Egon Kapellari

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Bischof Egon Kapellari (2006)
Diözesanbischof Egon Kapellari zu Besuch im Akademischen Gymnasium Graz, 15. Februar 2005
Wappen Bischof Egon Kapellaris als Diözesanbischof der Diözese Graz-Seckau

Egon Kapellari (* 12. Jänner 1936 in Leoben, Steiermark, Österreich) ist römisch-katholischer Bischof der österreichischen Diözese Graz-Seckau.

Leben[Bearbeiten]

Kapellari ging in Leoben zur Schule und maturierte dort 1953. Danach studierte er bis 1957 an der Universität Graz Rechtswissenschaften und wurde zum Doktor der Rechtswissenschaften promoviert. Anschließend studierte er Theologie an der Universität Salzburg und Universität Graz.

Am 9. Juli 1961 empfing er durch Bischof Josef Schoiswohl in Graz die Priesterweihe. Von 1962 bis 1964 war Kapellari Kaplan in der Grazer Kalvarienbergpfarre. Anschließend wurde er Hochschulseelsorger in Graz. Dieses Amt hatte er bis 1981 inne.

Ab 1968 arbeitete er bei der Leitung des Grazer Priesterseminars mit und am 15. September 1973 wurde er zum Monsignore (Kaplan seiner Heiligkeit) ernannt.

Am 7. Dezember 1981 wurde Kapellari zum Bischof der Diözese Gurk ernannt. Die Bischofsweihe am 24. Januar 1982 spendeten ihm Erzbischof Karl Berg sowie die Bischöfe Johann Weber und Maximilian Aichern. Sein Wahlspruch dazu: Omnia vestra, vos autem Christi (Alles ist Euer, Ihr aber gehört Christus).

Kapellari wurde 1986 Mitglied im Päpstlichen Rat für die Kultur und war von 1996 bis 1998 Mitglied im Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). Zusätzlich wurde er 1997 zum Konsultor der Päpstlichen Kommission für die Kulturgüter der Kirche in der österreichischen Bischofskonferenz.

Am 14. März 2001 übernahm er die Diözese Graz-Seckau. Sein Rücktrittsgesuch zum Erreichen der Altersgrenze wurde 2011 abgelehnt und ihm eine Verlängerung von zwei Jahren gewährt.[1]

Neben seinen kirchlichen Tätigkeiten verfasste Kapellari einige Bücher über das Kirchenjahr und der Theologie der Symbole. Besonders beschäftigt Kapellari sich mit dem Thema Kunst.[2] Bekannt als Medien-Bischof ist er zudem Präsident der Katholischen Medien-Akademie Wien.[3]

Anlässlich der 54. Pfarrerwoche im September 2011 in Schloss Seggau sprach sich Kapellari für eine Geldstrafe für Priester aus, welche den Zölibat nicht einhalten.[4]

Zum Thema Pfarrerinitiative schrieb Kapellari 2012 in einem Hirtenbrief, er wolle alles tun, damit reformorientierte Katholiken „im großen Schiff der Diözese und der Weltkirche verbleiben“ könnten, wandte sich jedoch dagegen, dass „einige […] eigenmächtig das Steuerrad dieses Schiffes Kirche ergreifen“ wollten. Das führe zur „Spaltung“.[5]

Im März 2013 verhängte Kapellari ein Predigtverbot über Ostern gegen den Pfarrer von St. Veit am Vogau, Karl Tropper, wegen wiederholter verbaler Ausfälle gegen den Islam und Homosexuelle. Bei weiteren „Exzessen“ behielt sich der Bischof weiteres Einschreiten vor.[6]

Mitgliedschaften und Ehrungen (Auszug)[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

Bei Styria Verlag veröffentlicht:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKapellaris Amtszeit um zwei Jahre verlängert. orf.at, abgerufen am 25. Januar 2011.
  2. Egon Kapellari: Kunst und Religion
  3. Web-Impr. der KMA: http://www.kma.at/index.php?option=com_content&view=article&id=53&Itemid=54, abgerufen am 22. Juni 2011
  4. Kapellari fordert Geldstrafe bei Zölibatsbruch Der Standard, 21. Oktober 2011
  5. „Das führt zu Spaltung oder ist schon Spaltung“, www.kleinezeitung.at, 14. März 2012
  6. Kapellari zu homophobem Pfarrer: „So geht’s nicht“ www.derstandard.at, 25. März 2013.
  7. Malteserkreuz.org
  8. [1] Großer Kunschak-Preis für Bischof Kapellari
Vorgänger Amt Nachfolger
Joseph Köstner Bischof von Gurk
19822001
Alois Schwarz
Vorgänger Amt Nachfolger
Johann VIII. Weber Bischof von Graz-Seckau
seit 2001
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