Der schwarze Spiegel (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Der schwarze Spiegel
Originaltitel The Dark Mirror
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1946
Länge 85 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Robert Siodmak
Drehbuch Nunnally Johnson
Produktion Nunnally Johnson
Musik Dimitri Tiomkin
Kamera Milton R. Krasner
Schnitt Ernest J. Nims
Besetzung

Der schwarze Spiegel (Originaltitel: The Dark Mirror) ist ein in Schwarzweiß gedrehter US-amerikanischer Film noir von Robert Siodmak aus dem Jahr 1946. Nunnally Johnson schrieb das Drehbuch nach einer Originalidee von Vladimir Pozner.

Handlung[Bearbeiten]

Doktor Perada wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Die Ermittlungen führen zu seiner Freundin Terry Collins. Diese hat jedoch eine Zwillingsschwester, Ruth, die ihr äußerlich täuschend ähnlich ist. Da Terry und Ruth die Aussage, wo sie sich zum Tatzeitpunkt aufhielten, verweigern, und die Schwestern von Zeugen nicht auseinandergehalten werden können, kommen die Ermittlungen ins Stocken. Um herauszufinden, welche der beiden den Mord begangen hat, engagiert Polizeileutnant Stevenson den Psychologen Scott Elliott, der die Schwestern unter anderem einem Rorschach-Test unterzieht. Als die Testresultate auf Terry als Mörderin hinweisen, schlüpft Terry in Ruths Rolle und behauptet, ihre Schwester hätte den Mord begangen. Mit einem Trick kann Stevenson jedoch Terry dazu bringen, sich zu verraten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der schwarze Spiegel startete am 18. Oktober 1946 in den USA und am 21. April 1950 in den deutschen Kinos.[1][2]

Die fotografischen Effekte, mit deren Hilfe Olivia de Havilland in beiden Rollen in derselben Einstellung gezeigt werden konnte, wurden von dem im Vorspann nicht genannten Kameraveteranen Eugen Schüfftan besorgt. Siodmak bekannte später, dass er trotz des Erfolges des Films Johnsons Drehbuch für nicht besonders gelungen hielt und Schwierigkeiten mit seiner Hauptdarstellerin de Havilland hatte, die sich seinen Regieanweisungen widersetzte.[3]

Kritik[Bearbeiten]

Bosley Crowther von der New York Times fand, der Film leide „am mangelnden Einfallsreichtum des Autors, das Puzzle in einer zufriedenstellenden Weise aufzulösen“.[4] Das Lexikon des Internationalen Films sah „ein raffiniert ausgeklügeltes intellektuelles Spiel. Psychoanalyse zum Gruseln, spannend inszeniert und glänzend gespielt.“[2]

Auszeichnung[Bearbeiten]

Der Film war 1946 für den Oscar in der Kategorie Beste Originalgeschichte nominiert.

Nachwirkung[Bearbeiten]

1984 wurde eine TV-Neuverfilmung im US-Fernsehsender ABC ausgestrahlt. Jane Seymour übernahm die Doppelrolle der Zwillingsschwestern.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alain Silver, Elizabeth Ward (Hrsg.): Film Noir. An Encyclopedic Reference to the American Style, Third Edition. Overlook/Duckworth, New York/Woodstock/London 1992, ISBN 978-0-87951-479-2, S. 83.
  2. a b Der schwarze Spiegel (Film) im Lexikon des Internationalen Films.
  3. Robert Siodmak, Hans C. Blumenberg (Hrsg.): Zwischen Berlin und Hollywood. Erinnerungen eines großen Filmregisseurs. Herbig, München 1980, ISBN 3-8004-0892-9, S. 128–130.
  4. „"The Dark Mirror," like so many of its ilk, suffers from its author's lack of ingenuity to resolve his puzzle in a satisfying manner.“ – Rezension in der New York Times vom 19. Oktober 1946, abgerufen am 20. März 2013.