Dünwald

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dünwald
Dünwald
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dünwald hervorgehoben
51.31666666666710.433333333333449Koordinaten: 51° 19′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Höhe: 449 m ü. NHN
Fläche: 28,85 km²
Einwohner: 2333 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 99713 (Zaunröden),
99976 (Beberstedt, Hüpstedt)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 036076
036023 (Beberstedt)
036029 (Zaunröden)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 014
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberdorf 32
99976 Dünwald
Webpräsenz: www.duenwald.de
Bürgermeisterin: Sylvia Geißler (CDU)
Lage der Gemeinde Dünwald im Unstrut-Hainich-Kreis
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Über dieses Bild

Dünwald ist eine Gemeinde im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Sie wurde am 1. Januar 1994 aus den vormals selbstständigen Gemeinden Beberstedt, Hüpstedt und Zaunröden neu gebildet.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Dünwald liegt auf der Muschelkalk-Hochfläche des Dün am Nordrand des Unstrut-Hainich-Kreises.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die drei Ortsteile der Gemeinde sind:

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Dünwald besteht aus 14 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[3]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin wurde am 22. April 2012 Frau Sylvia Geißler (CDU) gewählt.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das Heimatmuseum wurde im Gutshaus, dem ältesten Gebäude im Ort (von 1582) eingerichtet.

Pfarrkirche St. Martin[Bearbeiten]

Der Neubau einer Vorgängerkirche wurde am 28. Juni 1740 nach dreijähriger Bauzeit von Weihbischof Christoph Ignatius von Gudenus eingeweiht. Der Hochaltar stammt aus der evangelischen Kilianikirche Mühlhausen (1725) und wurde 1984 in Hüpstedt aufgestellt. Über dem Hauptportal befindet sich in einer Nische eine Skulptur des Hl. Martin aus Kalkstein. Sie wurde 2002 von dem ortsansässigen Künstler Heinz Günther und Peter Svarel aus Bratislava gefertigt. In den Jahren zwischen 2000 und 2005 wurden umfangreiche Renovierungsmaßnahmen vorgenommen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde nördlich der Straße nach Reifenstein/Leinefelde eine mobile Abschussrampe für V2-Raketen installiert. Mehr als 200 Zwangsarbeiter aus Holland und Frankreich, die in einem Barackenlager nahe der Schachtanlagen I und II untergebracht waren, mussten bei Eiseskälte schwerste Erdarbeiten verrichten.[5]

Literatur[Bearbeiten]

Beberstedt[Bearbeiten]

  •  Albert Rogge: Beberstedter Chronik. Beberstedt 1929.
  •  Katharina Müller, Christoph Gehrmann: Telefon und Dorffunk - dörfliche Mediennutzung in der DDR. Eine Untersuchung aus Beberstedt zu Medienwahl, Mediennutzung und Medienwandel. In: Eichsfelder Jahrbuch. 15, Mecke, Duderstadt 2007, S. 225-238.
  •  Paul Hebestreit: 1927 erbaut - 1987 abgebaut. Zur Geschichte der ehemaligen Ziegelei Schmalbauch in Beberstedt. In: Heimat- und Verkehrsverband Eichsfeld e.V. (Hrsg.): eichsfeld. Heft 12, Mecke, Duderstadt 1997, S. 469-470.
  •  Heinz Nelz: Ein lohnendes Ziel. Die Pfarrkirche zu Beberstedt. In: Begegnung. Zeitschrift für Katholiken in Kirche und Gesellschaft. Heft 3, Berlin 1986, S. 19-20.

Hüpstedt[Bearbeiten]

  •  Edgar Rademacher: Hüpstedt. Heimat und Historie. Ein Geschichts- und Heimatbuch. In: Eichsfelder Jahrbuch. Mecke, Duderstadt 1994, ISBN 3-932752-33-3, S. 304.
  •  Edgar Rademacher: Klima- und Wasserverhältnisse eines Höhendorfes auf dem Dün. Ein Beitrag zum 875jährigen Ortsjubiläum von Hüpstedt (1124-1999). In: Eichsfelder Jahrbuch. 6, Mecke, Duderstadt 1998, S. 136-149.
  •  Maik Pinkert, Alfons Montag, André Sieland (Hrsg.): Eichsfelder Dorfchroniken. Bernterode, Breitenworbis, Deuna, Gernrode, Hüpstedt, Kirchworbis, Vollenborn. In: Quelleneditionen aus dem Bischöflichen Kommissariat Heiligenstadt. 1, Eichsfeldverlag, Dortmund 2001, ISBN 3-935782-02-0, S. 456.

Zaunröden[Bearbeiten]

  •  Edgar Rademacher: Das Dorf Zaunröden 1378-2003. Festschrift zum 625jährigen Ortsjubiläum 2003. Duderstadt 2003, S. 64.
  •  Edgar Rademacher: Zaunröden, ein siedlungsgeschichtliches Phänomen. In: Eichsfelder Jahrbuch. 3, Mecke, Duderstadt 1995, S. 97-102.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBürgermeisterwahl 2012 - Freistaat Thüringen. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 11. Juni 2012.
  5. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 305, ISBN 3-88864-343-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dünwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien