Deutsches Auswandererhaus

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Deutsches Auswandererhaus
Beleuchtete Weltkugel an der Fassade des Deutschen Auswandererhauses bei Nacht

Das Deutsche Auswandererhaus ist ein Museum in Bremerhaven. Sein Hauptthema ist die Auswanderung Deutscher in die USA in verschiedenen Epochen. Es liegt unmittelbar am Neuen Hafen gegenüber dem Zoo am Meer. In einem Rundgang können die Besucher die einzelnen Stationen einer Auswanderung verfolgen und verschiedene Datenbanken kostenlos abfragen. Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 4200 Quadratmetern wurde am 8. August 2005 eröffnet. Der Entwurf für das Museum stammt von dem Hamburger Architekturbüro Studio Andreas Heller.

Seit dem 21. April 2012 verfügt das Deutsche Auswandererhaus über einen weiteren, neu errichteten Bau. Darin thematisiert es auch die Einwanderung nach Deutschland seit dem frühen 18. Jahrhundert. Einen Schwerpunkt setzt es dabei auf die 1960er- und 1970er-Jahre, mit nachgebauten Geschäften, Büros und auch einem Kino, das themenbezogene Filme zeigt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Als bisher einziges Museum in Deutschland widmet es sich dem Thema Migration.[1] Es wurde am 5. Mai 2007 mit dem Preis „Europäisches Museum des Jahres“ ausgezeichnet. Das europäische Museumsforum würdigte insbesondere die „emotionale Vermittlung von Geschichte über Inszenierungen“. Damit ging die renommierte Auszeichnung nach 15 Jahren erstmals wieder an ein deutsches Museum.

Sonderausstellungen[Bearbeiten]

  • 2011: In Hamburg kannten wir doch keinen - Aus- und Rückwanderer von Amrum und Föhr
  • 2012: Der Gelbe Schein - Mädchenhandel 1860 bis 1930
  • 2014: Displaced Persons. Überlebende des Holocaust 1938 – 1951

Filme[Bearbeiten]

Die ARD brachte 2004 in dem Living-History-Projekt Windstärke 8 insgesamt 37 Personen auf dem Traditionssegelschiff Bremen wie anno 1855 von Bremerhaven nach New York.

Siehe auch[Bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Irene Stratenwerth, Esther Sabelus; Simone Blaschka-Eick, Hermann Simon (Hrsg.): Der Gelbe Schein: Mädchenhandel 1860 bis 1930. Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven 2012, ISBN 978-3-00-038801-9 (zur Ausstellung: Der Gelbe Schein – Mädchenhandel 1860 bis 1930. Centrum Judaicum, Berlin, 9. August bis 30. Dezember; Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven, 26. August bis 28. Februar 2013.)[6]
  • Irene Stratenwerth, Simone Blaschka-Eick, Karin Heß (Hrsg.): Fluchtgeschichten: Aus und nach Deutschland. Biographien und Hintergründe 1933–2011. Deutsches Auswandererhaus, Bremerhafen 2012, ISBN 978-3-00-036581-2.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Baur, Expo Kritik: Ein Migrationsmuseum der anderen Art. Das Deutsche Auswanderer-Haus in Bremerhaven. In: Werkstatt Geschichte 15, 2006, Nr. 42, S. 97-103 online (Pdf, 7 Seiten, 190 kB).
  • Simone Blaschka-Eick, Julie Penzel-Althoff: Deutsches Auswandererhaus, Off Into the World; das Buch zum Deutschen Auswandererhaus. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, DAH, Bremerhaven 2009, ISB 978-3-00-028384-0 (deutsch und englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutsches Auswandererhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. bundesregierung.de: Deutsches Auswandererhaus erweitert, abgerufen am 31. August 2012

53.5452777777788.5741666666667Koordinaten: 53° 32′ 43″ N, 8° 34′ 27″ O