Unstruttal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Unstruttal
Unstruttal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Unstruttal hervorgehoben
51.2710.454166666667303Koordinaten: 51° 16′ N, 10° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Höhe: 303 m ü. NHN
Fläche: 44,42 km²
Einwohner: 3292 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 99974 (Ammern, Dachrieden, Kaisershagen, Reiser),
99976 (Eigenrode, Horsmar)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 03601
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 071
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Herrenstr. 43
99974 Unstruttal
Webpräsenz: www.gemeinde-unstruttal.de
Bürgermeister: Jürgen Gött (SPD)
Lage der Gemeinde Unstruttal im Unstrut-Hainich-Kreis
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Unstruttal ist eine Gemeinde im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die sechs Ortsteile der Gemeinde sind:

Lage[Bearbeiten]

Der Hauptort Ammern, mit Sitz der Gemeindeverwaltung, sowie die Ortsteile Reiser, Dachrieden und Horsmar liegen an der Unstrut. Die Ortslagen von Eigenrode und Kaisershagen befinden sich auf dem zum Dün hinführenden Muschelkalk-Plateau. Der niedrigste Punkt der Gemeinde liegt mit 210 m NN am Pegel Ammern im Süden, der höchste mit 465,6 m NN an der Eigenröder Warte im Norden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Süden und Osten grenzt Unstruttal an die Stadt Mühlhausen, im Westen an die Gemeinde Anrode und im Norden an die Gemeinde Dünwald.

Gewässer[Bearbeiten]

Unweit südwestlich von Ammern befindet sich der von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie für die Hochwasserwacht betriebene Unstrutpegel "Ammern". Die mittlere Durchflusshöhe der Unstrut liegt dort bei 0,75 m, die niedrigste Höhe lag bei 0,57 m. Das höchste Hochwasser am 1939 eingerichteten Pegel wurde am 4. Juni 1981 mit 4,10 m gemessen. Südwestlich von Ammern mündet mit der Luhne der einzige Bach auf dem Gemeindegebiet rechtsseitig in die Unstrut. Ansonsten sorgen dort nur selten Wasser führende Trockentäler für nennenswerten Zufluss nach der Schneeschmelze, Regenperioden oder Starkregenereignissen. Insbesondere sind dies der Röttelseegraben bei Ammern, das Flachstal bei Reiser und das Schneidertal bei Horsmar. Luhne und Röttelseegraben sind mit Wasserrückhaltebecken abgedämmt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zusammenlegung von sechs Gemeinden zur neuen Gemeinde Unstruttal wurde von den Gemeinderäten der Altgemeinden im März 1995 beschlossen und am 14. März 1995 von den Bürgermeistern unterschrieben. Sie trat am 2. September 1995 in Kraft.[2] Erster Bürgermeister der Gemeinde war bis 2007 Rolf-Peter Rommel.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Unstruttal besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.

Nach der Kommunalwahl 2009 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • CDU: vier Sitze
  • SPD: fünf Sitze
  • Bürgerinitiative Ammern 90: fünf Sitze
  • Freie Wähler: ein Sitz
  • Wählergruppe: ein Sitz

Nach dem Stand der Kommunalwahl am 27. Juni 2004:

  • Bürgerinitiative Ammern 5 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • CDU 4 Sitze
  • FWG 2 Sitze.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der hauptamtliche Bürgermeister ist seit dem 1. Dezember 2007 Jürgen Gött.

Wappen[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen zeigt oben einen sechsblättrigen goldenen Lindenzweig und unten ein silbernes Mühleisen, das durch einen erniedrigten silbernen Wellenbalken grün über rot geteilt ist.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Gewerbegebiete befinden sich im Norden von Ammern, südwestlich von Reiser und am Dachriedener Bahnhof. Horsmar, Kaisershagen und Eigenrode sind ländlich geprägt. Ein landwirtschaftlicher Großbetrieb hat seinen Sitz im Norden von Eigenrode.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Unstruttal ist mit zwei Regionalbahnhaltestellen in Ammern und Dachrieden an die Bahn angeschlossen. Durch die Gemeinde führt mit der Bundesstraße 247 eine Hauptverbindungsachse in Richtung Göttingen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Firma Wagner & Co. produzierte in einer neu errichteten Rüstungsfabrik seit 1940 Maschinengewehre und Gewehrteile mit Hilfe von 1.500 Zwangsarbeitern aus mehreren Ländern.[3]

Ortsteile der Gemeinde

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995
  3. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 314, ISBN 3-88864-343-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Unstruttal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien