Fernsehturm Bern-Bantiger

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Fernsehturm Bern-Bantiger
FernsehturmBantiger.jpg
Basisdaten
Ort: Berg Bantiger bei Bolligen
Kanton: Bern
Staat: Schweiz
Höhenlage: 941 m
Verwendung: Fernsehturm, Rundfunksender, Aussichtsturm
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich zugänglich
Besitzer: Swisscom
Turmdaten
Bauzeit: 1992–1997
Bauherr: PTT
Architekt: Rolf Mühlethaler
Baustoffe: Beton, Stahlbeton
Betriebszeit: seit 1997
Gesamthöhe: 196,2 m
Höhe der Aussichtsplattform: 42,2 m
Daten der Sendeanlage
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: DAB, DVB-T
Positionskarte
Fernsehturm Bern-Bantiger (Bern)
Fernsehturm Bern-Bantiger
Fernsehturm Bern-Bantiger
46.9777947.528642Koordinaten: 46° 58′ 40,1″ N, 7° 31′ 43,1″ O; CH1903: 606849 / 202973

Der Fernsehturm Bern-Bantiger ist ein 192,2 Meter hoher Fernsehturm in Stahlbetonbauweise knapp unterhalb des Gipfels des Berges Bantiger (947 Meter über dem Meer) bei Bolligen in der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Der jetzige Fernsehturm ersetzt einen Sendeturm aus dem Jahr 1954, der 60 Meter hoch war. Baubeginn des Turms war 1992; 1997 erfolgte die Einweihung.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Fernsehturm Bern-Bantiger hat eine Aussichtsplattform in 42,2 Meter Höhe, die über eine Aussentreppe zugänglich ist. Oberhalb der öffentlich begehbaren Plattform befindet sich eine für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen verglasten Richtfunkkanzel. Unterhalb dieser Kanzel befinden sich die Richtfunkantennen. Der Turmschaft hat einen Durchmesser von 32 Meter und verjüngt sich nach oben hin bis auf 16,8 Meter. Auf der Höhe von 60,9 Metern setzt sich ein 126,8 Meter hoher Antennenmast fort, der TV- und UKW-Antennen beherbergt. Der im Verhältnis zum Turmschaft mehr als doppelt so lange Antennenmast ist stilprägend für diesen Fernsehturm.

Frequenzen und Programme[Bearbeiten]

Analoges Radio (UKW)[Bearbeiten]

Frequenz 
(in MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
88,2 Radio SRF 1 SRF_1_BE
_SRF_1__
44B1 (regional),
43B1
Bern-Freiburg-Wallis 5 ND H
93,2 Radio SRF 2 Kultur _SRF_2__/_Kultur_ 43B2 5 ND H
95,1 RTS La Première RTS-1ERE 43D1 5 ND H
95,6 Radio RaBe RABE____ 401A 0,5 D (200–250°) H/V
97,7 Radio Bern1 _BERN1__ 4F08 1 D (200–250°) H/V
99,3 Radio SRF 3 _SRF_3__ 43B3 5 ND H
101,7 Energy Bern _ENERGY_ 4F02 1 D (200–250°) H/V

Digitales Radio (DAB)[Bearbeiten]

DAB wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt.

Block Programme ERP
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND),
gerichtet (D)
Gleichwellennetz (SFN)
7D 
SMC_D02 
(SUI0010F)
DAB-Block der SwissMediaCast: 5 ND
  • Aargau: Baden, Küttigen, Reuenthal
  • Appenzell Ausserrhoden: Herisau
  • Basel-Land: Grellingen, Sissach
  • Basel-Stadt: Basel (St. Chrischona)
  • Bern: Bern (Bantiger), Burgdorf (Rothöhe), Langnau im Emmental, Höfen bei Thun, Orvin, Rütschelen (Dornegg)
  • Glarus: Braunwald, Engi
  • Graubünden: Medels im Oberland, Morissen, Trun, Valzeina, Versam
  • Luzern: Geuensee
  • Schwyz: Rigi (Kulm)
  • Solothurn: Olten, Solothurn (Nesselboden)
  • St. Gallen: Rüthi, St. Gallen, Wattwil, Wildhaus (Säntis), Ziegelbrücke
  • Uri: Attinghausen
  • Zürich: Hinwil (Bachtel), Schaffhausen (Cholfirst), Weiningen, Winterthur (Brüelberg), Zürich (Uetliberg), Zürich (Zürichberg)

12C 
SRG SSR D01 
(SUI0010A)
DAB-Block der SRG SSR idée suisse: 4 D (180–260°)
  • Aargau: Baden, Frick, Küttigen, Reuenthal, Rietheim, Wildegg
  • Appenzell Ausserrhoden: Herisau
  • Basel-Land: Läufelfingen, Grellingen, Sissach, Waldenburg, Ziefen
  • Basel-Stadt: Basel (St. Chrischona)
  • Bern: Adelboden, Beatenberg (Niederhorn), Bern (Bantiger), Boltigen, Brienz, Burgdorf (Rothöhe), Diemtigen, Eggiwil, Gadmen, Guggisberg, Heimenschwand, Höfen bei Thun, Ins, Kandersteg, Köniz, Langnau im Emmental, Lauterbrunnen, Lenk im Simmental (Hahnenmoos), Orvin, Rütschelen (Dornegg), Saanen, Wyssachen, Zweisimmen
  • Freiburg: Freiburg im Üechtland (Cordast)
  • Glarus: Braunwald, Engi
  • Graubünden: Valzeina
  • Luzern: Escholzmatt, Geuensee, Schüpfheim, Sörenberg, Willisau
  • Obwalden: Engelberg, Sarnen
  • Schwyz: Einsiedeln, Oberiberg, Rigi (Kulm)
  • Solothurn: Balsthal, Olten, Solothurn (Nesselboden)
  • St. Gallen: Rüthi, St. Gallen, Wattwil, Wildhaus (Säntis), Ziegelbrücke
  • Thurgau: Mammern, Sirnach, Weinfelden (Ottenberg)
  • Uri: Andermatt, Attinghausen
  • Wallis: Binn, Ferden, Feschel, Leukerbad, Saas Fee, Visperterminen (Gebidem), Zermatt, Zwischbergen
  • Zürich: Bülach, Elgg, Fischenthal, Hinwil (Bachtel), Schaffhausen (Cholfirst), Weiningen, Winterthur (Brüelberg), Zürich (Uetliberg), Zürich (Zürichberg)

Digitales Fernsehen (DVB-T)[Bearbeiten]

Kanal Frequenz 
(in MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(in kW)
Antennen-
diagramm

rund (ND) /
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H) /
vertikal (V)
48 690 SRG D01 10 D (10–30°, 120–300°) V
51 714 SRG F01 10 D (10–30°, 120–300°) V

Analoges Fernsehen (PAL)[Bearbeiten]

Vor der Umstellung auf DVB-T diente der Sender weiterhin für analoges Fernsehen.

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
2 48,25 SF 1 47,8 ND H
10 210,25 TSR 1 121,6 ND H
40 623,25 TSI 1 138 ND H
43 647,25 SF zwei 92,2 ND H
50 703,25 TSR 2 122,2 ND H

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wettbewerb Radio- und Fernsehturm auf dem Bantiger BE. In: Schweizer Ingenieur und Architekt, ISSN 0251-0960, Jahrgang 109, Nr. 5, 1991, Seiten 100–106. (hier online)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fernsehturm Bern-Bantiger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien