Eduard Clam-Gallas

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Eduard Graf Clam-Gallas, Lithographie von Josef Kriehuber 1849
Eduard Graf Clam-Gallas in späteren Jahren


Eduard Graf Clam-Gallas (* 14. März 1805 in Prag; † 17. März 1891 in Wien) war ein österreichischer Offizier, zuletzt General der Kavallerie.

Biografie[Bearbeiten]

Er war der Sohn des durch Kunstsinn und Wohltätigkeit bekannten Christian Christoph Graf Clam-Gallas (1771–1838). Er trat 1823 in die österreichische Armee ein, wurde 1831 erster Rittmeister im Kürassierregiment Nr. 1, 1835 Major, 1840 Oberst, 1846 Generalmajor und Brigade-Kommandant in Prag.

1848 kam er nach Italien, wo er unter Radetzky eine Brigade führte und sich bei Santa Lucia, Vicenza und Custozza auszeichnete. Er wurde mit dem Maria Theresia-Orden ausgezeichnet und zum Feldmarschalleutnant befördert. 1849 wurde er Kommandant des siebenbürgischen Armeekorps und war gegen Józef Bem erfolgreich. 1850 erhielt er das Kommando über das I. böhmische Armeekorps, das er auch 1859 im Sardinischen Krieg in Italien in den Schlachten von Magenta und Solferino befehligte. Bei diesen Schlachten verließ sein Armeekorps als erstes das Schlachtfeld, was aber keine persönlichen Konsequenzen hatte. Beförderung zum General der Kavallerie. 1861 wurde er Mitglied des Herrenhauses, das Oberhaus des österreichischen Reichsrates und 1865 Obersthofmeister des Kaisers.

1866 im Deutschen Krieg erlitt er in der Schlacht bei Gitschin eine verheerende Niederlage, wurde vor ein Kriegsgericht gestellt, aber auf Grund seiner gesellschaftlichen Stellung freigesprochen. Seinen Lebensabend verbrachte er auf seinen Besitzungen Friedland und Reichenberg in Böhmen.

1850 vermählte er sich mit Clothilde (1828–1899), der Erbtochter von Joseph Franz Fürst von Dietrichstein (1798–1858), sein Sohn war Franz Graf Clam-Gallas.

Literatur[Bearbeiten]