bayreuth holte sie sich den WM-Titel in der WKU zurück und trat anschließend vom Leistungssport zurück.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christine Theiss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. tz.de: Christine Theiss im tz-Interview zur DFB-Pokal-Übergabe, abgerufen am 31. März 2014
  2. Abendzeitung München: Christine Theiss ist die Sportlerin des Jahres. 17. Januar 2012.
  3. Wir stimmen für Merkel: Dr. Christine Theiss cdu.de
  4. Abendzeitung München: Wählen Sie Münchens Sportlerin des Jahres. 28. Dezember 2011.
  5. Hamburger Abendblatt: Weltmeisterin Dr. Christine Theiss kündigt Karriereende an. 18. April 2013.
  6. Abendzeitung München: Sieg im letzten Kampf – Happy End für Christine Theiss. 14. Dezember 2013, abgerufen 26. Februar 2014.
  7. RP Online: Christine Theiss feiert Sieg zum Karriereende 2. Januar 2014